Sozialarbeit: Jugend braucht eine starke Lobby

19. April 2010

Minister Armin Laschet trifft sich mit Jugend­expertenbeirat: „Jugend braucht eine starke Lobby“

„Durch mein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit, habe ich mehr für meine Aufgaben als Minister gelernt als durch Schule und Studium zusammen“, sagte Jugendminister Armin Laschet anlässlich eines weiteren Treffens mit seinem Jugendexperten­beirat.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Durch mein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit, habe ich mehr für meine Aufgaben als Minister gelernt als durch Schule und Studium zusammen“, sagte heute (19. April 2010) Jugendminister Armin Laschet anlässlich eines weiteren Treffens mit seinem Jugendexperten­beirat in Düsseldorf. Die selbst in der Jugendarbeit aktiven Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren diskutierten mit dem Minister ange­regt über die Zukunft der Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen. "Die Jugendarbeit hat ein zu schlechtes Image in der Gesellschaft", so die Meinung der Expertinnen und Experten. "Durch die negative Bericht­erstattung in den Medien findet die Jugend (sozial-) arbeit häufig nur im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten von Jugendlichen Erwähnung. In den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger wird dadurch das Bild von amoklaufenden, komasaufenden und extremistischen Störenfrieden erzeugt.“

Minister Laschet ist sich mit seinen Experten einig: "Die Jugendarbeit ist mehr als der Retter von gescheiterten Jugendlichen. Sie bietet ein viel­fältiges Angebot in dem Jugendliche im geschützten Raum ohne Noten­druck sich ausprobieren und ausdrücken können. Jugendarbeit ist ein ganz wichtiger Bildungs- und Entwicklungsort", so der Minister. Es müsse daher darum gehen, die positiven Wirkungen der Jugendarbeit wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und eine starke Lobby für die junge Generation zu schaffen.

Das vom Pakt mit der Jugend ins Leben gerufene Internetportal www.yougle.nrw.de biete hier jedem Interessierten einen spannenden Einblick in die facettenreiche Arbeit der aktiven Jugendarbeit. Hier lobte der Minister nochmals die Arbeit der ehrenamtlichen yougle!-Redak­teure, die „das Portal durch ihr Engagement erst mit Leben gefüllt haben“.

Im weiteren Verlauf des Expertengesprächs diskutierten die Jugend­lichen mit dem Minister darüber, wie ehrenamtliches Engagement gerade junger Menschen in Nordrhein-Westfalen gefördert und noch attraktiver gemacht werden kann. Alle Beteiligten waren sich einig, dass bei der Wahrnehmung ehrenamtlicher Aufgaben die "gute Sache" im Mittelpunkt stehen müsse. Minister Laschet: "Es ist wichtig zu erkennen, dass unsere Gesellschaft auf die ehrenamtliche Mitarbeit der Bürgerin­nen und Bürger angewiesen ist. Gerade für junge Menschen bietet Ehrenamt aber auch viele Chancen". Die jungen Experten meinten: "Die Wahrnehmung von Ehrenämtern sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Bei einer Förderung des Ehrenamtes sollte es daher nur um die Anerkennung des Engagements gehen, nicht um eine 'Belohnung'."

Gemeinsam hoben der Minister und Experten die positive Wirkung der bereits bestehenden Anerkennungen in Nordrhein-Westfalen hervor: So wird beispielsweise speziell in der Jugendarbeit durch die Ausstellung der Jugendleitercard (Juleica) ehrenamtliches Engagement junger Menschen bescheinigt. Voraussetzung ist, dass entsprechende Quali­fikationen in der Jugendarbeit erworben werden. Die Juleica trägt damit nicht nur zur Sicherung der Qualität ehrenamtlicher Arbeit bei, sondern bescheinigt den Inhaberinnen und Inhabern die in der Jugendarbeit erworbenen Qualifikationen, wie zum Beispiel Teamfähigkeit und Sozialkompetenz. Denn gerade im Einstieg ins Berufsleben gewinnen diese immer mehr an Bedeutung. Die Juleica berechtigt die Inha­berinnen und Inhaber zudem zur Inanspruchnahme von derzeit deutschlandweit 2.700 Vergünstigungen. Weitere Informationen gibt es unter www.juleica.de.

Abschließend waren sich der Minister und sein Expertenbeirat einig, dass eine starke Jugendpolitik auch weiter die Einbeziehung und Einmischung der Jugendlichen selbst erfordere. Neben Partizipations­formen wie dem Expertenbeirat sei dazu auch eine Teilnahme der Jugendlichen an den bevorstehenden Wahlen wichtig. "Bei der Wahl können die Jugendlichen schließlich selbst entscheiden, wie stark ihre Lobby künftig wirklich ist", so der Minister.

Hintergrund
Der Expertenbeirat setzt sich aus Redakteuren des Internetportals „yougle!“ zusammen. „yougle!“ ist ein Projekt, das in Trägerschaft des jfc-Medienzentrums in Köln durchgeführt wird und Teil des Paktes mit der Jugend ist, den die Landesregierung mit den landeszentralen Trägern der Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen geschlossen hat. Das Projekt vereint fast 270 Verbände, Trägergruppen und Initiativen, die sich auf gemeinsame Ziele und Schwerpunkte ihrer Jugendarbeit ver­ständigt haben und so weit mehr als zwei Millionen Jugendliche in Nordrhein-Westfalen erreichen.

Die im Projekt „yougle!“ engagierten Jugendlichen sind ehrenamtlich tätig und stammen nicht nur aus allen Bereichen der Jugendarbeit, sondern aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens - vom Dorf bis zur Großstadt sind hier die Interessen aller Jugendlichen vertreten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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