Rechtsextremismus im Keim ersticken

11. November 2009

Minister Armin Laschet: „Rechtsextremismus im Keim ersticken!“

Wie wichtig die gesellschaftliche Gegenwehr in punkto Rechtsextre­mismus ist, zeigt vor allem die Datenbasis für das Jahr 2008: Die regist­rierte Zahl rechtsextremer Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr ge­stiegen.

Die Landeszentrale für politische Bildung teilt mit:

„Wie wichtig die gesellschaftliche Gegenwehr in punkto Rechtsextre­mismus ist, zeigt vor allem die Datenbasis für das Jahr 2008: Die regist­rierte Zahl rechtsextremer Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr ge­stiegen. Bundesweit, und auch im Land Nordrhein-Westfalen“, sagte Integrationsminister Armin Laschet heute (11. November 2009) auf der Tagung „Engagement gegen Rechtsextremismus stärken!“ der Landes­zentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen in Essen. Diverse Beiträge, Workshops und Erfahrungsberichte vermittelten Informationen über Bedingungen, gelungene Beispiele und Perspektiven des Engagements gegen Rechts(extremismus) zu bekommen.

Minister Laschet: „Verstärkte Aufklärung über veränderte Formen von Rechtsextremismus und breite bürgerschaftliche Netzwerkbildung ge­gen Rechtsextreme vor Ort helfen, rechte Tendenzen im Keim zu ersti­cken. Das zeigen die Erfahrungen aus der Praxis. Es gibt durchaus be­währte Aktionen gegen Rechtsextremismus, wenn auch keine Patentre­zepte.“

Besonders hilfreich ist es, wenn sich lokale Autoritäten wie Kommunal­politiker, Kirchenvertreter und Vereinsvorsitzende öffentlich eindeutig gegen Rechts positionieren. „Aber auch jeder und jede Einzelne muss helfen, Extremismus zurückzudrängen. Rechtsextremen Parolen ver­nehmbar zu widersprechen, ist nur eine Möglichkeit. Denn je stärker der Extremismus demokratische Werte missachtet, desto wichtiger ist per­sönliches Engagement für unsere freiheitliche Grundordnung. Deshalb appelliere ich an alle Demokratinnen und Demokraten, die konkreten Hilfen der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus zu nutzen, wenn sich im Stadtviertel rechtsextreme Tendenzen zeigen,“ so Laschet weiter.

Die Landeskoordinierungsstelle bietet mit den Partnern in den Regie­rungsbezirken Argumentationstrainings gegen rechtsextreme Parolen sowie Seminare zur Aufklärung über neue Inhalte, Symbole oder Stra­tegien von Rechtsextremisten. „Damit Nordrhein-Westfalen so weltoffe­nen bleibt wie es ist, müssen Land und Zivilgesellschaft alle Möglich­keiten ausschöpfen, um vor allem gefährdete Jugendliche noch stärker vor rechtsextremistischen Einflüssen zu bewahren. Die Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen ist, gerade im Vergleich der Bundesländer, be­sonders stark. Doch diese Stärke darf kein Ruhekissen sein. Vielmehr gilt es, das Netz gegen Nazis gemeinsam noch enger zu knüpfen. Das ist und bleibt eine langfristige Aufgabe, an der sich das Land weiter beteiligen wird, indem es Hilfe zur zivilgesellschaftlichen Selbsthilfe gibt“, sagte der Minister.

Weitere Informationen zur Tagung und weiteren Angeboten der Landes­zentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen unter www.politische-bildung.nrw.de.

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