Gemeinsam gegen häusliche Gewalt

4. Februar 2009

Minister Armin Laschet lobt Arbeit der Runden Tische: „Gemeinsam gegen häusliche Gewalt“

„Bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt braucht man starke Bündnispartner. Schnelle Hilfe und Beratung können dort viel besser geleistet werden, wo alle an einem Strang ziehen. Deshalb unterstützt die Landesregierung die Arbeit der Runden Tische gegen häusliche Gewalt. Sie haben wesentlich zu einer Verbesserung der Hilfestrukturen vor Ort beigetragen“, sagte heute Minister Laschet.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt braucht man starke Bündnispartner. Schnelle Hilfe und Beratung können dort viel besser geleistet werden, wo alle an einem Strang ziehen. Deshalb unterstützt die Landesregierung die Arbeit der Runden Tische gegen häusliche Gewalt. Sie haben wesentlich zu einer Verbesserung der Hilfestrukturen vor Ort beigetragen“, sagte Frauenminister Armin Laschet heute (4. Februar 2009) auf der Fachveranstaltung des Landkreistages Nordrhein-Westfalen „Intervention gegen häusliche Gewalt - Vernetzung in den Kreisen“ im Kreishaus Düren.

An den Runden Tischen arbeiten unter anderem kommunale Gleichstellungsbeauftragte, Vertreterinnen und Vertreter der Frauenhilfeeinrichtungen, der Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Polizei und Justiz zusammen. So kann durch eine schnelle Kommunikation zwischen den beteiligten Institutionen den Betroffenen gezielt geholfen werden. "Dank dem hohen Engagement der Mitwirkenden in den Kreisen und ihrer Vernetzung haben die Opfer häuslicher Gewalt eine Chance bekommen, sich aus diesen Gewaltbeziehungen zu befreien", betonte Minister Laschet.

Seit 2003 hat das Land mehr als 500 Projekte von annähernd 50 regionalen Kooperationen mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro finanziell unterstützt. Gefördert wurden unter anderem Fachtagungen, Workshops, Fortbildungen, Broschüren und Plakate zu Themen wie Zwangsheirat, häusliche Gewalt und Gesundheit, Kinder und häusliche Gewalt sowie Stalking. Ein besonderer Augenmerk galt Projekten, die sich speziell an Frauen mit Zuwanderungsgeschichte wenden. Die Fortsetzung dieser erfolgreichen Arbeit ist auch für 2009 geplant.

Seit 2002 hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen die Ermächtigung, in Fällen häuslicher Gewalt, zum Schutz der Opfer den Täter befristet seiner Wohnung zu verweisen. Rund 20.400 Mal war die Polizei in Nordrhein-Westfalen 2007 wegen häuslicher Gewalt im Einsatz. Über 9.660 Wohnungsverweise und Rückkehrverbote verhinderten Eskalationen in den Familien. Im Vergleich dazu gab es 2002 14.300 Vorfälle und 4.894 Wohnungsverweise. Damit hat sich die Zahl der Wohnungsverweisungen seit Einführung der polizeilichen Eingriffsermächtigung verdoppelt. „Dies ist ein deutliches Zeichen, dass wir die häusliche Gewalt aus dem Dunkelfeld holen“, wertete Minister Laschet die Zahlen.

Minister Laschet hat zum Jahresbeginn den Vorsitz der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) übernommen. Bei der Konferenz am 18. und 19. Juni auf Schloss Krickenbeck in Nettetal (Kreis Viersen) werden auch Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen auf der Tagesordnung stehen.

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