Neue Wege des Aufstiegs für zugewanderte Familien

5. April 2010

Minister Armin Laschet: „Interkulturelle Arbeit in Familienzentren eröffnet neue Wege des

"Die Familienzentren sind zu Orten der Begegnung der Kulturen und der neuen Integrationschancen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geworden." Mit diesen Worten kommentierte Familienminister Armin Laschet die Ergebnisse der Studie "Interkulturelle Arbeit als Querschnittsaufgabe der Familienzentren".

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

"Die Familienzentren sind zu Orten der Begegnung der Kulturen und der neuen Integrationschancen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geworden", sagte Familienminister Armin Laschet heute (5. April 2010) anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie "Interkulturelle Arbeit als Querschnittsaufgabe der Familienzentren" in Düsseldorf. Minister Laschet: "Es ist absolut vorbildlich, dass so viele Familienzentren in Nordrhein-Westfalen mit großem Einsatz interkulturelle Aktivitäten fördern. Dadurch entsteht ein starkes Netzwerk, das Kindern und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte ganz neue Impulse für den sozialen Aufstieg liefert."

Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen:

  • Vor allem in Regionen, in denen mehr als die Hälfte der Menschen in den Familienzentren eine Zuwanderungsgeschichte haben, wie zum Beispiel im Ruhrgebiet, gehören interkulturelle Angebote in 90 Prozent der Einrichtungen zum Standard. Aber auch wenn ihr Anteil lediglich 20 bis 30 Prozent beträgt, widmen sich immerhin sechs von zehn Familienzentren dieser Aufgabe.
  • In diesen Zentren stellen erfahrene Erzieherinnen und Erzieher ein vielfältiges Angebot bereit. Beispielsweise bieten 60 Prozent aller Familienzentren Eltern-Cafés zum Erfahrungsaustausch, Babytreffs, Kleinkindgruppen und Mutter-Kind-Gruppen an. Daneben gibt es in fast jedem zweiten Familienzentrum auch Deutschkurse und in jedem vierten Familienzentrum Bildungsmöglichkeiten für zugewanderte Eltern wie zum Beispiel Veranstaltungen zur Gesundheitsförderung, Kochkurse und Computerkurse. Darüber hinaus hat jedes dritte von fünf Familienzentren eine Fachkraft, die auf Fragen der interkulturellen Öffnung und Beratung von Eltern und Fachkräften spezialisiert ist. Auch können über 60 Prozent der Familienzentren Tagesväter und Tagesmütter mit interkultureller Kompetenz vermitteln.
  • Familienzentren erreichen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besonders gut. So gehören die Zugewanderten mit 56 Prozent zur zweitgrößten Gruppe, die durch die Familienberatung unmittelbar unterstützt wurde.
  • Das Angebot findet großen Zuspruch: Über 80 Prozent der Eltern - sowohl mit als auch ohne Zuwanderungsgeschichte - sind mit dem vielfältigen Angebot der Familienzentren hoch zufrieden.

Minister Laschet: "In Nordrhein-Westfalen leben rund vier Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und jedes dritte Kind unter sechs Jahren hat mindestens einen ausländischen Elternteil. Deshalb ist eine gut vernetzte und funktionierende Infrastruktur und ein abgestimmtes Paket an Förderangeboten der Familienzentren eine zentrale Voraussetzung für mehr Chancengleichheit."

Bereits heute gibt es in Nordrhein-Westfalen mehr als 2.400 Kindertageseinrichtungen, die als Familienzentrum arbeiten. Zum 1. August 2010 werden es über 2.800 sein.

"Die Studienergebnisse bestätigen, dass unsere Instrumente greifen. Wir werden unseren Weg auch in Zukunft weiter gehen, die interkulturelle Ausrichtung der Familienzentren zu fördern", betonte Minister Laschet.

Die Studie kann unter www.paedquis.de eingesehen werden.

Weitere Informationen zu den Familienzentren (auch in türkischer, russischer und englischer Sprache) gibt es unter www.familienzentrum.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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