Minister Laschet: „Girls’ Day - keine reine Mädchensache“

23. April 2009

Minister Armin Laschet: „Girls’ Day - keine reine Mädchensache“

„Der Girls’ Day hat sich im Laufe der Jahre zu einem Meilenstein auf dem Weg zur Berufsfindung entwickelt - und zwar nicht nur für Mädchen“, sagte heute Jugendminister Armin Laschet anlässlich des Girl’s Days in Düsseldorf.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Der Girls’ Day hat sich im Laufe der Jahre zu einem Meilenstein auf dem Weg zur Berufsfindung entwickelt - und zwar nicht nur für Mädchen“, sagte heute (23. April 2009) Jugendminister Armin Laschet anlässlich des Girl’s Days in Düsseldorf. „Dieser Tag bietet die Gelegenheit, auf die Vielfalt von beruflichen Möglichkeiten hinzuweisen, die Jugendliche heute haben. Mädchen und Jungen sollen dazu ermuntert werden, ausgetretene Wege zu verlassen und sich auch für untypische Berufe zu interessieren. Mädchen können genauso gut technische und naturwissenschaftliche Berufe erlernen wie Jungen pädagogische und erzieherische.“

Zum „Girls’ Day - Mädchen Zukunftstag“ hat Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich eine Gruppe von Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren im Jugendministerium empfangen. Die Mädchen hatten hier die Möglichkeit „Roberta“ kennenzulernen, einen Roboter, der vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde. Unterstützt wurde die Mädchengruppe aus der Jugendfreizeiteinrichtung ‚Kinderspielhaus Düsseldorf’ dabei von Frau Dr.-Ing. Andrea Dederichs, Lehrbeauftragte des Fachbereichs Mechatronik & Maschinenbau an der Hochschule Bochum, zwei ihrer Mechatronik-Studentinnen und Schülerinnen der Roberta AG des Haranni-Gymnasiums in Herne.

Die Jungen informierten sich via Interviews über den Arbeitsalltag von Männern, die sich außerhalb von klassischen Männerberufen bewegen. Begleitet wurden die Jungen dabei von ihren Betreuern von Coach e.V., einer Kölner Initiative für Bildung und Integration von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Jungengruppe führt zudem ein Modellprojekt im Rahmen der „Landesinitiative Jungenarbeit NRW“ zu Fragen des Übergangs von der Schule in den Beruf durch. Abschließend wurden Erfahrungen und Erkenntnisse in den beiden Gruppen ausgetauscht.

„Grundsätzlich existieren keine Zugangs- und Chancenunterschiede zwischen Mädchen und Jungen“, so Staatssekretärin Gierden-Jülich. „Alle Ausbildungsberufe und Studiengänge stehen theoretisch allen offen. Viele junge Frauen haben hochwertige Schulabschlüsse und gute Noten. Und dennoch nutzen Mädchen diese vielfältigen beruflichen Möglichkeiten auch heute in aller Regel noch nicht aus.“ So finden sich über 30 Prozent der jungen Mädchen in nur fünf Ausbildungsberufen wieder: Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau, Friseurin, Verkäuferin, Medizinische Fachangestellte. Unter den zehn am häufigsten von jungen Frauen neu besetzten Berufe kommen technisch orientierte Berufe und IT-Berufe nicht vor.

Auch Jungen orientieren sich häufig an tradierten Männerrollen und blenden damit einen Teil von interessanten Berufen von vornherein aus. „Unser Ziel ist die Flexibilisierung geschlechtstypischer Rollenbilder. Wir möchten Jugendliche dazu anregen, sich mit männlichen und weiblichen Rollenklischees auseinanderzusetzen, und sie dazu ermutigen, eigene Wünsche und Stärken zu entwickeln“, so die Staatssekretärin.

Frauen wählen eher einen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengang, wenn dieser fächerübergreifend und gendersensibel ausgerichtet ist. Dafür sprechen erste Ergebnisse einer europaweiten Analyse, die im Auftrag des Frauenministeriums erstellt worden ist. In Nordrhein-Westfalen zeichnen sich gleich mehrere Universitäten und Fachhochschulen durch besonders hohe Frauenanteile in diesen Studiengängen aus und liegen damit deutlich auch über dem Bundesdurchschnitt.

Mit einem Frauenanteil von 33,2 Prozent an den Studierenden im Bauingenieurwesen liegt die Universität Dortmund deutlich über dem Durchschnitt (Land: 22,7 Prozent, Bund 23,2 Prozent). Im Studienfach Elektrotechnik nimmt die Fachhochschule Köln mit 15,4 Prozent im Vergleich zu 7,6 Prozent (Land) und 8,3 Prozent (Bund) eine Spitzenstellung ein. An der Fachhochschule Niederrhein studieren 57,6 Prozent Frauen Maschinenbau, einen Studiengang, der sich aus Textil- und Bekleidungstechnik zusammensetzt. Der Anteil der Studienanfängerinnen im Fach Physik ist an den Universitäten Paderborn und Bochum sowie an der Fachhochschule Aachen mit jeweils 30 Prozent am höchsten (Land: 21,3 Prozent; Bund: 21,1 Prozent).

 

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