Perspektiven: Minister eröffnet Ringvorlesung „Migration und Bildung“

20. April 2010

Minister Armin Laschet eröffnet Ringvorlesung „Migration und Bildung“ an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf: „Aufstieg durch Bildung muss wieder möglich werden“

"Wenn wir den Menschen Aufstiegsperspektiven bieten wollen, müssen wir Bildung und Integration sowie Politik und Wissenschaft noch enger zusammenbringen", sagte Integrationsminister Armin Laschet im Rahmen der Ringvorlesung "Migration und Bildung".

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

"Wenn wir den Menschen Aufstiegsperspektiven bieten wollen, müssen wir Bildung und Integration sowie Politik und Wissenschaft noch enger zusammenbringen", sagte Integrationsminister Armin Laschet heute (20. April 2010) im Rahmen der Ringvorlesung "Migration und Bildung" der Abendakademie des Instituts für Internationale Kommunikation an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf. Der Minister wird ab 17.30 Uhr als erster Gastdozent der Ringvorlesung über seine Vor­stellungen zur "Aufsteigerrepublik" referieren. Der Vortrag findet im Uni­versitätsgebäude 23.01 auf der Universitätsstraße im Hörsaal 3D statt.

Was bedeutete es in den 1950er und 60er Jahren für ein "katholisches Arbeitermädchen vom Lande", Bildung, Aufstieg und Emanzipation realisieren zu wollen? Das beschreibt der Minister eindringlich anhand der autobiografischen Erzählung der Schriftstellerin Ulla Hahn. Ihre Romane "Das verborgene Wort" und "Aufbruch" vermitteln in lite­rarischer Form, was Pädagogen und Soziologen Mitte der 1960er Jahre als "Bildungskatastrophe" diagnostizierten. Bildungszugänge und Auf­stiegskanäle waren für viele verschlossen. Laschet: "Heute sind es nicht mehr die katholischen Mädchen vom Lande, vielmehr lautet heute die Kurzdiagnose der Bildungsbenachteiligung: 'migrantisch, männlich, städtisch'."

Wer heutzutage in der zweiten oder dritten Generation den Aufstieg realisiert, der schafft es wider alle Wahrscheinlichkeit. "Doch in 20 Jahren müssen die heutigen Kinder und Jugendlichen mit Zuwan­derungsgeschichte unser Land maßgeblich tragen und gestalten. Das geht nur, wenn wir heute neue und bessere Leitern und Geländer installieren, die Bildungserfolge und sozialen Aufstieg unterstützen und ermöglichen. Kurz: Aufstieg muss wieder durch Bildung möglich werden. Wir können nicht auf Zufälle setzen", so Laschet.

Eine Grundvoraussetzung ist eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wissenschaft. Minister Laschet verdeutlicht dies am Bereich der Bil­dungsforschung: "Erst seit Kurzem wissen wir durch die Die Sinus-Milieu-Studie Fundiertes über die verschiedenen Milieus der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Nun ist es von zentraler Bedeutung, Genaues über die Bildungsmilieus und Bildungszugänge in Bezug auf die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu erfahren." Hier fehle es an entsprechender Forschung, sagte der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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