Internationale Fachtagung „Inventur Migration"

22. Juni 2009

Minister Armin Laschet eröffnet internationale Fachtagung „Inventur Migration“: „Wir brauchen eine gemeinsame Erinnerungskultur“

„Die Geschichte der Zuwanderung ist die Geschichte aller hier lebenden Menschen. Nur mit einer gemeinsamen Identität können wir die Zukunft unserer Gesellschaft erfolgreich gestalten. Dafür brauchen wir eine ge­meinsame Erinnerungskultur“, sagte Integrationsminister Laschet auf der Eröffnung der internationalen Fachtagung „Inventur Migration“.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Die Geschichte der Zuwanderung ist die Geschichte aller hier lebenden Menschen. Nur mit einer gemeinsamen Identität können wir die Zukunft unserer Gesellschaft erfolgreich gestalten. Dafür brauchen wir eine ge­meinsame Erinnerungskultur“, sagte Integrationsminister Armin Laschet heute (22. Juni 2009) auf der Eröffnung der internationalen Fachtagung „Inventur Migration“ in Oberhausen. Die Veranstaltung des Dokumenta­tionszentrums und Museums über die Migration in Deutschland e.V. (DOMiD) wurde in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland, LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Puhlheim, durchgeführt.

In der 60-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind 54 Jahre von Einwanderung geprägt. Für Nordrhein-Westfalen gilt dies ganz besonders. Nach langjährigen Diskussionen in allen demokratisch politischen Parteiern ist heute klar: Deutschland ist eine Einwande­rungsgesellschaft. „Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass diese Erkennt­nis vom Kopf in den Bauch wandert“, forderte Laschet. Besonders dafür geeignet ist der Zugang über die Alltagskultur. Das Archiv des DOMiD hat hier eine ganz besondere Stärke.

Die Geschichten von nebenan sind das authentische Gedächtnis einer Gesellschaft und machen Historisches erfahrbar. So kann es gelingen, die Geschichte der Zuwanderung als Erfolgsgeschichte zu erzählen. „Die Menschen, die als Arbeiterinnen und Arbeiter zu uns gekommen sind, haben einen großen Beitrag zum Erfolg unseres Landes geleistet. Das müssen wir sichtbar machen“, betonte der Minister. „Gerade ihren Kindern und Enkelkindern können wir mit der Anerkennung dieser Leis­tungen eine Brücke in die Gesellschaft bauen.“

An der Tagung nahmen Expertinnen und Experten aus Museen, Archi­ven und Universitäten teil. Ziel der Tagung war die Erarbeitung von Kri­terien für die Erstellung eines Inventarverzeichnisses zur Migration. Der nächste Schritt ist die Erstellung eines Konzeptes für ein entsprechen­des Pilotprojekt im Rheinland.

DOMiD e.V. widmet sich den historischen Fragen und Folgen der Zu­wanderung nach Nordrhein-Westfalen bzw. Deutschland. Durch Aus­stellungen, Seminare, den Recherchemöglichkeiten im Archiv und wei­teren Projekten soll das historische Gedächtnis der Zuwanderungsge­sellschaft sichtbar und erfahrbar gemacht werden.

Mit der bisherigen erfolgreichen Arbeit hat sich DOMiD große Anerken­nung erworben. Der Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2008 sichert den Ausbau und Fortbestand des Archivs. Der Verein wird unter anderem von der Stadt Köln, dem Landschaftsverband Rheinland und der Lan­desregierung Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt.

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