Minister Laschet: „Deutsche Islam­konferenz ist ein Meilenstein“

25. Juni 2009

Minister Armin Laschet: „Deutsche Islam­konferenz ist ein Meilenstein“ - Plädoyer für einen Fortsetzung

Anlässlich des heute in Berlin stattfindenden 4. Plenums der Deutschen Islam Konferenz betonte der nordrhein-westfälische Integrations­minister Armin Laschet die Notwendigkeit des Dialogs mit den in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen lebenden Muslimen.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Anlässlich des heute in Berlin stattfindenden 4. Plenums der Deutschen Islam Konferenz (DIK) betonte der nordrhein-westfälische Integrations­minister Armin Laschet die Notwendigkeit des Dialogs mit den in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen lebenden Muslimen.

„Bundesinnenminister Schäuble hat mit der Einberufung der Deutschen Islam Konferenz vor drei Jahren einen Meilenstein gesetzt und den in unserem Land lebenden Muslimen ein klares Willkommenssignal ge­sendet. Die Deutsche Islam Konferenz hat nicht nur Staat und Muslime miteinander ins Gespräch gebracht, sondern auch eine innerislamische Auseinandersetzung in Bewegung gesetzt“, so Minister Laschet.

Die vom Plenum der Islamkonferenz in Auftrag gegebene Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ würdigte Minister Laschet als weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem geklärten Verhältnis zwischen dem Staat und den hier lebenden Menschen islamischen Glaubens. „Nordrhein-Westfalen hat dieses Vorhaben von Beginn an unterstützt. In Absprache mit Bundesinnenminister Schäuble haben wir eine Sonderuntersuchung der Situation der Muslime in Nordrhein-Westfalen veranlasst. Nordrhein-Westfalen ist das Land mit den meisten Muslimen. Hier befinden sich die Zentralen der wichtigsten musli­mischen Organisationen. Deshalb ist es für uns wichtig, mehr über die Zahl, die Binnenstruktur und die Meinungen und Haltungen der Muslime bei uns zu erfahren“, so Laschet. Die ersten vorläufigen Zahlen unter­mauern die Ergebnisse der Hauptstudie. Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Muslime beläuft sich demnach auf 1,3 bis 1,5 Mil­lionen Muslime, von denen 80 Prozent dem sunnitischen Islam ange­hören.

Weil für Nordrhein-Westfalen eine Zusatzerhebung erforderlich war, werden die endgültigen landesspezifischen Ergebnisse nicht vor Ende Juli vorliegen. „Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse“, sagte der Integrationsminister. „Ich weiß um das große Interesse der Politik und auch der Öffentlichkeit an diesem Thema. Die Erkenntnisse der wissen­schaftlichen Studie werden uns auf dem Weg zu einer pragmatischen und sachlichen Islampolitik weiterhelfen.“

Ein zentrales Ergebnis der bereits vorliegenden Bundesergebnisse ist die bisher unterschätzte Zahl der in Deutschland lebenden Muslime, die sich nach der aktuellen Hochrechnung auf 3,8 bis 4,3 Millionen Muslime beläuft. „Diese Zahl steht dafür, dass 5 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung dem Islam angehören. Die Hälfte der Muslime besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist sicherlich noch stei­gerungsfähig“, so der Integrationsminister.

Der Bekanntheitsgrad der islamischen Dachverbände fällt relativ gering aus, ebenso fühlt sich nur eine Minderheit der Muslime von den Dach­organisationen vertreten. Da es im Islam keine kirchenähnliche Insti­tution gibt, sind Muslime in Deutschland meist in Form eingetragener Vereine organisiert. Hinsichtlich der Einführung des islamischen Religionsunterrichts fehlen den Ländern daher repräsentative An­sprechpartner. Minister Laschet ist dennoch der Ansicht: „Wir haben muslimischen Schülerinnen und Schülern gegenüber eine Verantwor­tung. Daher bedarf es einer vorläufigen Lösung zur baldigen Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften unter deutscher Schulaufsicht.“

Der Dialog mit dem Islam bleibt in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein bedeutendes Thema der Landespolitik.

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