Minister Laschet: „Die Zukunft der Gesellschaft des langen Lebens schon heute gestalten“

12. November 2009

Minister Armin Laschet beim Industrie-Club: „Die Zukunft der Gesellschaft des langen Lebens schon heute gestalten“

Generationenminister Armin Laschet fordert eine Diskussion über „Chancengerechtigkeit im Alter und neue Formen der Solidarität in den Städten und Gemeinden des Landes“. „Unsere heutige Gesellschaft des langen Lebens ist eine nie dagewesene Chance für unser Land“, sagte er auf der Veranstaltung „Engagiert altern in Deutschland – Gegenwart und Zukunft“.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Unsere heutige Gesellschaft, die Gesellschaft des langen Lebens, ist eine nie dagewesene Chance für unser Land. Damit alle Älteren daran teilhaben können, müssen wir jetzt über Chancengerechtigkeit im Alter und neue Formen der Solidarität in den Städten und Gemeinden des Landes diskutieren“, sagte Generationenminister Armin Laschet heute (12. November 2009) in Düsseldorf auf der Veranstaltung „Engagiert altern in Deutschland - Gegenwart und Zukunft“ im Rahmen der dies­jährigen Verleihung der SENECA-Medaille des Industrie-Clubs für Altersforschung.

Die Kennzeichen der demografischen Entwicklung sind klar: Nordrhein-Westfalen wird - wie viele europäische Regionen - weniger, älter und bunter. Die wesentlichen Eckpunkte der Entwicklung sind:

  1. Während heute in Nordrhein-Westfalen rund 18 Millionen Men­schen leben, werden es 2050 noch rund 16,2 Millionen Menschen sein, ein Rückgang, der in etwa der derzeitigen Einwohnerzahl von Bonn, Düsseldorf und Köln zusammen entspricht.
  2. Die durchschnittliche Lebenserwartung wird im Jahr 2050 bei über 90 Jahren liegen.
  3. Die wirtschaftliche Situation der Älteren hat sich innerhalb einer Generation drastisch geändert: Wurde noch Ende der 70er Jahre Alter häufig mit Armut verbunden, gehört die heutige Generation der 60plus zu den Wohlhabenden unserer Gesellschaft. Noch nie zuvor waren Einkommen und Vermögen der Älteren so hoch wie heute.
  4. Die Zahl der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wächst – in ganz Europa. Ihre Zahl wird künftig signifikant steigen. In Nordrhein-Westfalen gibt es zur Zeit 650.000 Menschen über 60 Jahre mit Zuwanderungsgeschichte, in fünf Jahren werden es 50.000 mehr sein.

Zwar ist der demografische Wandel inzwischen ein breit diskutiertes Thema, doch steht die gesellschaftliche Debatte über die notwendigen Konsequenzen erst am Anfang. Minister Laschet: "Wenn die heute 60jährigen 20 bis 30 Jahre Lebenserwartung oder mehr haben, dann brauchen wir eine an den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität orientierte Diskussion über die Gestaltung der Gesellschaft des langen Lebens! Wir müssen in unserer Gesellschaft die Rahmen­bedingungen dafür schaffen, dass Ältere ihre unterschiedlichen Wün­sche zur Lebensgestaltung realisieren können und sich so die Vielfalt und der intellektuelle und kulturelle Reichtum der Älteren - zum Nutzen aller - entfalten kann."

Bei der Chancengerechtigkeit gehe es darum, ob alle Älteren gleicher­maßen an den kulturellen Gütern unserer Gesellschaft, an den Produk­ten und Dienstleistungen teilhaben und diese für ihre ganz individuelle Gestaltung nutzen könnten. Das Prinzip der Solidarität meine, dass neben ausreichend solidarisch gesicherten Alters- und Sozialver­sicherungen vor allem in den Städten und Gemeinden neue Formen des innerstädtischen Interessenausgleichs und des intergenerativen und interkulturellen Miteinanders erarbeitet, neue Formen der Generationen­solidarität zwischen Älteren und Jüngeren entwickelt und gelebt werden müssen, so Laschet.

Das Generationenministerium wird zusammen mit den Kommunalen Spitzenverbänden im nächsten Jahr einen europaweiten Wettbewerb zu guten Ideen des aktiven Alterns und der Integration - auch von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - in den Städten und Gemein­den durchführen. Experten aus ganz Europa werden zudem eingeladen, gemeinsam ein Konzept zur Chancengerechtigkeit im Alter zu ent­wickeln. Beide Ergebnisse will das Ministerium im Vorfeld des bevor­stehenden Europäischen Jahres des Aktiven Alterns 2012 den euro­päischen Institutionen vorstellen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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