13. Jahreskonferenz der Herbert-Quandt-Stiftung

19. November 2009

Minister Armin Laschet bei 13. Jahreskonferenz der Herbert-Quandt-Stiftung: „Medien wichtige Plattform für den interkulturellen Dialog“

„Ob die Integration der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gelingt, hängt auch von der Sensibilität der Medien und Medienmacher in ihrer Rolle als Sprachrohr und Unterstützer der gesellschaftlichen Integration ab“, sagte Integrationsminister Armin Laschet bei der 13. Jahreskonferenz „Trialog der Kulturen“ der Herbert-Quandt-Stiftung.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Das macht sie zu einer der Schlüsselaufgaben für die kommenden Jahrzehnte. „Ob die Integration der Menschen mit Zuwanderungs­geschichte gelingt, hängt auch von der Sensibilität der Medien und Medienmacher in ihrer Rolle als Sprachrohr und Unterstützer der gesellschaftlichen Integration ab. Das gilt für deutsche Medien genauso wie für heimatsprachliche Medien in Deutschland“, sagte Integrations­minister Armin Laschet heute (19. November 2009) bei der 13. Jahres­konferenz „Trialog der Kulturen“ der Herbert-Quandt-Stiftung in Bad Homburg.

Die Vielfalt der Kulturen und Religionen in Deutschland nimmt zu. Bereits heute leben in Nordrhein-Westfalen Menschen mit familiären Wurzeln in mehr als 180 Ländern. Fast ein Viertel aller Einwohnerinnen und Einwohner Nordrhein-Westfalens hat eine Zuwanderungsge­schichte. „Wer diese gesellschaftliche Gruppe ausblendet, der wird langfristig vor erheblichen Problemen stehen. Das gilt für die Politik, für die Wirtschaft, aber auch für die Medienwelt“, betonte Laschet.

Der Minister fügte hinzu: „Allein kann Politik die integrationspolitischen Herausforderungen nicht bewältigen. Die Medien sind hier ein bedeut­samer Partner. Denn durch ihre Inhalte - seien sie in Ton, Bild oder Text - bilden diese eine wichtige Plattform für den interkulturellen Dialog.“

Laschet betonte zudem die Bedeutung von Sprache und Bildung in der Mediengesellschaft, in der Medienkompetenz eine Grundvoraussetzung sei. Das Integrationspotenzial der einheimischen Medien hinge dabei auch von dem Erlernen der Sprache des Aufnahmelandes und der Förderung von Integration durch Bildung ab.

Der Minister verwies in diesem Kontext auch auf das Kinderbildungs­gesetz („KiBiz“) mit dem die Sprachförderung in Kindertageseinrich­tungen zu einem gesetzlichen Auftrag gemacht wurde: „Von dieser Maßnahme profitieren Kinder mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Aber davon profitiert auch die Gesellschaft, weil sie die Potenziale stärkt, die in der Lese- und Kommunikationsfähigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger liegen.“

Im Jahr 1996 hat die Herbert Quandt-Stiftung den Trialog der Kulturen ins Leben gerufen. Für die Jahre 2007 bis 2009 steht das Thema „Medien als Brücke zwischen den Kulturen“ im Zentrum. Die diesjährige Konferenz steht unter dem Titel „Migranten als Zielgruppe? Medien­rezeptionsforschung und Chancen der Programmplanung für die mediale Integration“.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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