Milliarden-Schaden durch Wirtschaftsspionage

24. März 2009

Milliarden-Schaden durch Wirtschaftsspionage / Minister Dr. Ingo Wolf: Verfassungsschutz bekämpft Know-how-Klau in Unternehmen

Jeder fünfte Betrieb in Deutschland verfüge über international wettbewerbsfähige Produkte oder Dienstleistungen und sei damit ein potentielles Opfer von Wirtschaftsspionage. Davor warnte Innenminister Ingo Wolf anlässlich des 2. Wirtschaftsschutztages im Innenministerium in Düsseldorf.

Das Innenministerium teilt mit:

Deutsche Unternehmen werden im internationalen Vergleich besonders häufig ausspioniert. „Immerhin jeder fünfte Betrieb in Deutschland ver­fügt über international wettbewerbsfähige Produkte oder Dienstleistungen und ist damit ein potentielles Opfer“, warnte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (24. März 2009) anlässlich des 2. Wirtschaftsschutztages im Innenministerium in Düsseldorf. Dabei werde der Know-how-Abfluss von den Unternehmen oft gar nicht bemerkt. Die Dunkelziffer ist nach Ansicht aller Fachleute hoch. „Ideen, Know-how, Forschung, Entwick­lung und Produkte sind die Substanz eines jeden Unternehmens“, be­tonte der Innenminister.

Von Wirtschaftsspionage werden besonders Branchenführer und Firmen mit herausragendem Know-how bedroht. Als „attraktive Ausforschungs­ziele“ gelten Schlüsselsparten wie Maschinenanlagebau, Energie und Rüstung, aber auch Entwicklungsabteilungen von Pharma- und Soft­warefirmen sowie der Verkehrssektor. „Die Angreifer verursachen zum Teil  Existenz bedrohende Schäden“, sagte der Innenminister. Allein der deutsche Zoll beschlagnahmte 2008 Plagiate im Wert von fast 436 Milli­onen Euro. Durch die Zollbeamten der europäischen Mitgliedstaaten sind 2007 fast 79 Millionen gefälschte Warenartikel sichergestellt wor­den. „Experten schätzen den Plagiat-Schaden für Hersteller in Deutsch­land auf jährlich 30 Milliarden Euro“, sagte Wolf.

Auf dem Wirtschaftsschutztag klären Experten über die aktuelle und künftige Bedrohungslage auf und informieren über die Angriffsmethoden der Täter. Die Veranstaltung ist Bestandteil der Aktionswoche zur „Produkt- und Markenpiraterie“ und findet nach ihrer Premiere im Jahr 2006 nun zum zweiten Mal statt. „Die Reaktionen auf unseren ersten Wirtschaftsschutztag haben deutlich gemacht, dass auch die Unternehmen erkannt haben, dass sie noch aktiver gegen Wirtschaftskriminalität und -spionage angehen müssen“, unterstrich Wolf. „Nordrhein-Westfalen ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Die Spionageabwehr unseres Verfassungsschutzes trägt dazu bei, dass das auch so bleibt.“

 

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