Dialogoffensive: "Wirtschaft und Behinderung"

25. Oktober 2010

Menschen mit Behinderung: Mitleids- oder Wirtschaftsfaktor? Landes­behindertenbeauftragter Norbert Killewald fordert Aufbruch in inklusive Gesellschaft

Der Landesbehindertenbeauftragte hat eine Dialogoffensive zum Thema „Wirtschaft und Behinderung“ angekündigt. Im Gespräch mit Akteuren der Behindertenpolitik forderte er den Aufbruch in eine inklusive Gesellschaft. Dazu gehöre ein offener und gleichberechtigter Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung.

Der Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Mit der UN-Behindertenrechtskonvention wurde ein Schlusspunkt unter wohlgemeintes Gutmenschentum ohne konkrete Folgen und den immer noch weit verbreiteten Fürsorgegedanken gesetzt. Die jetzt verbindlich geltende Inklusion bedeutet Kommunikation und Teamarbeit sowie ei­nen offenen und gleichberechtigten Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung. Zu diesem fairen Miteinander gehört, dass in der Behindertenpolitik erreichbare Ziele gemeinsam erarbeitet und konse­quent umgesetzt werden. Wir brauchen lebensnahe Lösungen, die alle Menschen mit einbeziehen und ihnen gerecht werden. Der Koalitions­vertrag der Landesregierung sagt Inklusion zu und ich werde mit dafür Sorge tragen, dass dieses Versprechen auch eingelöst wird.“ Dies er­klärte der nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald heute im Rahmen einer Dialogveranstaltung, zu der er Akteure der nordrhein-westfälischen Behindertenpolitik eingeladen hatte. An der Veranstaltung nahmen ebenfalls die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann und Sozialminister Guntram Schneider teil.

Der Landesbehindertenbeauftragte kündigte in diesem Zusammenhang eine Dialogoffensive zum Thema „Wirtschaft und Behinderung“ an. Norbert Killewald: „Menschen mit Behinderung werden oft als reine Leistungsempfänger gesehen. Das ist grundlegend falsch. Messen wie die Rehacare in Düsseldorf lassen ahnen, welche Wirtschaftskraft und wie viele Arbeitsplätze mit dem Thema „Behinderung“ verknüpft sind. Eine konkrete Marktbeschreibung, zu der ich bereits die Hauptakteure eingeladen habe, wird dies verdeutlichen und neues Entwicklungspo­tential erschließen.“

Derzeit leben in Nordrhein-Westfalen rund 2,3 Millionen Menschen mit Behinderung, darunter sind mehr als 1,6 Millionen Schwerbehinderte.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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