Meistergründerprämie: Arbeitslose besser in die Selbstständigkeit

7. Juli 2010

Meistergründungsprämie hilft zunehmend Arbeitslosen in die Selbstständigkeit

Immer mehr Handwerksmeisterinnen und -meister nutzen aus einer Arbeitslosigkeit heraus die Meistergründungsprämie für ihren Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Anteil liegt in diesem Jahr bei 63 Prozent der Förderfälle. Insgesamt bleibt die Nachfrage nach dieser Starthilfe groß.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Immer mehr Handwerksmeisterinnen und -meister nutzen aus einer Arbeitslosigkeit heraus die Meistergründungsprämie des Landes Nordrhein-Westfalen für ihren Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Anteil liegt in diesem Jahr bei 63 Prozent der Förderfälle. Insgesamt bleibt die Nachfrage nach dieser Starthilfe groß.

Bis zum 30. Juni hat die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH), die das Programm im Auftrag des Landes abwickelt, 384 Prämien ausgezahlt. Das ist exakt die gleiche Zahl wie im ersten Halbjahr 2009. „Wir haben also Grund zum Optimismus, dass wir auch in diesem Jahr wieder das gute Ergebnis von deutlich über 700 unterstützten Gründungen im Handwerk erreichen“, zog Wirtschaftsministerin Christa Thoben Zwischenbilanz. „Das ist gut für die Wirtschaft und die Verbraucher, es ist aber auch gut für den Steuerzahler. Schließlich ist das Programm nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch überaus kostengünstig.“

Stellten im langjährigen Mittel (2007 bis 2009) gut 51 Prozent der Meisterinnen und Meister ihren Förderantrag aus einer zeitweiligen Arbeitslosigkeit heraus, sind es im ersten Halbjahr 2010 63 Prozent gewesen. Der Anteil bei den Männern liegt bei 64,5 Prozent, der bei den Frauen bei 55 Prozent. In der Vergleichsperiode hatte sich nahezu kein Unterschied zwischen den Geschlechtern ergeben.

Insgesamt bleibt die Quote der weiblichen Existenzgründer mit 22 Prozent erfreulich hoch. Sie liegt damit über dem Anteil der Frauen an den Meisterprüfungen. Es sei „sehr erfreulich, wie viele junge Frauen die Gründungsprämie nutzen, um sich den Weg in die Selbstständigkeit zu ebnen“, meinte Ministerin Thoben.
Unverändert sind die Angaben der Gründerinnen und Gründer, was die von ihnen geplanten Arbeitsplätze betrifft: 2,4 Stellen wollen sie im Durchschnitt schaffen oder erhalten. Nach Ablauf von drei Jahren, wenn von der LGH über den Erfolg der Förderung entschieden wird, sind im Mittel jedoch schon 3,8 Arbeitsplätze vorhanden. Im langjährigen Trend, den die LGH durch ihre regelmäßige Gründerforschung ermittelt, schaffen die Jungunternehmer sogar mehr als vier Arbeitsplätze (plus ihrem eigenen). In den gut 15 Jahren seit Einführung des Förderprogramms sind damit deutlich über 67.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden.
Unter den im Schnitt gut vier Arbeitsplätzen pro Förderfall sind dank des hohen und sehr früh einsetzenden Engagements der Firmen in Sachen Ausbildung immerhin 0,7 Auszubildende.

Die Meistergründungsprämie fördert Meister und Meisterinnen in Handwerk, die sich selbstständig machen, einen Betrieb übernehmen oder sich an einem bestehenden Unternehmen mit mindestens 50 Prozent beteiligen. Der Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro ist an eine Mindestinvestitionssumme (20.000 Euro bei Frauen, 25.000 Euro bei Männern) geknüpft. Außerdem soll die Förderung der Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen dienen: Bei Betriebsgründung oder Beteiligung müssen die Geförderten nach drei Jahren nachweisen, ob sie sozialversicherungspflichtige Arbeit für insgesamt wenigstens 24 Monat geschaffen haben. Wird ein Betrieb übernommen, so müssen die vorhandenen Arbeitsplätze mindestens zwölf Monate erhalten bleiben.

Ansprechpartner für weiterführende Fragen ist:
Harald Siebert, Referent für Öffentlichkeitsarbeit Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V.
Tel.: 0211/ 30 10 8-321; E-Mail: siebert@lgh.de. Er kann Ihnen auch (ab dem 12.7.) regionalisierte Daten über das Fördervolumen in Ihren Verbreitungsgebieten zur Verfügung stellen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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