Mehr als 16 Millionen Euro für sechs Fortschrittskollegs NRW

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
30. März 2016

Mehr als 16 Millionen Euro für sechs Fortschrittskollegs NRW – Ministerin Schulze nennt die neuen Gewinner

Wissenschaftlichen Nachwuchs schaut über Tellerrand der eigenen Disziplin

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat die sechs Gewinner der zweiten Ausschreibungsrunde im Förderprogramm „Fortschrittskollegs NRW” bekanntgegeben.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat die sechs Gewinner der zweiten Ausschreibungsrunde im Förderprogramm „Fortschrittskollegs NRW” bekanntgegeben. Bei ihrer Entscheidung folgte sie den Empfehlungen einer Gutachterjury unter Leitung von Professor Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag.
 
„Die Fortschrittskollegs verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auf neue Art. Promovierende lernen so bereits früh die Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin erhöht die Chancen, Lösungen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern“, sagte Ministerin Schulze. In den ausgewählten Fortschrittskollegs arbeiten Doktorandinnen und Doktoranden in inter- und transdisziplinären Forschungsumfeldern an komplexen Fragestellungen.

Die sechs Fortschrittskollegs werden über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit 2,72 Millionen Euro je Kolleg vom MIWF gefördert, insgesamt also 16,32 Millionen Euro. Die Förderung beginnt am
1. Juli 2016.

Bereits im Sommer 2014 sind sechs Fortschrittskollegs mit gutem Erfolg gestartet. Die Arbeit in einem Fortschrittskolleg erfordert von allen Beteiligten eine große Offenheit und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Den damit verbundenen Mehraufwand nehmen die Kollegiatinnen und Kollegiaten gerne auf sich. Sie bewerten die Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Disziplinen und mit Partnern aus der Praxis für ihre persönliche Entwicklung als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler sehr positiv.

Das Programm ist Bestandteil von „Fortschritt NRW“, der Forschungsstrategie des Landes NRW. Diese Strategie ist auf Forschung für nachhaltige Entwicklung auf den Feldern der großen Zukunftsfragen ausgerichtet: Klimaschutz, Energieversorgung und Mobilität ebenso wie Ernährung, Gesundheit und soziale Sicherheit. Ziel ist dabei stets, die Lebenswelt der Menschen spürbar zu verbessern.
 
Ausgewählt wurden sechs Fortschrittskollegs zu den Themen:

  • ACCESS! Welche Mobilität können/wollen/müssen/dürfen/ werden wir uns zukünftig leisten?
    RWTH Aachen
  • VERBUND.NRW – Ressourceneffizienzsteigerung beim Einsatz von Verbundwerkstoffen und -konstruktionen im Bauwesen
    RWTH Aachen und Fachhochschule Münster
  • FlüGe – Herausforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung in Deutschland
    Universität Bielefeld
  • RePliR – Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region
    Universität Bochum und Universität Münster
  • SecHuman – Schöne neue Welt: Sicherheit für Menschen im Cyberpace
    Universität Bochum, Technische Universität Dortmund und Fachhochschule Dortmund
  • One Health und urbane Transformation – Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen. Der Wandel gesundheitsbezogener Systeme des Ruhrgebiets im Vergleich zu Metropolregionen in Südamerika, Afrika und Asien
    Universität Bonn, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und United Nations University – Institute for Environment and Human Security Bonn

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