Medienminister startet neuartiges funkgestütztes Internet-Pilotprojekt

9. November 2009

Medienminister Krautscheid startet neuartiges funkgestütztes Internet-Pilotprojekt / Kooperation zwischen Landesregierung, WDR, Landesanstalt für Medien und Vodafone

Medienminister Andreas Krautscheid hat heute im sauerländischen Herscheid (bei Lüdenscheid) den Testbetrieb eines Mobilfunksystems der vierten Generation gestartet. Mit dieser neuen Funktechnologie „Long Term Evolution“ (LTE) kann künftig ein flächendeckender und leistungsfähiger Internetzugang im ländlichen Raum gewährleistet werden.

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:

Medienminister Andreas Krautscheid hat heute im sauerländischen Herscheid (bei Lüdenscheid) den Testbetrieb eines Mobilfunksystems der vierten Generation gestartet. Mit dieser neuen Funktechnologie „Long Term Evolution“ (LTE) kann künftig ein flächendeckender und leistungsfähiger Internetzugang im ländlichen Raum gewährleistet werden. Dabei werden europaweit erstmalig Frequenzen genutzt, die durch die Digitalisierung der Fernsehübertragung frei geworden sind (Digitale Dividende). Das Pilotprojekt ist eine Kooperation zwischen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der Landesanstalt für Medien (LfM), dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und Vodafone, die auf Initiative des Medienministers zustande gekommen ist.

Minister Krautscheid: „Wir schreiben am Sender Nordhelle ein Stück Mobilfunk-Geschichte. Denn erstmalig wird die zukunftsweisende Technologie LTE unter realen Bedingungen auf einer ehemaligen Fernsehfrequenz getestet. Dadurch können wir einerseits die noch offenen technischen Fragen zügig klären und andererseits die schnelle Internetversorgung der ländlichen Gebiete vorbereiten. Die Landesregierung unterstützt mit oberster Priorität alle Projekte, die die ländliche Internetversorgung nach vorne bringt.“

Durch das Drücken eines symbolischen roten Knopfes startete Minister Krautscheid gemeinsam mit Dr. Jürgen Brautmeier (Stellvertreter des Direktors der LfM), Heinz-Joachim Weber (Direktor Produktion und Technik, WDR) und Thomas Ellerbeck (Vorstandsmitglied Vodafone) die Datenübertragung zwischen den ersten Geräte-Prototypen. Ziel des Pilotbetriebs zum schnellen Funkinternet sind Erkenntnisse über die Verbreitung von Medieninhalten und über mögliche Störpotentiale gegenüber anderen Funksystemen, wie zum Beispiel dem Rundfunk sowie Informationen über Reichweite und Leistungsfähigkeit der LTE-Technologie.

Dr. Jürgen Brautmeier: „Wir freuen uns an dem Projekt teilzunehmen, weil so auch die Interessen des Rundfunks berücksichtigt werden und wir ermitteln können, wo weitere Abklärungen notwendig sind. Unser Ziel ist dabei klar: Wir möchten, dass der Rundfunk einen weiteren technisch ausgereiften Verbreitungsweg erhält.“

Heinz-Joachim Weber, WDR-Direktor Produktion und Technik: „Natürlich ist uns zu allererst wichtig, dass die neue Technik bei unserem Publikum den Fernsehempfang nicht stört. Das Internet wird aber auch immer wichtiger als Verbreitungsweg für unsere Sendungen. Und schließlich kann ein mobiler Internetzugang mit hohen Datenraten uns bei der technischen Abwicklung unserer aktuellen Berichterstattung helfen.“

LTE ermöglicht fünf- bis zehnmal schnellere Datenübertragungsraten als bisherige Mobilfunktechniken. Konkret sind bis 100 Megabit pro Sekunde in einer Funkzelle möglich. LTE setzt komplett auf das Internet-Protokoll und nutzt damit die vorhandenen Kapazitäten wesentlich effektiver. Außer für die Sprachkommunikation (Voice over IP) kann LTE auch für schnelle, kabellose Internet-Verbindungen und für den mobilen Abruf von TV und Radio-Sendungen genutzt werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministers für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Telefon 0211 837 1399.

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