Lebhaftes Interesse an Immobilien in NRW

4. August 2011

Lebhaftes Interesse an Immobilien in NRW / Kommunalminister Jäger legt Grundstücksmarktbericht 2011 vor

Der seit 2000 anhaltende Preisrückgang beim Wohnungseigentum ist gestoppt. Die Preise für Erstverkäufe von Wohnungseigentum stiegen in einzelnen Regionen um bis zu drei Prozent an. Erstmals nach zehn Jahren legten auch bei den Ein- und Zweifamilienhäusern landesweit die Preise um ein Prozent zu. Die Preise für Baugrundstücke blieben weiter konstant.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Der seit 2000 anhaltende Preisrückgang beim Wohnungseigentum ist gestoppt. Die Preise für Erstverkäufe von Wohnungseigentum stiegen in einzelnen Regionen um bis zu drei Prozent an. Erstmals nach zehn Jahren legten auch bei den Ein- und Zweifamilienhäusern landesweit die Preise um ein Prozent zu. Die Preise für Baugrundstücke blieben weiter konstant.

Dies teilte Kommunalminister Ralf Jäger anlässlich der Vorlage des Grundstücksmarktberichtes 2011 durch den Oberen Gutachteraus­schuss für Grundstückswerte mit.

Der Grundstücksmarkt in Nordrhein-Westfalen ist im Berichtsjahr 2010 gekennzeichnet durch deutliche Umsatzsteigerungen. Ungebrochen ist das Interesse an Ein- und Zweifamilienhäusern. Hier wechselten 45.556 Ein- und Zweifamilienhäuser (plus fünf Prozent) mit einem Geldumsatz von 8,86 Milliarden Euro (plus sechs Prozent) den Eigentümer. Noch stärker ist die Nachfrage nach Wohnungseigentum. Die Zahl der ver­kauften Eigentumswohnungen stieg landesweit um neun Prozent an. Nachdem bereits 2009 in den Städten die Nachfrage nach Bau­grundstücken anzog, wurden im Berichtsjahr landesweit 15 Prozent mehr Verkäufe registriert. Auch der Verkauf von Gewerbegrundstücken zog um zwölf Prozent an. Der rückläufigen Umsatzentwicklung in den letzten Jahren bei den Mehrfamilienhäusern stehen erstmals wieder steigende Umsätze gegenüber. Die Zahl der Käufe nahm um neun und der Geldumsatz um 14 Prozent zu. Einzig bei den landwirtschaftlich genutzten Grundstücken nahm die Anzahl der Verkäufe ab.

Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen ist die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 440 Euro/m², gefolgt von Meerbusch mit 370 Euro/m² sowie Langenfeld (Rheinland) mit 330 Euro/m². Bei den guten Wohnlagen rangiert Köln mit 810 Euro/m² vor Düsseldorf mit 670 Euro/m² und Aachen mit 480 Euro/m² sowie Meerbusch mit 430 Euro/m². Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland in mittleren Wohnlagen beispielsweise in Hallenberg (Hochsauerlandkreis) bei 30 Euro/m² und in Marienmünster (Kreis Höxter) bei 33 Euro/m².

Bei nach Regionen differenzierten Baulandpreisen sind die Grundstücke in der Region Düsseldorf am teuersten. Dort kostet der Quadratmeter Bauland im Schnitt 280 Euro. Günstiger sind die Grundstücke in der Bergisch/Märkischen Städteregion mit 194 Euro/m² knapp gefolgt vom Ruhrgebiet mit 187 Euro/m², den Regionen Bonn mit 180 Euro/m² und Köln mit 169 Euro/m² sowie der Region Niederrhein mit 154 Euro/m². Im Münsterland können die Grundstücke mit 124 Euro/m², in der Region Eifel/Rur mit 106 Euro/m², in Ostwestfalen/Lippe mit 96 Euro/m² und im Sauer- und Siegerland mit 87 Euro/m² deutlich preiswerter erworben werden.

Beim Wohnungseigentum ist es entlang der Rheinschiene wiederum am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet in Düsseldorf in mittlerer Lage 3.208 Euro/m². An zweiter und dritter Stelle stehen Bonn mit 2.780 Euro/m² und Monheim am Rhein mit 2.630 Euro/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Saerbeck 1.470 Euro/m², in Herford 1.443 Euro/m² und in Lemgo 1.350 Euro/m².

Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften im Münsterland kosten mit 208.000 Euro deutlich weniger als in der Region Düsseldorf mit 305.000 Euro. Die Werte für die anderen Regionen: Bergisch/Märkische Städteregion 271.000 Euro, Köln 270.000 Euro, Bonn 267.000 Euro, Niederrhein 248.000 Euro, Ruhrgebiet 244.000 Euro, Eifel/Rur 235.000 Euro, Ostwestfalen/ Lippe 210.000 Euro. Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger, sie kosten in der Region Düsseldorf aber immer noch 279.000 Euro.

Hintergrundinformationen:

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachteraus­schuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt; Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 129 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Boden­preisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Ver­waltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb, bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW 2011 kann in der gedruckten Ausgabe für 60,00 Euro bei der folgenden Anschrift bestellt werden:

Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte
im Land Nordrhein-Westfalen
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf
Telefon: 0211/4 75 26 40
Telefax: 0211/4 75 29 00
E-Mail: oga@brd.nrw.de

oder im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de als PDF-Datei für 45,00 Euro heruntergeladen werden.

Im Internet unter http://www.mik.nrw.de/themen-aufgaben/moderne-verwaltung/vermessung-kataster/grundstueckswerte.html finden Sie ein Faltblatt und diese Grafiken zum Grundstücksmarktbericht 2011:

Grafik: Höchste durchschnittliche Baulandpreise 2010 in guten Wohnlagen
Grafik: Höchste durchschnittliche Baulandpreise 2010 in mittleren Wohnlagen
Grafik: Durchschnittliche Baulandpreise 2010 differenziert nach Regionen
Tabelle: Baulandpreise in den Regionen
Grafik: Preise Wohnungseigentum 2010

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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