Internationale Grüne Woche in Berlin
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Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser: „Gemeinsame Agrarpolitik und Tierschutz miteinander verzahnen“

19. Januar 2021

Internationale Grüne Woche in Berlin findet digital statt. Land bietet App zu Angeboten aus Nordrhein-Westfalen an

Nordrhein-Westfalen setzt sich dafür ein, dass Betriebe, die besonders umwelt- und tiergerechte Haltungsverfahren umsetzen, langfristige Förder-Perspektiven für Investitionen in artgerechte Tierhaltung erhalten.

 
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Zum Auftakt der in diesem Jahr digital stattfindenden Internationalen Grünen Woche in Berlin fordert Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) und Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung stärker miteinander zu verzahnen: „Das Thema Tierschutz taucht in der Farm-to-Fork-Strategie der EU kaum auf. Durch Maßnahmen wie etwa die Einführung einer EU-weiten Tierwohlkennzeichnung können wir den Tierschutz und die GAP stärker miteinander verzahnen“, erklärte Heinen-Esser. Die Ministerin rief die Landwirtschaft und den Einzelhandel auf, einen gemeinsamen Kodex zu erarbeiten, in dem Produktqualität unter Berücksichtigung von Umwelt-, Tierschutz- und Sozialstandards neu definiert und entsprechend honoriert wird.
 
Nordrhein-Westfalen setzt sich dafür ein, dass Betriebe, die besonders umwelt- und tiergerechte Haltungsverfahren umsetzen, langfristige Förder-Perspektiven für Investitionen in artgerechte Tierhaltung erhalten. Auch bei langen Tiertransporten bestehe Handlungsbedarf, sagte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser weiter: „Wir müssen dringend Kontrollen bis zum Bestimmungsort ermöglichen. Dazu sollte eine verbindliche Übersicht über die für Tiertransporte in Drittstaaten erforderlichen und geeigneten Infrastrukturen auch außerhalb der EU erstellt und regelmäßig aktualisiert werden.“
 
Preisdumping bei Lebensmitteln muss unterbunden werden
Zur Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung und um den steigenden Ansprüchen der Verbraucherinnen und Verbraucher gerecht zu werden, hatte Ministerin Heinen-Esser am Rande der Internationalen Grünen Woche 2019 den Prozess für eine nachhaltige Nutztierstrategie gestartet. „Damit gehen wir voran und ändern im Dialog mit allen Beteiligten Schritt für Schritt die Rahmenbedingungen hin zu mehr Nachhaltigkeit vom Stall bis zu Teller. Es geht darum, die Belange in den Bereichen Tierwohl, Umweltschutz, Baurecht, Ökonomie und gesellschaftliche Akzeptanz in eine ausgewogene Balance zu bringen“, erklärte die Ministerin. Entscheidend sei, dass das Engagement der Landwirte in Tier-, Umwelt- und Naturschutz von geeigneten Förderinstrumenten begleitet und vom Handel und den Verbrauchern auch honoriert wird. Dreh- und Angelpunkt seien faire Preise. Die Praxis des Preisdumpings bei Lebensmitteln müsse unterbunden werden.
 
Drei von vier wünschen sich mehr regionale Lebensmittel
Das Interesse, auf welche Art und Weise Lebensmittel erzeugt werden, ist in der Corona-Zeit weiter gestiegen. Regional erzeugte Lebensmittel sowie die artgerechte Haltung von Tieren werden zunehmend zum Kaufkriterium. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums wünschen sich drei von vier Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen mehr regionale Lebensmittel im Einzelhandel. Für rund 50 Prozent der Befragten ist der Konsum regionaler Lebensmittel wichtig, für 25 Prozent sogar sehr wichtig.
 
„Stadt.Land.Fluss.“ – Nordrhein-Westfalen präsentiert sich digital
Unter dem Motto „Stadt.Land.Fluss“ präsentiert sich Nordrhein-Westfalen auch in diesem Jahr wieder auf der Internationalen Grünen Woche – aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr digital.
Für ein umfassendes Erlebnis des nordrhein-westfälischen Angebots wurde der Messe-Auftritt in eine Smartphone-App verlegt. Insgesamt präsentieren 90 Unternehmen und teilnehmende Institutionen ihr Angebot; auch ist via App eine direkte Kontaktaufnahme möglich.
 
Der Präsident des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Dr. Thomas Delschen: „Mit dem neuen digitalen Angebot präsentieren wir die Vielfalt der nordrhein-westfälischen Land- und Ernährungswirtschaft und informieren ganzjährig über die Aktivitäten des Netzwerkes zur Regionalvermarktung. In der App präsentieren sich die Unternehmen und zeigen, dass sie auch in diesen Zeiten jederzeit erreichbar sind. Im Jahr 2022, wenn die Internationale Grüne Woche wieder mit Publikumsverkehr stattfinden wird, dient sie als Wegweiser während des Messebesuches.“
 
Auf einer interaktiven Karte können die Standpositionen des bisherigen Messeauftritts in der nordrhein-westfälischen Länderhalle auf der Internationalen Grünen Woche abgerufen werden; mit der Verknüpfung zu einer Fotogalerie werden die Erlebnisse und die Präsentationen aus den vergangenen Messeauftritten vermittelt. Die Bildergalerie wurde ergänzt mit neuen Videos einzelner Initiativen, unter anderem mit Informationen zur Arbeit in Pandemiezeiten.
 
Die App kann über die Stores von Apple und Android (Stichwort NRW Halle) und über folgende Links heruntergeladen werden:
 
Android
iOS
 
Die App-Informationen sind ebenfalls hier erhältlich.
 
 

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