Landtag beschließt neues Lehrerausbildungs­gesetz

7. Mai 2009

Landtag beschließt neues Lehrerausbildungs­gesetz

Der nordrhein-westfälische Landtag hat in Zweiter Lesung das Gesetz zur Reform der Lehrerausbildung beschlossen. Schulminsiterin Sommer wies darauf hin, dass dies nach dem neuen Schulgesetz, dem Kinderbildungsgesetz und dem Hochschulfreiheitsgesetz der vierte bildungspolitische Meilenstein der Landesregierung sei.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilen mit:

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am heutigen Donnerstag in Zweiter Lesung das Gesetz zur Reform der Lehrerausbildung beschlossen.

Hierzu erklärt Schulministerin Barbara Sommer: „Das neue Lehreraus­bildungsgesetz ist nach dem neuen Schulgesetz, dem Kinderbildungs­gesetz und dem Hochschulfreiheitsgesetz der vierte bildungspolitische Meilenstein dieser Landesregierung. Wir wollen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Talente nutzen und entfalten kann. Um dieser großen Verantwortung gerecht werden zu können, brauchen wir auch in Zukunft hervorragend ausgebildete Lehrkräfte. Mit der neuen Lehrerausbildung bereiten wir zukünftige Lehrkräfte noch besser auf ihre Aufgaben vor. Dies beginnt schon vor dem Studium, indem wir den jungen Menschen die Möglich­keit geben, ihre persönliche Eignung für den Lehrerberuf zu überprüfen. Wir wollen, dass die Studierenden frühzeitig wissen, auf welche beruf­lichen Anforderungen sie sich einlassen. Deshalb werden wir die Praxisanteile vor, während und nach dem Studium besser aufeinander abstimmen und ihren Ertrag durch eine intensivere Betreuung opti­mieren. Durch diese und weitere grundlegende Veränderungen in der Lehrerausbildung erreichen wir eine qualitativ hochwertige und an inter­nationalen Standards orientierte Vorbereitung der angehenden Lehrer auf ihren zukünftigen Beruf.“

Innovationsminister Andreas Pinkwart betont: „Mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen stärken wir den Praxisbezug und die Profes­sionalisierung im Studium: Fachdidaktische und erziehungswissen­schaftliche Inhalte werden vermehrt Teil des Studiums. Angehende Lehrer sollen an der Universität nicht nur lernen, was sie später unter­richten, sondern auch, wie sie unterrichten. Außerdem schaffen wir klare Verantwortlichkeiten: Die Hochschulen sind zuständig für die Ausbildung der angehenden Lehrer bis zum Master-Abschluss, die Zentren für die schulpraktische Ausbildung für das Referendariat.“

Die Eckpunkte der neuen Lehrerausbildung:

  • Das Lehramtsstudium wird auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt. Dies geschieht in Folge des 1999 europaweit begon­nenen „Bologna-Prozesses“. Damit hält das Gesetz die Balance zwischen der geforderten Professionalisierung für den Lehrerberuf einerseits und der gewünschten Offenheit des Studiums in den ersten Jahren andererseits.
  • Der Praxisbezug des Lehramtsstudiums wird gestärkt. Bereits während des Bachelorstudiums absolvieren die Studierenden ein Eignungspraktikum. Bestandteil des Masterstudiums ist ein halb-jähriges Praxissemester. Dieses neue Format des Praxissemesters erfordert eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und den „Zentren für die schulpraktische Lehrerausbildung“, den heutigen Studienseminaren.
  • Die neue Lehrerausbildung stärkt die Vermittlung von Fachdidaktik und Bildungswissenschaften.
  • Die neue Lehrerausbildung stärkt die schulformbezogene Differen­zierung und Gleichwertigkeit für alle Lehrämter. Dies geschieht durch die Einführung eines eigenständigen Grundschullehramtes und die Angleichung der Ausbildungszeiten.
  • Die Lehrerausbildung an den Universitäten wird durch die Grün­dung eigenständiger „Zentren für die Lehrerbildung“ gestärkt. Diese Zentren dienen als zentrale Anlaufstelle, als Identifikationsort für die Lehrerausbildung  innerhalb der Hochschulen.
  • Der Vorbereitungsdienst wird gestrafft. Über die Details der Neugestaltung wird nach einer ersten Evaluation der Reform entschieden.

Bis zum Jahr 2011 haben die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Zeit, ihre Studiengänge auf die neue Lehrerausbildung umzustellen.

 

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