Ein starkes Stück Landesgeschichte geht zu Ende

30. Juni 2009

Landesstelle Unna-Massen / Minister Armin Laschet: Ein starkes Stück Landesgeschichte geht nach einem halben Jahrhundert zu Ende

Die ehemalige Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und auslän­dische Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen schließt heute endgültig ihre Tore. Die 1951 in Unna-Massen entstandene nordrhein-westfälische Aufnahmestelle schließt, weil kaum noch Aussiedler nach Deutschland kommen. Zur Abschlussfeier kamen 250 Gäste.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Die ehemalige Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und auslän­dische Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen schließt heute (30. Juni 2009) endgültig ihre Tore. Die 1951 in Unna-Massen entstandene nordrhein-westfälische Aufnahmestelle schließt, weil kaum noch Aussiedler nach Deutschland kommen. Zur Abschlussfeier kamen 250 Gäste von Kir­chen, Verbänden, Politik und ehemaliger Belegschaft der Landesstelle.

„Heute ist der richtige Zeitpunkt, um Rückschau zu halten auf ein starkes Stück Landesgeschichte, das die Landesstelle Unna-Massen entscheidend mitgeprägt hat. Und es ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Integrationsminister Armin Laschet bei der Feier. Vor 58 Jahren wurde die Landesstelle gegründet. Zuvor gab es ab Ende 1945 in Siegen-Wellersberg ein Durchgangslager für Vertriebene und Flüchtlinge. „Seit 1951 kamen über 2,5 Millionen Menschen aus über 100 Ländern der Welt nach Unna-Massen. Hier erlebten die Menschen, die zu uns kamen, zuerst den Geist der Freiheit, des Rechtsstaates und der Demo­kratie, wonach sie sich lange gesehnt hatten. Hier wurden sie vertraut gemacht mit dem Leben in unserem Land“, so Minister Laschet.

Laschet und der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Thomas Kufen, der die Veranstaltung moderierte, dankten ausdrücklich den in Unna tätigen Kirchen, den Verbänden, der Stadt, dem Kreis und den Beschäftigten der Landesstelle.

„Dass die Integration in den Kommunen gelingen konnte, dazu haben die Beschäftigten der Landesstelle Unna-Massen entscheidend beige­tragen“, lobte der Minister. „Die Erstversorgung und Vorbereitung auf das Leben in Nordrhein-Westfalen wäre ohne die vielfältigen Koope­rationen mit den vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirchen und Verbände nicht möglich gewesen. Auch den Menschen in der Stadt und dem Kreis Unna und nicht zuletzt der privaten Eigen­initiative der Zugewanderten ist es zu verdanken, dass die Aussiedler, Zuwanderer und Flüchtlinge manche schwere Stunde überstanden und Mut zu einem neuen Anfang gefasst haben.“

Der massive Rückgang der Zuwanderung machte die zentrale Auf­nahme von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern und jüdischen Zuwanderinnen und Zuwanderern in Unna-Massen entbehrlich. Vor zehn Jahren kamen noch rund 22.000 über Unna-Massen nach Nord­rhein-Westfalen, 2005 waren es weniger als 10.000, im Jahr 2008 kamen knapp 1.000 Zuwanderinnen und Zuwanderer ins Land, in den ersten fünf Monaten 2009 sogar nur noch rund 300.

Aus diesem Grund erfolgt ab dem 1. Juli 2009 eine unmittelbare Zu­weisung von der zentralen Aufnahmestelle des Bundes in Friedland in die 396 Kommunen des Landes Nordrhein- Westfalen.

Integrationsminister Laschet: „Die Arbeit der Landesstelle Unna-Massen ist nach mehr als einem halben Jahrhundert hervorragender Arbeit zu Ende gegangen. Doch die erfolgreiche Integrationsarbeit des Kompe­tenzzentrums für Integration, das ab dem 1. Juli 2009 seinen Sitz in Arnsberg hat, wird weitergeführt. Von Arnsberg aus wird die nordrhein-westfälische Integrationspolitik auch künftig wichtige Impulse erhalten – aufbauend auf der reichen Erfahrung, die wir in Unna-Massen gesam­melt haben.“

Eine Broschüre zur Geschichte der Landesstelle Unna-Massen finden Sie als Download auf der Internetseite www.mgffi.nrw.de.

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