Aktionsprogramm hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum

30. Juni 2009

Landesregierung will mit Aktionsprogramm hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen / Laumann und Pinkwart sorgen sich um Attraktivität des Hausarztberufs

Die Landesregierung will die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum langfristig sichern. Dazu hat das Kabinett heute in Düsseldorf auf Initiative von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Inno­vationsminister Prof. Andreas Pinkwart ein Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen beschlossen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilen mit:

Die Landesregierung will die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum langfristig sichern. Dazu hat das Kabinett heute in Düsseldorf auf Initiative von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Inno­vationsminister Prof. Andreas Pinkwart ein Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Ziel ist, mehr junge Menschen für den Haus­arztberuf zu begeistern und diesen in ländlichen Gebieten wie dem Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, dem Sauerland oder dem Niederrhein attraktiv zu machen.

Handlungsbedarf ist laut Laumann dringend geboten: „Gut ein Drittel der Hausärzte in Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden zehn Jahren aus Altersgründen ihre Praxis aufgeben und womöglich keine Nachfolger finden. Hier müssen wir vorsorglich gegensteuern“, sagte der Gesundheitsminister. Das 1,5 Millionen Euro teure Maßnahmen­paket enthält daher Instrumente, wie ein Programm zur Förderung von Niederlassungen in schlecht versorgten ländlichen Gebieten, eine ver­stärkte Nachwuchswerbung sowie die Änderung der Verfahren zur Zulassung zum Medizinstudium.

Das Innovationsministerium stärkt derweil die Allgemeinmedizin an den Universitäten. Zu den derzeit drei Professuren für Allgemeinmedizin kommt eine Stiftungsprofessur aus Landesmitteln hinzu, für zwei weitere sei man in Gesprächen mit privaten Geldgebern, berichtete Pinkwart. Für den doppelten Abiturjahrgang wird die Zahl der Studienanfänger­plätze erheblich ausgebaut.

Zugleich wies Pinkwart darauf hin, dass über ein Viertel der in Nordrhein-Westfalen ausgebildeten Mediziner sich nach dem Studium gegen den Arztberuf oder für einen Wechsel ins Ausland entschieden. „Der Beruf des niedergelassenen Arztes muss wieder attraktiver werden. Hier stehen die Bundesregierung, die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen in der Pflicht, zum Beispiel durch eine Nachbesserung der Honorarordnung für Hausärzte“, sagten die beiden Minister.

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