Landesregierung unterstützt Appell des ThyssenKrupp-Gesamtbetriebsrats

8. April 2010

Landesregierung unterstützt Duisburger Appell des ThyssenKrupp-Gesamtbetriebsrats: Arbeitsplätze am Standort erhalten – Rohstoff­spekulationen verhindern / Ministerpräsident Jürgen Rüttgers lässt Eckpunkte für nationales Rohstoffkonzept erarbeiten

Die Landesregierung wird mit allen ihr zur Verfü­gung stehenden Mitteln den Duisburger Appell des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Steel Europe unterstützen. Das ist das zentrale Er­gebnis eines Gesprächs, welches Ministerpräsident Jürgen Rüttgers jetzt mit Vertretern des Gesamtbetriebsrats und dem Vorstands­vorsitzenden von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz, geführt hat.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird mit allen ihr zur Verfü­gung stehenden Mitteln den Duisburger Appell des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Steel Europe unterstützen. Das ist das zentrale Er­gebnis eines Gesprächs, welches Ministerpräsident Jürgen Rüttgers jetzt mit Vertretern des Gesamtbetriebsrats und dem Vorstands­vorsitzenden von ThyssenKrupp, Dr. Ekkehard Schulz, geführt hat. Mit dem Duisburger Appell setzen sich die ThyssenKrupp-Betriebsräte für die Sicherung der Arbeitsplätze am Industriestandort Europa ein und wehren sich gegen weltweite Rohstoffspekulationen, die die Markt­chancen der europäischen Stahlproduzenten aktuell gefährden.

Wirtschaftsministerin Christa Thoben wird sich im Auftrag von Minister­präsident Jürgen Rüttgers unverzüglich mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und den Fachleuten der EU-Kommission und der IG-Metall in Verbindung setzen, um die Möglichkeiten fairer Wettbewerbs­regeln für den Eisenerzhandel zwischen Rohstofflieferanten und Stahlproduzenten auszuloten. Betroffen sind allein in Deutschland rund 90.000 Beschäftigte in der Stahlindustrie.

Die Problematik der weltweiten Rohstoffspekulation betrifft nahezu alle Rohstoffe. Das hat Folgen, nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für ganze Branchen. Es handelt sich damit um ein gesamtwirtschaft­liches Thema. Hohe Erzpreise können zum Beispiel auch Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation in Branchen haben, die von der Stahl­produktion abhängig sind, zum Beispiel der Maschinenbau und die Automobilindustrie.

Die Stahlproduzenten wehren sich vor allen Dingen gegen zu kurze Laufzeiten bei den Lieferverträgen und gegen die zunehmende Konzentration auf der Seite der Rohstofflieferanten. Derzeit kontrollieren drei Unternehmen rund 70 Prozent des Welthandels. Die Wirtschafts­ministerin wird sich darüber hinaus erneut für einen fairen CO2-Zerti­fikatehandel bei der EU-Kommission einsetzen.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers erinnerte anlässlich der aktuellen Verwerfungen auf den weltweiten Eisenerzmärkten an seinen Vorschlag aus dem Jahr 2008, ein nachhaltiges nationales Rohstoffkonzept für Deutschland zu entwickeln. Fachleute des Geologischen Dienstes des Landes Nordrhein-Westfalen und Experten der Landesregierung werden kurzfristig Eckpunkte für ein solches nationales Rohstoffkonzept ent­wickeln. Auch darüber werden zeitnah Gespräche mit der Bundes­regierung zu führen sein. Ziel ist es, für die Zukunft industriepolitisch gewappnet zu sein gegenüber Fehlentwicklungen, wie sie aktuell auf dem Eisenerzmarkt drohen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837-2417.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.