Landesregierung unterstützt „Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag“

29. März 2009

Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt „Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag“ am 23. April 2009

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ruft Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und weitere Einrichtungen dazu auf, sich am Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag am 23. April 2009 zu beteiligen. „Eine gute Ausbildung ist der Einstieg in den beruflichen Aufstieg. Wir müssen alle Jugendlichen qualifizieren, um ihnen gute Lebenschancen zu eröffnen“, sagte heute Frauenminister Armin Laschet.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, das Ministerium für Schule und Weiterbildung, das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilen mit:

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ruft Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und weitere Einrichtungen dazu auf, sich am Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag am 23. April 2009 zu beteiligen.

„Eine gute Ausbildung ist der Einstieg in den beruflichen Aufstieg. Wir müssen alle Jugendlichen qualifizieren, um ihnen gute Lebenschancen zu eröffnen“, sagte heute (29. März 2009) Frauenminister Armin Laschet. „Wir müssen heute Wissen und Können fördern, damit den Betrieben morgen die benötigten Fachkräfte zur Verfügung stehen. Dabei müssen junge Frauen bessere Möglichkeiten erhalten, alle ihre Talente zu entdecken und zu entwickeln. Dies gilt in besonderem Maße für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.“

Schulministerin Barbara Sommer erklärte: „Trotz guter Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen oft für traditionelle Frauenberufe mit relativ geringem Einkommen und wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Dabei können sie viel mehr.“

Um die Qualifizierung voranzutreiben, ist es nötig, Mädchen besser zu informieren: Welche Entwicklungen gibt es auf dem Arbeitsmarkt? Welche beruflichen Möglichkeiten ergeben sich daraus? Antworten auf diese Fragen tragen dazu bei, dass Mädchen lernen, ihre Stärken, Interessen und Fähigkeiten für eine erfolgreiche Berufs- und Lebensplanung einzusetzen.

Ministerin Sommer betonte: „In Nordrhein-Westfalen spielt die berufliche Orientierung an den Schulen eine wichtige Rolle. Individuelle Förderung bedeutet, unabhängig von gewohnten Geschlechterrollen Interesse zu wecken und Fähigkeiten zu fördern. Es hat sich erwiesen, dass sich Mädchen auch für Technik begeistern, wenn sie im Unterricht attraktiv präsentiert wird. Allerdings gilt auch hier: probieren geht über studieren. Praxiserfahrungen in Betrieben, Werkstätten und Laboren tragen wesentlich dazu bei, den Blick für geschlechtsuntypische Berufe zu öffnen.“

Innovationsminister Pinkwart: „Die Jobaussichten für Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen sind sehr gut. Frauen und Technik – das passt hervorragend zusammen. Unser Ziel muss es sein, den Nachwuchs schon früh für solche technischen Themen und Berufe zu begeistern. Denn wenn wir als Land zukunftsfähig sein wollen, brauchen wir die Köpfe, die Innovationen nicht nur denken, sondern auch entwickeln“.

Der Girls’ Day findet am 23. April 2009 zum neunten Mal statt und ist Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen. Mit dem Aktionstag haben bereits etwa 800.000 Mädchen Berufe entdeckt, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind. Noch wählen Schülerinnen hierzulande nur aus einem kleinen Spektrum von Ausbildungsberufen und Studiengängen. Durch den Frauenmangel in Zukunftsberufen bleiben bisher viele Innovationschancen ungenutzt. Angesichts des demografischen Wandels können wir uns das immer weniger leisten. Der Girls' Day verfolgt das Ziel, Rollengrenzen zu überschreiten und das Berufsspektrum von Mädchen deutlich zu erweitern. Mädchen sollen ermutigt werden, die Vielfalt ihrer Begabungen zu nutzen und sich auch für Berufe in neuen zukunftsträchtigen Branchen zu interessieren.

Umweltminister Uhlenberg: „Umwelttechnologien sind die Branche der Zukunft und es hat sich gezeigt, dass junge Frauen ein besonderes Interesse an der Entwicklung von Techniken zum Schutz unserer Umwelt entwickelt haben. Junge Ingenieurinnen und auch andere Fachkräfte können hier eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe mitgestalten und gleichzeitig ihre persönlichen Möglichkeiten nutzen.“

Viele  Betriebe müssen Mädchen aber noch deutlicher signalisieren, dass sie willkommen sind. Frauenminister Laschet fordert die ausbildungswilligen Unternehmen dazu auf, ein Zeichen zu setzen: „Öffnen Sie Türen und Tore, und heißen Sie die Mädchen willkommen. Nach den bisherigen Erfahrungen bewerben sich viele Mädchen auch in eher untypischen Berufen, wenn sie diese erst einmal kennen gelernt haben. Darin liegt eine große Chance, dem bestehenden Fachkräftemangel zu begegnen. Gerade auch die Kompetenzen von jungen Frauen mit Zu¬wanderungsgeschichte ermöglichen es Unternehmen und Verwaltun¬gen, ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und ihre Kundenorientierung zu verbessern.“

Der Girls’ Day erzeugt und unterstützt nachhaltig positive Trends, zum Beispiel steigende Anteile weiblicher Studierender in technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen. Für die Unternehmen in Deutschland ist der Girls’ Day ein wichtiges Instrument zur Umsetzung eines geschlechtersensiblen Personalmarketings. Bereits zehn Prozent der beteiligten Unternehmen stellten dank des Mädchen-Zukunftstags junge Frauen in technischen Berufen ein. Geheimnis des Erfolgs ist die spezifische Ansprache von Mädchen, die ihr technisches Talent praktisch erproben können.

Unter www.girls-day.de finden Unternehmen, Schulen, Eltern, Mädchen und weitere Interessierte alles Wichtige zur Teilnahme am Mädchen-Zukunftstag, Informationen und Praxishilfen zur Vorbereitung und Kontakte in der Region. Neue Veranstaltungen für den kommenden Girls' Day können auf die Aktionslandkarte eingetragen werden.

Die Landesregierung begrüßt es ausdrücklich, wenn Schulen am gleichen Tag auch Angebote zur Berufsorientierung für Jungen durchführen. Planungshilfen und Materialien bietet das Internet unter www.neue-wege-fuer-jungs.de. Ebenso wie die Mädchen sollen auch die Jungen damit eine gezielte Unterstützung für die Entwicklung ihrer beruflichen und persönlichen Ziele erhalten, die jenseits einengender Geschlechterstereotype neue Horizonte eröffnet.

 

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