Landesregierung fördert Entwicklung viel­seitig einsetzbarer Brennstoff­zellen

7. Januar 2010

Landesregierung fördert die Entwicklung viel­seitig einsetzbarer, kostengünstiger Brennstoff­zellen – Ministerin Christa Thoben überreicht Bewilligungsbescheid für deutsch-kanadisches Brennstoffzellenprojekt in Duisburg

Wirtschaftsministerin Christa Thoben hat dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik an der Universität Duisburg-Essen den Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 380.000 Euro für das Projekt HiPerLoCo überreicht. Die Mittel stammen aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben, hat heute (7. Januar 2010) dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) den Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 380.000 Euro für das Projekt HiPerLoCo (Development of High Performance and Low Cost PEM Fuel Cells) überreicht. Die Mittel stammen aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm. Damit fördert die Landesregierung die Entwicklung vielseitig einsetzbarer, kostengünstiger Brennstoffzellen, die zukünftig verstärkt beispielweise als Aggregate zur Stromerzeugung oder im Verkehrsbereich eingesetzt werden könnten.

„Ziel unserer Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung und -entwick­lung ist es, eine Technik zu erhalten, die praxistauglich, bezahlbar und effizient ist. Nordrhein-Westfalen will daher im Zusammenhang mit diesen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den kommenden Jahren weitere Investitionen anstoßen,“ betonte Ministerin Thoben.

Das ZBT wird eng mit dem renommierten kanadischen Forschungs­institut NRC-IFCI (National Research Council Canada - Institute for Fuel Cell Innovation) in Vancouver zusammenarbeiten. Die internationale Kooperation hat das Ziel, Materialien und Wissenschaftler auszu­tauschen, um auch eine direkte Weiterbildung im Bereich der unter­schiedlichen Technologien und Verfahren zu erreichen. Mit dem Projekt wird gleichzeitig Nordrhein-Westfalen als Brennstoffzellen-Standort für den nordamerikanischen Wirtschaftsraum erschlossen. Durch die Ein­bindung regionaler Firmen wird angestrebt, den technischen und wissenschaftlichen Austausch zu stärken und damit Arbeitsplätze in Forschung und Industrie zu schaffen und zu festigen.

Prof. Dr. Angelika Heinzel, Geschäftsführerin des ZBT: „In den kommenden drei Jahren werden wir in dem Projekt mithilfe von Massenproduktionstechniken erkunden, wie sich vielseitig einsetzbare, günstige Brennstoffzellen-Systeme herstellen lassen. Anwendungs­bereiche sind zum Beispiel mobile Antriebs-Anwendungen mit Batterie-Hybridtechnologien sowie die stationäre Stromversorgung.“

Im Fokus stehen Technologieentwicklungen für Systemkomponenten und der Betrieb in der Leistungsklasse 5 bis 10 kWel. Nutzungsbereiche sind hier insbesondere mobile Antriebsanwendungen mit Batterie-Hybridtechnologien. Dadurch wird der Bogen zur Elektromobilitäts­strategie der EnergieRegion.Nordrhein-Westfalen geschlagen, in der die Batterietechnik und die Brennstoffzelle als zwei sich hervorragend ergänzende Techniken gesehen werden. Die Aktivitäten in der Modell­region Rhein-Ruhr Elektromobilität als Teil dieser Strategie können ebenfalls von diesem Projekt profitieren. Daneben werden auch stationäre Anwendungen zur hochqualitativen Stromversorgung (zum Beispiel USV Anlagen) optimiert.

Hintergrund:

ZBT GmbH - Zentrum für BrennstoffzellenTechnik

Das Ende 2001 gegründete Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH, kurz ZBT, betätigt sich als Dienstleister im Bereich anwendungsorien­tier-ter Forschung, Entwicklung und Innovation. In den wissenschaftlich-technischen Abteilungen des ZBT werden typische Aufgaben der in­dustrienahen Forschung an der Brennstoffzelle durchgeführt. Gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union bildet das ZBT die Brücke zwischen der universitären Grund­lagenforschung und den Ansprüchen der Industrie hinsichtlich möglicher Anwendungen.

Internet: www.energieregion.nrw.de und www.zbt-duisburg.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837-2417.

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