Innovativer Ein­satz von Brennstoffzellen im Wirtschaftsalltag

27. Januar 2010

Landesregierung fördert den innovativen Ein­satz von Brennstoffzellen im Wirtschaftsalltag – Staatssekretär Dr. Baganz präsentiert Schubmaststapler mit Brennstoffzellen-Batterie-Hybridsystem in Münster

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jens Baganz, hat bei der BASF Coatings AG in Münster den deutschlandweit ersten Schubmaststapler mit einem Brennstoffzellen-Batterie-Hybridsystem für die tägliche Praxis im Firmenumfeld vorgestellt. Das Vorzeigeprojekt der EnergieRegion.NRW wurde im Rahmen des Förderprogramms progres.nrw mit rund 1,5 Mil­lionen Euro unterstützt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen, Dr. Jens Baganz, hat heute (27. Januar 2010) bei der BASF Coatings AG in Münster den deutschlandweit ersten Schubmaststapler mit einem Brennstoffzellen-Batterie-Hybridsystem für die tägliche Praxis im Firmenumfeld vorgestellt. Das Vorzeigeprojekt der EnergieRegion.NRW wurde im Rahmen des Förderprogramms progres.nrw mit rund 1,5 Mil­lionen Euro unterstützt. Damit fördert die Landesregierung die Entwick­lung und Erprobung vielseitig einsetzbarer, kostengünstiger Brennstoff­zellen-Batterie-Systeme, die zukünftig verstärkt für Transportanwen­dungen, unter anderem in der Lagertechnik in Unternehmen, eingesetzt werden können.

„Ziel unserer Wasserstoff- und Brennstoffzellenaktivitäten ist es, eine Technik zu erhalten, die praxistauglich, bezahlbar und effizient ist. Nordrhein-Westfalen wird daher im Zusammenhang mit den bisherigen sehr erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Nutzungserfahrungen in den kommenden Jahren im Rahmen des „NRW Hydrogen Hyway“-Programms weitere Investitionen anstoßen“, betonte Dr. Baganz. „Hierbei haben wir sowohl die speziellen Märkte, wie zum Beispiel die Lagertechnikanwendungen, als auch die großen Märkte im Bereich Verkehr und dezentraler Energieversorgung im Blick“, führte Dr. Baganz weiter aus.

Das Projekt „BBH-MH“ (Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid für Material Handling) ist ein Gemeinschaftsprojekt der BASF Coatings AG, der STILL GmbH und der Linde AG unter der Leitung der HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG und umfasst insgesamt drei verschiedene Lagertechnikfahrzeuge. Zwei hiervon, der Schubmaststapler und der Gegengewichtsstapler, kommen in Münster zum Einsatz. Ein Vertikal­kommissionierer wird im Hoppecke-Stammwerk in Brilon eingesetzt. Da die Brennstoffzelle nun in rauer Industrieumgebung getestet wird und in direktem Vergleich mit etablierten Systemen, wie der Blei-Säure-Batterie betrieben wird, ist es unverzichtbar, diesen Prozess zu begleiten und die Langlebigkeit und Einsatzbereitschaft eines solchen Energiever­sorgungssystems für Flurförderzeuge sicherzustellen. Durch intensive Evaluierungen und Systemoptimierungen im Alltagsbetrieb sollen mögliche Fehlerquellen beseitigt werden, um in einem späteren Flottenbetrieb die Markttauglichkeit unter Beweis zu stellen.

„Wir machen die Brennstoffzelle durch Hybridisierung mit Hochleistungs-Energiespeichersystemen marktfähig“, erläuterte Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer der HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG, größter Hersteller von Industriebatteriesystemen in europäischer Hand. „Mit der Gründung der HOPPECKE Advanced Battery Technology GmbH und unserer Arbeit an definierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten haben wir uns zum Ziel gesetzt, in absehbarer Zeit innovative und marktfähige Energiespeichersysteme zu entwickeln und damit unsere Technologieführerschaft für Industriebatteriesysteme weiter auszu­bauen.“

Die STILL GmbH, führender Anbieter für die intelligente Steuerung von Intralogistik und den gesamten innerbetrieblichen Material- und Infor­mationsfluss, beschäftigt sich bereits seit 2003 mit der Brennstoffzellen-Technologie. Das Unternehmen sieht die Entwicklung dieser innovativen Technik für Flurförderzeuge als eine wichtige Investition in eine umwelt­gerechte Zukunft.

Als führendes Gaseunternehmen und weltweit größter Hersteller von Wasserstoff-Anlagen beherrscht die Linde Group die gesamte Wasser­stoff-Wertschöpfungskette – von der Wasserstoff-Erzeugung bis zur Betankungstechnik. Das langjährige Engagement und die kontinuier­liche Weiterentwicklung, speziell im Bereich der Auto-, Bus- oder Gabel­stapler-Betankung, machen Linde zu einem Wegbereiter für die Nutzung des aussichtsreichen Energieträgers Wasserstoff.

„Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung gehören zu den Grund­sätzen unseres unternehmerischen Handelns an allen Standorten“, erläuterte Dr. Helmut Rödder, Vorstandsmitglied der BASF Coatings AG. „Dies gilt nicht nur für die Herstellung und die Eigenschaften unserer Produkte, wie ökoeffiziente Wasserbasislacke, sondern auch für Infrastruktur und Logistik. Auch hier wollen wir Maßstäbe setzen. Der Einsatz eines brenn-stoffzellenbetriebenen Schubmaststaplers ist ein weiterer Beitrag zur Reduzierung der Emissionen am Standort Münster.“

Das Gemeinschaftsprojekt ist in zwei Teilprojekte unterteilt. Die Ent­wicklung der Prototypen und Systeme in der ersten Phase umfasste ein Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro bei einer Förderquote von 43 Prozent. Die zweite und letzte Phase, die aktuelle Demonstration und Evaluierung mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Million Euro und einer Förderquote von 25 Prozent, findet ihren Höhepunkt nun mit dem deutschlandweit erstmaligen Einsatz eines brennstoffzellenbe­triebenen Schubmaststaplers.

Internet: www.energieregion.nrw.de und www.brennstoffzelle-nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837-2417.

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