Maßnahmen zur Besetzung von Schulleiterstellen

6. November 2009

Landesregierung ergreift zahlreiche Maßnahmen zur Besetzung von Schulleiterstellen

Schulministerin Barbara Sommer hat heute in Münster ein Gespräch mit den ersten Absolventen der „Qualifikations­erweiterung Schulleitung“ geführt. Dieses Verfahren ist neu und bun­desweit einmalig. In den Kursen werden erstmalig mögliche zukünftige Schulleiterinnen und Schulleiter auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Barbara Sommer hat heute (6. November 2009) in Münster ein Gespräch mit den ersten Absolventen der „Qualifikations­erweiterung Schulleitung“ geführt. Dieses Verfahren ist neu und bun­desweit einmalig. In den Kursen werden erstmalig mögliche zukünftige Schulleiterinnen und Schulleiter auf ihre Aufgabe vorbereitet. Bislang erfolgte diese Qualifizierung erst nach der Amtsübernahme. Schwer­punkte dieser Fortbildung sind die Gestaltung und Qualitätskontrolle von Schule und Unterricht, Personalmanagement sowie Recht und Verwaltung.

Einer der Gründe für die Durchführung solcher Fortbildungen ist der Ab­bau von Hemmschwellen zur Übernahme einer Schulleitungsfunktion. „Das Führen einer Schule ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Schulministerin Barbara Sommer. „Gerade durch die Stärkung der Ei­genverantwortung der Schulen haben die Schulleitungen zusätzliche Aufgaben erhalten. Dafür wollen wir ihnen bereits vor Amtsantritt das nötige Rüstzeug geben. Ich bin sehr erfreut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Instrument so positiv angenommen haben.“

Die Zahl der freien Schulleitungen ist im Vergleich zum letzten Jahr von Rot-Grün leicht gesunken. Barbara Sommer: „Als Folge einer verfehlten Einstellungspolitik der früheren Landesregierung mit sehr geringen Ein­stellungszahlen in den Jahren 1982 bis 1999 fehlen heute Lehrerinnen und Lehrer im mittleren Alter. Sie wären das typische Bewerberpotenzial für Schulleitungspositionen. Die Vorgängerregierung hat keinerlei Vor­sorge dafür getroffen, dass wir heute auf ein ausreichendes Reservoir an potenziellen Schulleitern zurückgreifen können.“

Das Schulministerium hat hingegen in den vergangen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Schulleiterposten attraktiv machen.

  • Die Landesregierung hat in der laufenden Legislaturperiode mehr als 30.000 Lehrkräfte neu eingestellt. Damit wird zukünftig wieder ein hö­heres Bewerberpotential für Leitungspositionen vorhanden sein.
  •  2008 wurde die 18-monatige Beförderungssperre aufgehoben. Ein ernannter Schulleiter muss jetzt nicht mehr warten, bevor er offiziell befördert wird.
  • Die Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit von Schulen bietet Schullei­tern erweiterte Gestaltungsspielräume und Verantwortlichkeiten. Das erhöht die Attraktivität des Schulleiterpostens.
  • Das Verbot der Sprungbeförderung für Schulleiter ist aufgehoben. Im Beamtenrecht ist das Überspringen einer Gehaltsstufe sonst nicht er­laubt.
  • Die Anforderungen der Laufbahnverordnung hinsichtlich der erbrach­ten Dienstzeiten vor Übernahme einer Schulleitung wurden gelockert.
  • Seit dem 1. August 2006 bekommt jede Schule eine zusätzliche Stunde Leitungszeit zur Entlastung.
  • Zur Entlastung von allgemeinen Verwaltungsarbeiten können Schulver­waltungsassistenten eingestellt werden.
  • Grundschulverbünde können dazu beitragen, dass Schulleiterstellen von der Besoldung her attraktiv bleiben. Generell gilt: Je mehr Schüler eine Schule hat, desto besser wird der Rektor bezahlt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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