Maßnahmenpaket für Schule, Hochschule und Ausbildung

24. Mai 2011

Landesregierung beschließt Maßnahmenpaket für Schule, Hochschule und Ausbildung / Nordrhein-Westfalen gut auf doppelten Abiturjahrgang 2013 vorbereitet

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, damit die Schülerinnen und Schüler des dop­pelten Abiturjahrgangs 2013 gute Zukunftschancen haben. Das Landes­kabinett verabschiedete ein entsprechendes Programm.

Die Landesregierung teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, damit die Schülerinnen und Schüler des dop­pelten Abiturjahrgangs 2013 gute Zukunftschancen haben. Das Landes­kabinett verabschiedete ein entsprechendes Programm. Es umfasst Maßnahmen in den Bereichen Schule, Hochschule, Berufsausbildung und Freiwilligendienst. „Wir freuen uns auf die jungen Menschen. Sie alle sind willkommen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „Unser Land steht vor einer gewaltigen Aufgabe, aber es ist gut gerüstet für den Doppeljahrgang. Alle jungen Menschen, die studieren können und wollen, müssen auch die Chance dazu bekommen“, so Schulze.

Im Jahr 2013 werden an den nordrhein-westfälischen Gymnasien gleichzeitig zwei Abiturjahrgänge die Allgemeine Hochschulreife erwer­ben: der erste Schülerjahrgang, der nach zwölf, und der letzte, der nach 13 Schuljahren Abitur macht. Nach aktuellen Prognosen für 2013 wer­den in NRW etwa 179.000 Studienberechtigte mit Fachhochschulreife und Hochschulreife erwartet - 50.000 mehr als im Vorjahr.

An den Hochschulen rechnet NRW im Jahr 2013 nach den Prognosen der Kultusministerkonferenz mit 111.000 Studienanfängern - etwa 19.000 mehr als im Jahr 2012. Da wegen der geburtenstarken Jahr­gänge die Zahl der Anfänger auch in den Folgejahren hoch bleibt, in­vestiert das Land bis zum Jahr 2020 in verschiedene Programme mit einem Gesamtvolumen von mehr als zehn Milliarden Euro. Gefördert werden zusätzliches Personal für Lehre und Betreuung, die Anmietung und der Bau weiterer Gebäude, der Ausbau der studentischen Versor­gungseinrichtungen, wie Mensen und Wohnheime und die Erweiterung der Ausstattung vom Bibliotheken und Laboren. Allein im Hochschul- pakt II werden 1,8 Milliarden Euro von Bund und Land bereitgestellt. Hinzu kommt der Ausbau der Fachhochschulen gerade für naturwissen­schaftliche und technische Fächer, das Hochschulmodernisierungsprogramm und die Erweiterung der Studienplätze in der Medizin. „Dass der Bund die Wehrpflicht abgeschafft hat, macht die Lage für uns nicht leichter“, erklärte Wissenschaftsministerin Schulze. „Hierfür stellt das Land vorab weitere 33 Millionen Euro zur Verfügung, um Kapazitäten zu schaffen“, so Schulze.

Im Schulbereich werden weitreichende Unterstützungs- und Informati­onsangebote für Schulen, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern angeboten. Im Bildungsportal gibt es ein Angebot mit umfassenden In­formationen zum Doppeljahrgang. Außerdem wird dieser Jahrgang wäh­rend der Oberstufe intensiv betreut und es gibt einen regelmäßigen Di­alog mit den schulischen Akteuren. „Die Abiturientinnen und Abiturien­ten des Doppeljahrgangs sollen die gleichen Zukunftschancen haben wie die Jahrgänge zuvor“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Mit dem doppelten Abiturjahrgang kommen in zwei Jahren 10.000 bis 11.000 zusätzliche Bewerberinnen und Bewerber auf den dualen Aus­bildungsmarkt. Allerdings wird dies aus Sicht der Landesregierung nicht zu einem wesentlichen Verdrängungseffekt gegenüber den Schulab­gängerinnen und Abgängern anderer Schulformen führen. „Ich gehe davon aus, dass der Zuwachs an Bewerberinnen und Bewerbern auf dem Ausbildungsmarkt ohne zusätzliche Maßnahmen kompensierbar ist“, erklärte Arbeitsminister Guntram Schneider. „Der Ausbildungsmarkt ist auf zusätzliche Jugendliche vorbereitet. Die schulisch gut ausge­bildeten Jugendlichen werden mit Blick auf den Fachkräftemangel ge­braucht. Die Betriebe können sich freuen. Aber sie müssen alle An­strengungen unternehmen, die benötigten zusätzlichen Ausbildungs­plätze zur Verfügung zu stellen.“

Für das Thema doppelter Abiturjahrgang arbeiten das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, das Ministerium für Schule und Weiterbildung, das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport eng zusammen.

Weitere Informationen unter: www.wissenschaft.nrw.de und www.schulministerium.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.

Videostatement von Ministerin Löhrmann

Videostatement zu Ministerin Schulze

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.