Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

2. Dezember 2011

Landesbehindertenbeauftragter Norbert Killewald: Werkstätten stärken regionale Wirtschaft / Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Von jedem Euro, den die öffentlichen Kassen an die Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Form von Maßnahmefinanzierungen, Kostenerstattungen oder sonstigen Zuschüssen bezahlen, fließen 49 Cent als Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an die Gesell­schaft direkt zurück. Dies zeigt eine Studie, an der acht Werkstätten für Menschen mit Behinderung am Niederrhein und in Aachen in Zusam­menarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und dem auf soziale Organisationen spezialisierten Beratungsunternehmen xit-GmbH aus Nürnberg teilgenommen haben.

Der Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Von jedem Euro, den die öffentlichen Kassen an die Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Form von Maßnahmefinanzierungen, Kostenerstattungen oder sonstigen Zuschüssen bezahlen, fließen 49 Cent als Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an die Gesell­schaft direkt zurück. Dies zeigt eine Studie, an der acht Werkstätten für Menschen mit Behinderung am Niederrhein und in Aachen in Zusam­menarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und dem auf soziale Organisationen spezialisierten Beratungsunternehmen xit-GmbH aus Nürnberg teilgenommen haben. „Die an der Studie beteiligten acht Werkstätten haben gemeinsam mit gut 10.000 behinderten Be­schäftigten eine unübersehbare Bedeutung für die öffentlichen Haus­halte und die regionale Wirtschaft. Hier zeigt sich deutlich, dass sich die Werkstätten zu wichtigen Akteuren für die regionale Wirtschaft und den regionalen Arbeitsmarkt sowie für unsere Sozialsysteme entwickeln. Damit hat das Bild der „reinen Leistungsempfänger“ ausgedient. Hier muss unsere Gesellschaft eine Korrektur ihrer bisherigen Sichtweise vornehmen“, dies erklärt der nordrhein-westfälische Landesbehinder­tenbeauftragte Norbert Killewald im Vorfeld zum morgigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. In Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 70.000 Menschen mit Behinderung in Werkstätten.

Die Studie zeigt: Von den 203 Millionen Euro, die die acht Werkstätten erhalten, gehen 99 Millionen wieder an die öffentliche Hand zurück. Außerdem geben die behinderten Beschäftigen fast drei Viertel der erhal­tenen Leistungen wie zum Beispiel Arbeitsförderungsgeld oder Ausbil­dungsgeld durch ihre versicherungspflichtige Beschäftigung an die öffentlichen Kassen zurück: In den acht Beispielwerkstätten summiert sich dies auf 34 Millionen Euro, von denen vor allem die Sozialversicherungssystemen profitieren.

Neben den Menschen mit Behinderung sind in den Werkstätten außer­dem über 2.000 Mitarbeiter für pädagogische und fachliche Betreuung sowie in der Verwaltung tätig. Ferner kauften die acht Werkstätten 2010 Waren und Dienstleistungen in der Region im Wert von 36,5 Millionen Euro. Da die Beschäftigten einen Teil ihrer Löhne in der Region ausge­ben und die gesamte Nachfrage an anderer Stelle Arbeitsplätze sichert, entsteht ein volkswirtschaftlich üblicher Multiplikatoreffekt: Außerdem hängen an den Werkstätten knapp 5.000 weitere reguläre Arbeitsplätze in der Region und sie sorgen für eine regionale Nachfrage von insgesamt rund 87 Millionen Euro. Dies verschaffte den kommunalen Haus­halten im Jahr 2010 Einnahmen bzw. Einsparungen in Höhe von 14,8 Millionen Euro.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro des Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung, Tel.: 0211 855-3218, Telefax 0211 855-3037, e-Mail: lbb@mais.nrw.de, Internet: http://www.lbb.nrw.de

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