Soziales Engagement stärken

13. März 2010

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow: Wir brauchen Konjunkturpaket für mehr Menschlichkeit!

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow fordert ein "Konjunkturpaket für mehr Menschlichkeit".

Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„In unserer Internet-Gesellschaft ist häufig zu wenig Platz für Pflege menschlicher Beziehungen. Übermäßiges Chatten in Internetforen ist kein Ersatz für Freundschaften, persönliche Begegnungen und familiäre Bindungen. Eine Entwicklung, die wir angesichts der großen Herausforderungen in einer älter werdenden Gesellschaft mit steigendem Unterstützungs-, Pflege- und Hilfsbedarf diskutieren müssen. Behinderung hat ein Gesicht. Es ist der älter werdende Mensch. In Nordrhein-Westfalen leben fast 1,7 Millionen Menschen mit einer Behinderung von mindestens 50 Prozent mehr als 1,1 Millionen Menschen sind über 60 Jahre alt. Die Menschen brauchen und wollen Sicherheit im Alter. Pflege ist Beziehung zwischen Menschen. Wir müssen gesamtgesellschaftlich die Frage beantworten: „Wer hilft, wer pflegt mich morgen?“ Das ist für mich die neue soziale Frage. Meine Antwort ist, die soziale Energie der Menschen zu fördern. Das Sehen, Anpacken, Mitmachen, die Über¬nahme von Verantwortung ist für mich so wichtig wie der Klimaschutz. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit, echte Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Das brauchen wir für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ Dies erklärte die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow heute (13. März 2010) anlässlich des Jahrestreffens der Freunde und Förderer der Evangelischen Stiftung Hephata in Mönchengladbach.

Gemkow dankte den Teilnehmern für ihr persönliches Engagement. „Hephata heißt "Öffne dich". Es ist eine Ermutigung, Nähe zu den Menschen zu wagen, Gemeinschaft und Gemeinde zum Mittelpunkt zu machen sowie als Ansprechpartner für andere Menschen da zu sein. Die Arbeit von Hephata ist vorbildlich.“
Gemkow würdigte in diesem Zusammenhang die Leistung der Evan¬gelischen Stiftung Hephata für die Belange der Menschen mit Behinderung. Dabei wies sie unter anderem auf die Entwicklungen im Bereich Wohnen hin: „Behinderte Menschen wollen mitten in der Gemeinde leben. Hephata hat dies früh erkannt und die Vielfalt des Wohnens möglich gemacht.

Die Evangelische Stiftung Hephata ist in Nordrhein-Westfalen in 23 Städten unter anderem mit Wohnungs- und Arbeitsangeboten vertreten. Sie engagiert sich im Rahmen ihrer Arbeit für über 2500 Menschen mit Behinderung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung, Tel.: 0211 855-3008, Fax: 0211 855-3037, e-Mail: lbb@mags.nrw.de, Internet: http://www.lbb.nrw.de

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