Designer-Waschtische kontra barrierefreiem Wohnraum

12. März 2009

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow kritisiert fehlendes Bewußtsein / Designer-Waschtische kontra barrierefreiem Wohnraum

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow kritisiert fehlendes Bewusstsein zum barrierefreien Wohnen: „Wenn ich Immobilienanzeigen lese, wird darin oft mehr Wert auf Designer-Waschtische und teure Keramikfliesen gelegt als auf die Erreichbarkeit, Nutzbarkeit und Sicherheit der Wohnungen für jedes Alter."

Die Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow kritisiert das fehlende Bewusstsein in breiten Gesellschafts­schichten zum barrierefreien Wohnen. „Der Abbau von Stufen und Kanten sowie die Vermeidung von Stolperfallen sind aktive Unfallver­meidung. Wenn ich Immobilienanzeigen lese, wird darin oft mehr Wert auf Parkettfußböden, Designer-Waschtische und teure Keramikfliesen gelegt als auf die Erreichbarkeit, Nutzbarkeit und Sicherheit der Wohnungen für jedes Alter." Dies erklärte Angelika Gemkow heute (12. März 2009) anlässlich einer Rede beim 3. Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation und Nachsorge nach Schädel­hirnverletzung, der mit Unterstützung der Hannelore-Kohl-Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems in Bonn durch­geführt wurde.

Die Landesbehindertenbeauftragte wies darauf hin, dass nur rund zwei Prozent des Wohnungsbestandes barrierefrei sei, drei Viertel der Wohnungen seien älter als 25 Jahre. Gemkow: „Statt die Menschen zu zwingen, sich neue Wohnungen zu suchen, die ihren Bedürfnissen ent­sprechen, sollte in die Anpassung des Wohnraums investiert werden. Der Abbau von baulichen Barrieren ist neben dem Klimaschutz eine gute Investition in einen Wohnungsbestand, in dem man lange wohnen kann und der gut vermietbar ist.“

Gemkow wies in ihrer Rede auch auf die besondere Bedeutung der Arbeit der Hannelore-Kohl-Stiftung hin: „Wir alle kennen die Begriffe Schädel-Hirn-Trauma, Wachkoma, Hirnblutung. 270 000 Menschen sind hiervon jedes Jahr betroffen. Was das aber für die Betroffenen und die Familien nach Krankheiten, Unfällen, Narkosen oder Gewalttaten oft lebenslang bedeutet, wissen viele nicht. Ihr Leben ändert sich von einem auf den anderen Tag dramatisch. Auch darum ist es wichtig, Barrieren abzubauen und die Konjunkturmittel zu nutzen, zu bauen und zu modernisieren.

 

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