Urlaub behinderter Menschen darf nicht zum Hürdenlauf werden

3. April 2009

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow fordert: Urlaub behinderter Menschen darf nicht zum Hürdenlauf werden! / Zukunftsmarkt Barrierefreier Tourismus

„Es ist ein Skandal, dass schon die Urlaubsplanung wie beispielsweise die Suche nach barrierefreien Zimmern oder Freizeitangeboten für viele Menschen mit Behinderung zu einem kräftezehrenden und frustrierenden Hürdenlauf wird“ sagt Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow.

Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Ferienzeit ist Reisezeit. Auch viele Menschen mit Handicap wollen ihre freie Zeit genießen und reisen. Doch Ehepaare berichten mir, dass sie nicht mehr gemeinsam in den Urlaub fahren können, weil der Partner wegen einer chronischen Erkrankung jetzt im Rollstuhl sitzt. Familien mit Kindern müssen in den Ferien zu Hause bleiben, weil sie wissen, dass weder das Freibad noch die Eisdiele oder die Pizzeria am Urlaubsort stufenfrei zu erreichen sind und kein rollstuhlgerechtes WC haben. Es ist ein Skandal, dass schon die Urlaubsplanung wie beispielsweise die Suche nach barrierefreien Zimmern oder Freizeitangeboten für viele Menschen mit Behinderung zu einem kräftezehrenden und frustrierenden Hürdenlauf wird, weil es noch immer zuwenig Angebote gibt. Hier muss sich dringend etwas ändern, wenn Teilhabe an den Urlaubs- und Freizeitangeboten kein Lippenbekenntnis bleiben soll.“ Dies erklärte die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow heute (3. April 2009) in Düsseldorf aus Anlass der beginnenden Osterferien.

Gemkow wies in diesem Zusammenhang auf das große wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Potential des Tourismus hin: „Über 17 Millionen Besucher und 41 Millionen Übernachtungen in unserem Bundesland sprechen eine deutliche Sprache. Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung wird barrierefreier Tourismus zum Zukunftsmarkt. Alle Verantwortlichen sind gut beraten, diese Chancen zu nutzen und mit den Vertretern der Behindertenverbände vor Ort zusammen zu arbeiten.“

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