Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren

7. Januar 2009

Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow fordert: 2009 müssen die Weichen für mehr Barrierefreiheit gestellt werden! / „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“

"Barrierefreiheit bleibt mein „TOP-Thema“ 2009. Das Behindertengleichstellungsgesetz und andere Vorschriften zum Bauen sind dazu da, mehr Lebensqualität und Teilhabe der Menschen zu garantieren. Darum verlange ich 2009 entschlossenes Handeln bei der Umsetzung", sagte heute die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow.

Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„2009 will ich mehr Taten beim Abbau von Barrieren sehen. Weg mit den vielen Stolperfallen, Stufen, Treppen und sonstigen baulichen Hindernissen! Das bringt Sicherheit und Wohnlichkeit für alle Menschen. Ich will, dass das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung des Abbaus von Schwellen, Stufen und Treppen in unserer Gesellschaft endlich gestärkt wird. Der Abbau von Barrieren muss zum „guten Ton“ gehören und darf nicht als „Seniorenthema“ abgetan werden. Barrierefreiheit ist ein Gewinn für alle. Deshalb müssen Wohnungen, Bahnhöfe, Verkehrsmittel, Arztpraxen, öffentliche Gebäude, Sportstätten und soziale Einrichtungen stärker unter anderem an die Bedarfe älterer und behinderter Menschen sowie unserer Familien angepasst werden. Das gilt gerade dort, wo Steuermittel aus Konjunkturprogrammen fließen. Bauwirtschaft und Zulieferer können profitieren und Arbeitsplätze schaffen, wenn Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes dafür eingesetzt werden, um unsere Umwelt und unsere Wohnungen stolperfrei zu machen“, erklärte Angelika Gemkow heute (7. Januar 2009) aus Anlass ihrer Neujahrs-Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Angelika Gemkow: „Beim Klimaschutz ziehen alle an einem Strang, beim gezielten Abbau von baulichen Barrieren und Hindernissen haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Z.B. haben 78 Prozent der Wohnungen Barrieren im Eingangsbereich, im Haus, im Bad, auf dem Balkon. Deshalb fordere ich:

1. Die Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes sowie Fördermittel des Landes (z.B. aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm) müssen auch für den Abbau von baulichen Barrieren eingesetzt werden.

2. Förderprogramme zur Energieeinsparung und zur Wohnraummodernisierung müssen zukünftig noch besser verzahnt werden. Bauherren, die Energiesparmaßnahmen planen, müssen motiviert werden, gleichzeitig auch Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit in Angriff zu nehmen.

3. Steuermittel müssen grundsätzlich immer so eingesetzt werden, dass sie Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen zu Gute kommen können. Öffentliche Förderungen müssen mit der Pflicht verbunden werden, Barrieren abzubauen, soweit dies vom Förderzweck her grundsätzlich möglich ist.

Barrierefreiheit bleibt mein „TOP-Thema“ 2009. Das Behindertengleichstellungsgesetz und andere Vorschriften zum Bauen sind dazu da, mehr Lebensqualität und Teilhabe der Menschen zu garantieren. Darum verlange ich 2009 entschlossenes Handeln bei der Umsetzung. Hierfür werde ich mich weiter mit aller Kraft für dieses Ziel einsetzen und dazu eine landesweite Tour „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“ durch das Land unternehmen. Ich will anhand guter Beispiele öffentlichkeitswirksam zeigen, wie man bauliche Hürden vermeiden und mehr Komfort für alle schaffen kann.“

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