Land sichert sich Schweinegrippe-Impfstoff

17. Juni 2009

Land sichert sich Schweinegrippe-Impfstoff

Nordrhein-Westfalen hat sich ein Vorkaufsrecht für Impfstoff gegen die Schweinegrippe gesichert. Die gesamte Bevölkerung des Landes zu impfen, würde 500 Millionen Euro kosten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Er hoffe daher, dass die Weltgesundheitsorganisation mit einer Impf-Empfehlung «verantwortungsbewusst» umgehe. Außerdem beschloss die Landesregierung den Kauf von Spritzen und Nadeln für alle 18 Millionen Menschen des Landes. Das Impfzubehör kostet zwei Millionen Euro. (dpa)

Nordrhein-Westfalen hat sich ein Vorkaufsrecht für Impfstoff gegen die Schweinegrippe gesichert. Die gesamte Bevölkerung des Landes zu impfen, würde 500 Millionen Euro kosten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Er hoffe daher, dass die Weltgesundheitsorganisation mit einer Impf-Empfehlung «verantwortungsbewusst» umgehe. Außerdem beschloss die Landesregierung den Kauf von Spritzen und Nadeln für alle 18 Millionen Menschen des Landes. Das Impfzubehör kostet zwei Millionen Euro. (dpa)

Bislang sei die Schweinegrippe deutlich milder als die alljährliche Wintergrippe, an der in Deutschland jährlich etwa 15 000 Menschen sterben, betonte Laumann. An eine Impfpflicht für die Bevölkerung sei daher bei der Schweinegrippe nur im Fall einer deutlich gefährlicheren Variante zu denken. Das Vorkaufsrecht bei den Unternehmen Novartis und GlaxoSmithKline sei daher rein vorsorglich.

Bislang seien 103 Schweinegrippe-Fälle in NRW aufgetreten, bundesweit seien es 200. In Europa habe das neue Grippe-Virus 2400 Menschen befallen und weltweit 36 000. Zur Behandlung der Grippe habe das Land außerdem für 30 Prozent der Bevölkerung das Mittel Tamiflu eingelagert. Hinzu kämen Reserven im Handel und bei großen Unternehmen.

Die Krankheitsverläufe seien sehr flach und bislang gut behandelbar. «Es ist noch keine Katastrophe, es gibt keinen Grund zur Panik», sagte Laumann. Beim einzigen Todesfall in Europa handele es sich um eine Frau, die bereits wegen einer anderen Erkrankung auf einer Intensivstation lag.

Ob dies so bleibe, werde von den Virologen aufmerksam beobachtet. «Es ist ein neues Grippe-Virus entstanden, anders als das, das wir seit 41 Jahren kennen», sagte der Minister. Er lobte die bisherigen Maßnahmen der kommunalen Gesundheitsämter zur Eindämmung der Pandemie. «Besonders die Düsseldorfer haben einen richtig guten Job gemacht.»

(dpa)

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