Planungssicherheit für das Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau

17. März 2010

Land schafft Planungssicherheit für das Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau

Am Borbecker Mühlenbach in Essen haben Umweltminister Uhlenberg und der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Dr. Jochen Stemplewski, eine Rahmenvereinbarung zum Emscher-Umbau unterzeichnet. In den nächsten Jahren werden mehr als zwei Milliarden Euro in der Region für die Infrastruktur und für den Emscher-Umbau investiert. Das Land wird diese Investitionen mit rund 400 Millionen Euro fördern.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Am Borbecker Mühlenbach in Essen haben heute Umweltminister Eckhard Uhlenberg und der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Dr. Jochen Stemplewski, die Rahmenvereinbarung zum Emscher-Umbau unterzeichnet. „Der heutige Tag bringt uns der Vision einer blauen Emscher im grünen Emschertal ein großes Stück näher. Das Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau ist von hoher Bedeutung für den Strukturwandel dieser Region“, sagte Uhlenberg.

Gegenstand der Rahmenvereinbarung ist vor allem die Finanzierung der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen des Emscher-Umbaus durch die Emschergenossenschaft und das Land für den Zeitraum 2010 bis 2020. In den nächsten Jahren werden mehr als zwei Milliarden Euro in der Region für die Infrastruktur und für den Emscher-Umbau investiert. Das Land wird diese Investitionen mit rund 400 Millionen Euro fördern. In der Rahmenvereinbarung werden der Zeitrahmen und die finanzielle Unterstützung durch das Land verbindlich vereinbart. Damit erhält die Emschergenossenschaft verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für dieses Jahrhundertprojekt.

Bereits seit Beginn der 90er-Jahre wird der Umbau des Emschersystems von der Emschergenossenschaft geplant und umgesetzt. Inzwischen ist er in vollem Gange. Das alte System der offenen Abwasserableitungen wird Schritt für Schritt aufgegeben und das Schmutzwasser in unterirdischen Abwasserkanälen den Kläranlagen zugeleitet. Die vom Abwasser befreiten Gewässer werden umgebaut und ökologisch verbessert. Dieses größte Infrastrukturvorhaben der Region ist ein Jahrhundertprojekt. Ein vergleichbares wasserwirtschaftliches Projekt gibt es in Europa nicht.

„Bewusst haben wir für die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zum Emscher-Umbau das Ufer des Borbecker Mühlenbachs ausgesucht. Das Gewässer befindet sich mitten in der ökologischen Umgestaltung. Bereits heute erkennt man den neuen kurvenreichen Lauf des Flusses, das alte gradlinige Betonkorsett gehört der Geschichte an. Das Beispiel Borbecker Mühlenbach bietet einen Vorgeschmack auf das Neue Emschertal“, sagt Dr. Stemplewski.

Die ökologische Verbesserung des Borbecker Mühlenbachs ist eines der Projekte, die vom Land NRW gefördert werden. Insgesamt hat die Emschergenossenschaft bislang mehr als 200 von 400 Kilometer an Abwasserkanälen verbaut sowie mehr als 55 von rund 350 Kilometern Ufer neu gestaltet. Auf einer Länge von 20 Kilometern ist im Osten des Emschertals von Holzwickede bis Dortmund-Deusen Anfang 2010 bereits ein unterirdischer Abwasserkanal in Betrieb genommen worden, dort ist die Emscher bereits vom Abwasser befreit.

Uhlenberg und Dr. Stemplewski kündigten an, dass Ende 2017 der große 51 Kilometer lange große Haupt-Abwasserkanal Emscher von Dortmund-Deusen bis Dinslaken und alle Zubringerkanäle errichtet und bis Ende 2020 die Emscher sowie alle Nebenläufe naturnah umgestaltet werden. Damit hat sich die Emschergenossenschaft mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Die Gewässer und ihre Landschaft – und nicht Abwassergerinne – sollen wieder die Städte und die Region prägen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566 294 (Markus Fliege).

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