Projekt-Stipendien in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen

22. September 2009

Land Nordrhein-Westfalen vergibt acht interdisziplinäre Projekt-Stipendien in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen

Zum zweiten Mal vergibt das Land Nordrhein-Westfalen acht neu einge­richtete Stipendien an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff: „Was als Pionierprojekt in der Stiftung Künstler­dorf Schöppingen begann, kann heute bereits als voller Erfolg bezeich­net werden."

Die Staatskanzlei teilt mit:

Zum zweiten Mal vergibt das Land Nordrhein-Westfalen acht neu einge­richtete Stipendien an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft in den Bereichen „Mixed Media / Neue Medien“ und „Interdis­ziplinäre Projekte“. Das gab der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff heute (22. September 2009) in Düsseldorf bekannt. „Was als Pionierprojekt in der Stiftung Künstler­dorf Schöppingen begann, kann heute bereits als voller Erfolg bezeich­net werden. Die wissenschaftsübergreifenden Stipendien sind eine Idee mit Zukunfts- und Modellcharakter. Im Bereich der Stipendienlandschaft hatten sie vom Start weg eine große internationale Resonanz“, sagte Grosse-Brockhoff. Die Stipendien sind mit 1025,- Euro monatlich dotiert. Sie werden durchschnittlich für vier Monate gewährt.

Beim 20-jährigen Jubiläum der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen im Frühjahr konnte der Kulturstaatssekretär in der Ausstellung „Labor Schöppingen - das Universum nebenan“ bereits einen Eindruck von der Neuartigkeit konkreter Projekte aus der ersten Tranche dieser speziellen Stipendien an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft gewinnen. Zu sehen gab es etwa chipgesteuerte Skulpturen, eine computergenerierte Simulation zur Evolution, die Umsetzung von Genabdrücken in künstlerische Formen oder auch ein Sharing-Projekt zur Adoption von vernachlässigten Pflanzen über das Internet.

Die „KWW-Stipendien“ nehmen gerade erst entstehende Entwicklungen in der internationalen Kunst auf. Dabei werden die überkommenen Grenzen zwischen den Gattungen und Wissenschaftsbereichen über­schritten. Im Zusammenspiel von bisher ungesehenen Ideen und Verbindungen entsteht ein neues Zusammenwirken der Potentiale von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Projektbewerbungen für diesen Stipendienbereich können dabei sowohl von Künstlern wie auch von Wissenschaftlern mit künstlerischem Hintergrund stammen. Wegen ihres innovativen Charakters mit Forschungszuschnitt werden die Stipendienprojekte vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer zunächst auf drei Jahre befristeten Förderung in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen unterstützt.

Von der Jury wurden in diesem Jahr für die geförderten Modell­stipendien 2009 „KWW-Kunst-Wissenschaft-Wirtschaft“ ausgewählt:

  • Verena Friedrich (*1981 Hanau) mit dem Projekt „Cellular Performance“.
  • Flora Hitzing (*1978 Kiel) mit dem Projekt „elementares Formen und Bewegung auf molekularer Ebene".
  • Anke Heelemann (*1979 Hoyerswerda) mit einem Projekt zur Soziologie anoymer Privatfotografien und ihrer Textualität.
  • Yuki Jungesblut (*1974 Hamburg) mit ihrem Projekt „Virus as Superstar".
  • Christina Karababa (*1970 Athen) & Anja Vormann (*1963 Schwelm) von diesem Wissenschaftler-Künstlerduo wurde das Projekt „Konzept Leonardo da Vinci" eingereicht.
  • Miriam Kilali (*1965 Berlin) mit dem Projekt „Reichtum", das sozio­kulturelle, wirtschaftliche und kreative Faktoren vereint.
  • Gruppe „Manipulation", das sind: Dominique Dinies, Architektur (*1974), Michèle Dinies, Biologe u. Kunst (*1972), Sebastian Walter, Biologie und Kunst (*1968) mit dem Projekt „Zeitspion“, einer visuellen Zeitmaschine.
  • Markus Wirthmann (*1963 Aschaffenburg) mit einem Projekt, das als „Labor“ Naturphänomene und physikalisch-chemischen Prozesse in die Ästhetik der Kunst überträgt.

Die ersten der neuen Stipendiaten werden im Oktober in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen eintreffen. Für Rückfragen steht Ihnen dort Heinz Kock zur Verfügung unter Telefon 02555-938112.

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