Strategie gegen Eichenprozessionsspinner

Land Nordrhein-Westfalen und Kommunen stimmen Strategie gegen Eichenprozessionsspinner ab

4. März 2020

Staatssekretär Dr. Bottermann: Die Klimaveränderungen unterstützen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Um Gesundheitsgefahren vorzubeugen, ist ein gemeinsames Vorgehen aller relevanten Stellen erforderlich

Auf Einladung des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen trafen sich Vertreter von Landesregierung, Kommunen, Landwirtschaftskammer und Landesbetrieb Wald und Holz in Lüdinghausen, um eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner abzustimmen.

 
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Auf Einladung des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen trafen sich am Mittwoch, 4. März 2020, Vertreter von Landesregierung, Kommunen, Landwirtschaftskammer und Landesbetrieb Wald und Holz in Lüdinghausen, um eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner abzustimmen. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen des Nachtfalters. Diese entwickeln ab Mai „Brennhaare“, die zu entzündlichen Hautreizungen und Atembeschwerden führen können.
 
„Die Klimaveränderungen unterstützen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Um Gesundheitsgefahren vorzubeugen, ist ein gemeinsames Vorgehen aller relevanten Stellen erforderlich. Basierend auf dem heutigen Austausch werden wir in Kürze einen entsprechenden Praxisleitfaden veröffentlichen“, so Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen. Neben dem Umweltministerium nahm auch das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen an dem Treffen teil. Die Veröffentlichung des Leitfadens ist im April dieses Jahres geplant.
 
Die Erarbeitung eines Leitfadens wurde bereits im vergangenen Jahr vereinbart. Vorausgegangen war ein Fachgespräch zwischen Umweltministerium, Gesundheitsministerium, Kommunen und relevanten Behörden.
 
Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt warme und trockene Standorte, weshalb er häufig auch an Einzelbäumen und Waldrändern im städtischen Umfeld vorkommt. „Der Eichenprozessionsspinner wird alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen künftig noch stärker betreffen. Deshalb war es uns wichtig, heute gemeinsam mit dem Land auch die weiteren Städte und Gemeinden mit ins Boot zu holen“, betonte Richard Borgmann, Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen: „Denn der Eichenprozessionsspinner macht an den Grenzen einer jeweiligen Kommune nicht halt.“
 
„Der Eichenprozessionsspinner überwintert als kleine Larve im Ei, aus denen im Frühjahr dann die Raupen schlüpfen. Im Sommer sind auch am Stamm lange „Prozessionen“ zwischen Nest und Baumkrone sichtbar. Etwa im Mai und Juni entwickeln die Raupen die mit Widerhaken versehenen Brennhaare“ erläutert Dr. Mathias Niesar vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW.
 
Die Ministerien raten dringend dazu, sich von den Raupen, deren Nestern und Häuten fernzuhalten. Auch sollten, etwa im heimischen Garten, keine Gegenmaßnahmen auf eigene Faust durchgeführt werden. Für das Entfernen der Nester im öffentlichen Raum beauftragen die Kommunen Spezialfirmen. Sofern ein Befall im privaten Garten oder Wald zu beobachten ist, sollten auch hier vom Eigentümer Spezialfirmen beauftragt werden. Ungeachtet dessen sollte das Ordnungsamt der zuständigen Kommune informiert werden, damit die befallenen Stellen von den Kommunen kartiert werden können. Einige Kommunen haben für die Meldung von Vorkommen des Eichenprozessionsspinners bereits Online-Portale eingerichtet.
 
 

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