Land fördert Programm zur Restaurierung in der Bildenden Kunst in Nordrhein-Westfalen

7. Mai 2009

Land fördert Programm zur Restaurierung in der Bildenden Kunst in Nordrhein-Westfalen / Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff: „Erhalt kulturellen Erbes muss auch in Zeiten der Wirtschaftskrise hohe Priorität behalten“

Der Erhalt von Kulturgut muss auch in Zeiten der Wirtschaftkrise eine ungemindert hohe Priorität behalten. Das hat Kultur-Staatssekretär Grosse-Brockhoff heute beim Besuch des Münsteraner Stadtmuseums betont. Nordrhein-Westfalen verfüge über eine reiche kulturelle Substanz, die erhalten und bewahrt werden müsse.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Der Erhalt von Kulturgut muss auch in Zeiten der Wirtschaftkrise eine ungemindert hohe Priorität behalten. Das hat der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff heute (7. Mai 2009) in Münster betont. Grosse-Brockhoff: „Die Ereignisse in Köln haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns um den Erhalt unseres Kulturguts kümmern. Das darf auch in Zeiten einer Wirtschafts­krise nicht vergessen werden. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine reiche kulturelle Substanz, die erhalten und bewahrt werden muss, weil sie Geschichtsbewusstsein, Selbstvergewisserung und Werteorien­tierung ermöglicht. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt deshalb jährlich einen Betrag von bis zu einer Million Euro zur Konservierung und Restaurierung von Werken der Bildenden Kunst bereit“. Grosse-Brockhoff sagte, gerade der Restaurierungsbedarf etwas weniger spektakulärer Kunstschätze bedürfe des Engagements des Landes.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat vor zwei Jahren erstmalig das Programm „Substanzerhalt von Kulturgütern - Restaurierungsprogramm Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen“ ausgerufen. Museen und Sammlungen werden dabei unterstützt, dringend notwendige Kon­servierungs- und Restaurierungsmaßnahmen durchzuführen. Kunst­werke, die vom Zerfall bedroht waren, werden erhalten und der Bestand der Sammlungen gesichert.

Nicht nur die Restaurierung von Kulturgütern aus der Bildenden Kunst, sondern auch konservatorische, also rein erhaltende Maßnahmen, konnten gefördert werden. Eine finanzielle Unterstützung wurde geleis­tet, wenn die Arbeiten im eigenen Haus realisiert (Materialien, Geräte, Honorare für externe Restauratoren, Experten), oder in anerkannten externen Werkstätten in Auftrag gegeben wurden.

Eine unterstützende Förderung durch das Land umfasst maximal 50 Prozent der Gesamtkosten eines Restaurierungsvorhabens. Um die Beteiligung möglichst vieler Institutionen an dem landesweiten Pro­gramm zu gewährleisten, dürfen die Projektkosten den Betrag von 100.000 Euro nicht übersteigen. Der Anteil an Eigenmitteln sollte mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten betragen.

Im Rahmen des Programms kooperierte die Kulturabteilung der Staats­kanzlei mit dem Verband der Restauratoren e.V. (VDR) in Bonn. Eine von der Kulturabteilung der Staatskanzlei berufene Expertenjury be­wertete die Anträge und stimmte über eine Förderung ab. Bei der Aus­wahl der geförderten Projekte wurde Wert auf eine hohe Qualität der zu restaurierenden Objekte und auf die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gelegt.

Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff besuchte das Münsteraner Stadtmuseum, um die außergewöhnliche Restaurierungs­arbeit des ältesten städtischen Kunstbesitzes, hölzerne Altartafeln des namhaften spätmittelalterlichen Künstlers Jan Baegert (1465 – ca. 1535), in Augenschein  zu nehmen. Die Restaurierung wird maßgeblich vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die um 1510 datierten Altartafeln des Jan Baegert im Stadtmuseum Münster verdeutlichen nach Worten des nordrhein-westfälischen Staatssekretärs für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff die Bedeu­tung des Restaurierungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen.

Folgende Maßnahmen werden im Rahmen des Programms gefördert:

BR Arnsberg

 

Förderung

Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Dortmund

Glasmalereifenster, 17. bis 19. Jh.

2008/2009

Gustav-Lübcke-Museum, Hamm

Koptische Textilien, 13. und 14. Jh.

2008/2009

Museum am Ostwall, Dortmund

Grafiken, Gemälde, Skulpturen; 19./20. Jh.

2009

Städtische Galerie, Lüdenscheid

Grafiken und Gemälde von Paul Wieghardt, 20. Jh.

2009/2010

Siegerlandmuseum, Siegen

Caritas Romana von Peter Paul Rubens, ~1620/1630

2009/2010

 

BR Detmold

 

Förderung

Kreis Gütersloh

Gesamtkunstwerk Peter August Böckstiegel; Innenausstattung d. Hauses und Bildwerke, 20. Jh.

2008/2009

Kreismuseum Wewelsburg

10 Gemälde von Jo Glahe, 20. Jh.

2008/2009

 

BR Düsseldorf

 

Förderung

museum kunstpalast düsseldorf

Graphiken, 18. und 19. Jh.

2009/2010

Hetjens-Museum, Düsseldorf

Meißener Porzellan, ~ 1710 bis 1735

2008/2009

Museum Folkwang Essen

Ludwig-Richter Sammlung, 19. Jh.

2008

Stadtmuseum Düsseldorf

Fotografien und Fotonegative, 19. Jh.

2009/2010

 

BR Köln

 

Förderung

Düren, Leopold-Hoesch-Museum

Polychrome Bildwerke; Gemälde; Skulpturen; 18. bis 20. Jh.

2008/2009

Aachen, Suermont- Ludwig-Museum

100 Polychrome Bildwerke, 18. bis 19.Jh.

2008/2009/
2010

LVR- Landesmuseum Bonn

Holzskulpturen (Madonnen),
14. und 15.Jh.

2009/2010

 

BR Münster

 

Förderung

LWL- Landesmuseum Münster - Haus Assen

Tapisserien, ~ 1720

2009/2010

LWL - Landesmuseum für Kunst und Kultur-
geschichte, Münster

Wrangelschrank, ~  1556

2009

Stadtmuseum Münster

Baegert-Altar, ~ 1500

2008/2009

 

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