Zukunftsfähig: Land fördert Abriss von nicht zeitgemäßen Hochhäusern

4. Mai 2010

Land fördert erstmals den Abriss von nicht mehr zeitgemäßen Hochhäusern – Siedlungen werden zukunftsfähig gemacht

Seit diesem Jahr fördert das Land den Abriss von Hochhäusern in nicht mehr zeitgemäßen Wohnanlagen. Als erstes Projekt erhielt jetzt die GEBAU Wohnen eG in Ennepetal den Bewilligungs­bescheid.

Das Ministerium für Bauen und Verkehr teilt mit:

Seit diesem Jahr fördert das Land den Abriss von Hochhäusern in nicht mehr zeitgemäßen, hochverdichteten Wohnanlagen. Als erstes Projekt erhielt jetzt die GEBAU Wohnen eG in Ennepetal den Bewilligungs­bescheid. Im Gegenzug verpflichtete sich die Genossenschaft, innerhalb der Quabecke-Siedlung 60 Wohnungen in den verbleibenden drei- bis fünfgeschossigen Wohngebäuden umzubauen und den zeitgemäßen Wohnstandards anzupassen.

„Wir wollen Vorreiter sein bei der Unterstützung von Erneuerungs­strategien in Wohnanlagen, die nicht mehr zukunftsfähig sind“, er­läuterte Bauminister Lutz Lienenkämper am Dienstag (4. Mai 2010) in Ennepetal bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. „Ein Teil des Bestands ist grundlegend umzustrukturieren, um die Wohn- und Lebensqualitäten auf Dauer zu verbessern. Hier lautet in vielen Fällen die Strategie: Abriss und hochwertiger, kleinteiliger und bezahlbarer Ersatzneubau.“

Ab 2010 bezuschusst das Land die Abrisskosten von hoch verdichteten Wohngebäuden der 1960er und 1970er Jahre, wenn der Eigentümer zugleich geförderte Wohnungen neu baut bzw. bestehende Wohnungen an geänderte Wohnbedürfnisse anpasst. Hierfür sind bis 2013 knapp 20 Millionen Euro eingeplant, davon 2 Millionen Euro in diesem Jahr. Der Zuschuss beträgt maximal 10.000 Euro pro geförderte neue Wohnung.

In der 1973 errichteten Quabecke-Siedlung stehen 98 von insgesamt 188 Wohnungen leer, da sie nicht mehr dem heutigen Wohnstandard entsprechen. Aufgrund der fehlenden Nachfrage nach Wohnraum in dieser Großwohnform hat sich die GEBAU Wohnen eG für eine Er­neuerung der Wohnanlage mit Umbau und Abriss entschlossen. Vier Hochhäuser mit insgesamt 128 Wohnungen werden abgerissen. In den benachbarten drei- bis fünfgeschossigen Wohnhäusern baut die Genos­senschaft 60 Wohnungen um. Dazu gehören das barrierefreie Wohnen, Wärmedämmung, die Modernisierung der Elektroinstallation, der Sanitäreinrichtungen und der Heizung sowie neue Kunststofffenster. Diese Wohnungen unterliegen dann einer Bindungsfrist von 20 Jahren. Die Gesamtkosten für Abriss und Umbau belaufen sich auf rund 9,4 Mil­lionen Euro. Davon werden rund 5,5 Millionen Euro im Rahmen der Wohnraumförderung finanziert.

„Durch die Kombination des Teilabrisses von nicht mehr zukunfts­fähigem Wohnraum und den Umbau der erhaltenen Wohnungen mit zeitgemäßen Standards entsteht eine kleinteilige, überschaubare Wohnanlage für Menschen mit niedrigem Einkommen“, betonte Minister Lienenkämper. „Wir tragen mit diesem bundesweit modellhaften Erneu­erungsansatz dazu bei, dass wir Wohnquartiere erhalten und verbes­sern, in denen Familien mit Kindern ebenso gerne leben wie kleine Haushalte mit älteren Menschen.“

Michael Lendeckel, Vorstand der GEBAU Wohnen eG, kündigte ein sozialverträgliches Vorgehen an. Alle Mieter werden mit Ersatz­wohnraum versorgt oder behalten ihre alte Wohnung. Die Miete werde in mehreren Schritten auf die bewilligte Höhe angehoben. „Die Wohnungen werden technisch so aufgewertet, dass wir hier Neubau­standard erreichen“, sagte Lendeckel „Ohne öffentliche Förderung wäre diese Art der Umstrukturierung einer kompletten Wohnanlage zu den beabsichtigten Mieten nicht möglich.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Bauen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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