Kulturstaatssekretär: „Internationale Expertenanhörung als Chance begreifen“

25. Juni 2009

Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff: „Internationale Expertenanhörung als Chance begreifen“

Als eine große Chance hat der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur, Hans-Heinrich Grosse Brockhoff, die Anhörung internationaler Experten bezeichnet. Sie müsse jetzt genutzt werden, um aus dem Ein­sturz des Kölner Stadtarchivs zu lernen.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Als eine große Chance hat der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur, Hans-Heinrich Grosse Brockhoff, die Anhörung internationaler Experten bezeichnet. Sie müsse jetzt genutzt werden, um aus dem Ein­sturz des Kölner Stadtarchivs zu lernen. Grosse-Brockhoff sagte heute in Köln: „Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs wirft Fragen auf, die weit über die Stadt Köln hinaus weisen. Denn es sind unermessliche Schätze unseres kulturellen Gedächtnisses, die in allen unseren Archi­ven bewahrt werden. Ziel der Expertenanhörung war es, mit Nachdruck grundsätzliche Fragen der Sicherung des Archivguts zu erörtern. Das ist mit großem Erfolg geschehen.

Große-Brockhoff: „Das Unglück von Köln hat das Bewusstsein für Be­standserhaltung als Mittel des Kulturgutschutzes in der breiten Öffent­lichkeit geschärft. Neben der nicht vorhersehbaren Katastrophe gibt es die ‚schleichende Katastrophe’ des langsamen Zerfalls.“ Die Experten haben die Initiative der Landesregierung mit bislang knapp zwölf Millionen Euro (2006 bis 2009) für den Substanzerhalt mehrfach gewürdigt. Neben präventiven Maßnahmen haben die Experten Notfallvorsorgepläne für alle Standorte gefordert.

Außerdem äußerten sich die Experten zur Verantwortlichkeit der Unter­haltsträger für die Archivgebäude. Grosse-Brockhoff: „Die Experten for­derten ein spezifisches und nachhaltiges Risikomanagement, das die besonderen Bedingungen der einzelnen Standorte berücksichtigt. Die Nachhaltigkeit muss durch regelmäßige Inspektionen gesichert werden. Die 200.000 Euro Soforthilfe des Landes für die Digitalisierung der Sicherungsfilme sind der Baustein für das Archiv der Zukunft. Der Sonderfall Köln bietet die Möglichkeit, neue Wege im Zusammenspiel von Benutzern und Archiven zu gehen.“

Die Expertenanhörung fand in Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers am 24. Juni 2009 in Köln statt.

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