Kulturhauptstadt Europas 2010 in Nordrhein-Westfalen

19. Oktober 2010

Kulturhauptstadt Europas 2010 in Nordrhein-Westfalen

"Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel"

Wie geht es weiter?

Die Ruhr Metropole gehört zu den dynamischen industriellen Ballungsräumen Europas. Die Entscheidung des EU-Ministerrats im November 2006, die Stadt Essen - stellvertretend für das Ruhrgebiet - als Kulturhauptstadt Europas 2010 zu benennen, stellte für die Region, die 53 Städte und 4 Kreise umfasst, eine große Chance dar, die erfolgreich genutzt wurde.

Entsprechend dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" wurde mit der Kulturhauptstadt 2010 der Strukturwandel in der Region durch innovative Ideen, Engagement und Kreativität nachhaltig vorangebracht.

Am 09.12.2010 wurde im Rahmen einer großen Pressekonferenz eine Bilanz zum Kulturhauptstadtjahr gezogen, die mit 10,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern, 5.500 Veranstaltungen und 65.000, zum Teil weltweiten Medienberichten zu Ende ging. Und der Erfolg der Kulturhauptstadt 2010 zeigt sich darin, dass im Jahr 2011 die Besucher- und Übernachtungszahlen gegenüber dem Kulturhauptstadtjahr in der Region weiter gestiegen sind, womit die Kulturhauptstadt Essen für das Ruhrgebiet einen Sonderstatus unter allen bisherigen Kulturhauptstädten Europas einnimmt. (Quelle: Pressemitteilung der Ruhr Tourismus GmbH vom 23.09.2011)

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, zog folgendes Resümee:
"Das Kulturhauptstadtjahr hat dafür gesorgt, dass auch weit über Nordrhein-Westfalen hinaus ein neues Bild vom Ruhrgebiet in den Köpfen entstanden ist. Wer sich auf die Region und ihre Menschen eingelassen hat, weiß nun: Das Ruhrgebiet verfügt über eine riesige kulturelle Vielfalt, es steht für Aufbruch und Erneuerung. Nicht zuletzt hat das Jahr etwas Verbindendes geschaffen, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das bleiben wird. Zum Abschluss wird eine riesige Herkulesstatue auf dem Turm von Zeche Nordstern installiert, als weit sichtbares Symbol des Erfolgs von RUHR.2010, aber auch als Zeichen der Herausforderungen, die der Strukturwandel uns weiterhin aufgibt. Das Land wird sich dieser Aufgabe stellen, so wie es seinen Teil zum Kulturhauptstadtjahr beigetragen hat."

Um die Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt 2010 in der Metropole Ruhr zu sichern, haben das MFKJKS und der Regionalverband Ruhr gemeinsam ein Konzept erarbeitet, das am 12. Oktober 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Kulturministerium und der RVR werden - vorbehaltlich der Haushaltsentwicklungen - jährlich je 2,4 Millionen Euro bereit stellen, um die im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 entwickelten neuen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen mit insgesamt 4,8 Millionen Euro zu fördern und weiter zu entwickeln.

Kulturministerin Ute Schäfer erklärte: "Das Ruhrgebiet wird national und international immer attraktiver. Deshalb darf das Kulturhauptstadtjahr kein Strohfeuer sein. Im Gegenteil: Der Schub, den dieses Jahr dem Ruhrgebiet gegeben hat, seine besten Projekte, die vielen Verbindungen, Netzwerke und Synergien, die entstanden sind, müssen erhalten und weitergeführt werden. Als Landesregierung setzen wir uns deshalb dafür ein, den positiven Wandel des Ruhrgebiets weiter zu unterstützen und voranzubringen. Wir wollen, dass die international so erfolgreiche Kultur-Metropole Ruhr dauerhaft attraktiv bleibt."

Der Regionalverband Ruhr (RVR) wird nach der Kulturhauptstadt vermehrt koordinierende Aufgaben für die Entwicklung der Kultur in der Metropole Ruhr übernehmen. Sein Ausschuss für Kultur und Sport bleibt wichtiges Leitorgan der kulturpolitischen Entwicklung. Darüber hinaus veranstalten das Land NRW und der RVR ab 2012 jährlich eine programmatische "Kulturkonferenz Ruhr" zu jeweils aktuellen Fragen der regionalen Kulturpolitik.

Die Kultur Ruhr GmbH, derzeit u. a. verantwortlich für die Durchführung der Ruhrtriennale, wird um die eigenständige Programmsäule "Künste im urbanen Raum" erweitert. Dort soll an die im Rahmen der Kulturhauptstadt gebildeten Netzwerke und Projekte angeknüpft werden. Ein wichtiges Ziel dieser regionalen Kulturentwicklung durch die neue Sparte besteht vor allem darin, die Zusammenarbeit bestehender Kultureinrichtungen zu unterstützen und so über die Region hinaus strahlende Exzellenzprojekte zu initiieren und zu fördern.

Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) hat im Kulturhauptstadtjahr erfolgreich die Metropole Ruhr national und international als Ziel für Städtereisen beworben. Dieser Weg soll durch die touristische Vermarktung der "Kulturmarke Ruhr" weiter fortgeführt werden. Zudem wird die RTG, wie schon bei der bekannten "ExtraSchicht", als Veranstaltungsagentur identitätsstiftende, regionale Veranstaltungen mit breiter Bürgerbeteiligung konzipieren und durchführen.

Durch das "European Center for Creative Economy (ecce)" und die wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) soll darüber hinaus die begonnene Entwicklung der Kreativwirtschaft in einer gesicherten Trägerstruktur fortgeführt werden.

Zum Download:
Positionspapier von Land und RVR Kulturmetropole Ruhr - Perspektiven nach dem Kulturhauptstadtjahr

Ansprechpartner

Reinhard Krämer
reinhard.kraemer@
mfkjks.nrw.de

Christine Holsträter
christine.holstraeter@
mfkjks.nrw.de

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