Ministerpräsident Laschet gedenkt der Opfer des Holocaust bei zentraler Feier in Paris
27. Januar 2020

Kulturbevollmächtigter Armin Laschet: Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Deutschland und in Frankreich keinen Platz! ‚Nie wieder‘ muss Teil der Staatsräson sein

Paris-Aufenthalt am 27. Januar: Besuch des Mémorial de la Shoah mit französischem Staatspräsidenten Emmanuel Macron und Bildungsminister Jean-Michel Blanquer, Gespräch mit Jugendlichen über Antisemitismus und Rassismus

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ministerpräsident Armin Laschet, ist am 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau in die französische Hauptstadt Paris gereist.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ministerpräsident Armin Laschet, ist am 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau (27. Januar 2020) in die französische Hauptstadt Paris gereist.
 
Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron gedenkt der Kulturbevollmächtigte der Opfer des Holocaust bei der zentralen Feier im Mémorial de la Shoah und nimmt an der Einweihung der restaurierten Mur des Noms (Mauer der Namen) teil. Laschet besucht als erster deutscher Ministerpräsident und Kulturbevollmächtigter die zentrale französische Holocaust-Gedenkstätte.
 
Der deutsch-französische Kulturbevollmächtigte Ministerpräsident Laschet: „Auch 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz ist Antisemitismus leider noch immer Realität. Dem müssen wir uns entschlossen entgegenstellen: Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Deutschland und in Frankreich keinen Platz! Nicht auf den Straßen, nicht im Internet und nicht auf unseren Schulhöfen – nie wieder! ‚Nie wieder‘ muss in jedem unserer Köpfe tief verankert sein, ‚nie wieder‘ muss unser aller Handeln und Entscheiden prägen, ‚nie wieder‘ muss Teil der Staatsräson sein. Deshalb haben der französische Bildungs- und Jugendminister Blanquer und ich auch den Deutsch-Französischen Tag 2020 unter das Thema ‚Deutschland und Frankreich: gemeinsam im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus‘ gestellt.“

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Treffen Bildungsminister Blanquer und Gespräch mit Schülerinnen und Schülern über Antisemitismus und Rassismus
Am Nachmittag trifft der Kulturbevollmächtigte seinen französischen Amtskollegen Jean-Michel Blanquer, Minister für Bildung und Jugend, zu einem bilateralen Gespräch. Anschließend kommen Laschet und Blanquer im Mémorial de la Shoah mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des AbiBac-Gymnasiums Albert Schweitzer aus dem Pariser Vorort Le Raincy zu einer Gesprächsrunde zusammen und werden sich mit den Jugendlichen über die Themen Antisemitismus und Rassismus austauschen.
 
Kulturbevollmächtigter Laschet: „Der 27. Januar mahnt uns in besonderer Weise, die Erinnerung an die Shoa, an die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus, lebendig zu erhalten. Umso wichtiger ist es, dass gerade junge Menschen Gedenkstätten und Erinnerungsorte, wie das Mémorial de la Shoah, besuchen.“
Am Abend nimmt Laschet an einem Essen mit Vertretern des jüdischen Lebens, Medienschaffenden und Intellektuellen teil. Dieses findet auf Einladung von Botschafter Dr. Nikolaus Meyer-Landrut in dessen Residenz, dem Palais Beauharnais, statt.

Hintergrund: Holocaust-Gedenkstätte Mémorial de la Shoah
Das Mémorial de la Shoah ist der zentrale Gedenkort an den Holocaust in Frankreich. Die Mur des Noms (Mauer der Namen) im Mémorial ist ein Mahnmal mit Namen von Opfern der NS-Zeit. Eingraviert sind Namen von 76.000 Juden, darunter 11.000 Kindern, die von März 1942 bis August 1944 von den Nationalsozialisten in Kollaboration mit dem Vichy-Regime deportiert wurden und in Auschwitz-Birkenau, Sobibor, Lublin Majdanek und Kaunas-Reval getötet wurden. Nur 2.500 haben die Deportation überlebt. Die Gedenkstätte wurde 2005 durch den damaligen Staatspräsidenten Jaques Chirac eingeweiht.
 
 

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