Kultur-Bilanz im Kabinett

7. Juli 2010

Kultur-Bilanz im Kabinett / 130 Millionen für Kulturbauten / 60.000 Kinder machen mit bei „Jedem Kind ein Instrument“ / 4.700 Kulturprojekte mit Künstlerinnen und Künstlern an Schulen

Mit Berichten aus drei Feldern der Kulturpolitik wurde in der vergangenen Kabinettsitzung eine positive kulturpolitische Bilanz gezogen. Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff nannte die wichtigsten Eckdaten aus den Bereichen „Jedem Kind ein Instrument“, „Kultur und Schule“ und „Kulturbauten“.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Mit Berichten aus drei Feldern der Kulturpolitik wurde in der vergangenen Kabinettsitzung eine positive kulturpolitische Bilanz gezogen. Der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff nannte die wichtigsten Eckdaten aus den Bereichen „Jedem Kind ein Instrument“, „Kultur und Schule“ und „Kulturbauten“. Grosse-Brockhoff sagte dazu heute (7. Juli 2010) in Düsseldorf: „ Wir haben in den zurückliegenden fünf Jahren Kulturbauprojekte mit 130 Millionen Euro unterstützt. Künstlerinnen und Künstler waren mit rund 4.700 Projekten in der vergangenen Legislaturperiode an nordrhein-westfälischen Schulen. 13 Millionen Euro wurden für dieses Kernprojekt der Kulturpolitik eingesetzt. Im Programm „Jedem Kind ein Instrument“ werden ab dem kommenden Schuljahr 60.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen – das alles sind Zahlen, an denen sich der Erfolg unserer Kulturpolitik ablesen lässt. Selbst in Zeiten der Wirtschaftkrise ist es uns gelungen, Kultur den Stellenwert zu geben, der ihr zusteht. Neben der Verdoppelung des Kulturförderetats war ein zentrales Ziel, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen Zugang zu allen Sparten der Kunst zu ermöglichen. Ich denke, dass wir auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen sind. Auf die derzeitigen Ergebnisse können wir stolz sein.“

Zu den oftmals mit großem bürgerschaftlichem Engagement und privater Spendenbereitschaft realisierten Kulturbauprojekten gehören:

1. Dortmunder U. Bauherr ist die Stadt Dortmund (Architekten Gerber, Dortmund/Hamburg). Das rund 49 Millionen teure Bauvorhaben wurde zu 50 Prozent mit EU-Ziel 2 Mitteln und 9,158 Millionen Euro Landesbaumitteln gefördert.

2. Leopold-Hoesch-Museum Düren. Bauherr ist die Stadt Düren (Architekten Prof. Peter Kulka und Henryk Urbanietz Köln/Dresden). Die Baukosten belaufen sich auf 6,4 Millionen Euro zzgl. Sanierungskosten für den Altbau. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt mit 2,86 Millionen Euro gefördert.

3. Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20, Düsseldorf
Grundsanierung und Erweiterungsbau. Bauherr ist das Land Nordrhein-Westfalen. Für den Erweiterungsneubau zeichnen die dänischen Architekten Dissing + Weitling aus Kopenhagen verantwortlich. Durch die Museumserweiterung wurde die Ausstellungsfläche um 2.000 m² auf insgesamt rd. 5.000 m² erhöht. Die Baukosten betragen 39,7 Millionen Euro, von denen ein Großteil für die Grundsanierung des Bestandsgebäudes am Grabbeplatz verwendet werden musste. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Kunstsammlung NRW unterstützt den Neubau mit 4 Millionen Euro.

4. Neubau Emil Schumacher Museum, Hagen. Bauherr war die Stadt Hagen (Architekturbüro Lindemann, Mannheim). Die Baukosten in Höhe von 24,5 Millionen Euro wurden mit 60 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

5. Erweiterung des Museums Kurhaus Kleve (ehem. Friedrich-Wilhelm-Bad). Bauherr ist die Stadt Kleve (Architekten Prof. Nikkels, Dordrecht /NL, Dieter Willinek und Ingrid van Hüllen). Die Baukosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro, für die das Land eine Beteiligung – einschl. Denkmalschutzmittel – in Höhe von rd. 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat.

6. Neubau Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln. Bauherr ist die Stadt Köln (Architekten Schneider&Sendelbach, Braunschweig). Die Baukosten betragen für den Museumsbau 61,3 Millionen Euro und für die Garage 7 Millionen Euro. Das Land förderte diese Maßnahme mit 18,9 Millionen Euro aus GFG-Mitteln und 5,1 Millionen Euro aus Städtebaumitteln.

7. Neubau LWL-Landesmuseum, Münster. Bauherr ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Architekten Volker Staab, Berlin). Die Baukosten belaufen sich auf 38,7 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit neun Millionen Euro.

8. Haus der Musiker, Museumsinsel Hombroich, Neuss. Bauherr ist die Stiftung Insel Hombroich (Architekt Raimund Abraham, New York). Das Projekt erhielt einen Zuschuss aus Städtebaumitteln von rund 888.000 Euro.

9. Archiv für Künstlernachlässe in der Abtei Brauweiler. Eigentümer und Bauherr ist der Landschaftsverband Rheinland. Das Projekt wurde mit einem Zuschuss aus Städtebaumitteln von 2,065 Millionen Euro unterstützt.
10. Kubus Situation Kunst im Haus Weitmar (für Max Imdahl), Bochum. Bauherr ist die Stiftung Situation Kunst (Architekten Pfeiffer, Ellermann, Preckel, Münster/Berlin). Die Baukosten für den Glas-Kubus betrugen ca. 3,4 Millionen Euro. Das Projekt wurde zu 50 Prozent aus EU Ziel 2- Mitteln gefördert. Aus dem Kulturetat wurden 690.000 Euro getragen.

11. Erneuerung und Ausbau Stiftung Kloster Dalheim. Bauherr ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Architekten Pfeiffer, Ellermann, Preckel, Münster/Berlin). Derzeit werden im 2. Bauabschnitt auf einer NGF von 2.721 m² ca. 2000 m² Ausstellungsfläche realisiert. Die Gesamtkosten für alle Bauabschnitte belaufen sich auf 35,3 Millionen Euro. Die bisherige Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen beläuft sich auf ca. zehn Millionen Euro.

12. Neubau für das Landesarchiv NRW, Duisburg. Im Duisburger Innenhafen wird nach den Plänen der Architekten Ortner&Ortner Baukunst, Wien, ein Neubau für das Landesarchiv NRW errichtet. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW. Das Land zahlt nach Fertigstellung des Gebäudes an den BLB BRW künftig eine Jahresmiete von sechs Millionen Euro.

13. Ruhr Museum, Essen. Für das neue Ruhr Museum wurde eine unselbständige Stiftung auf der Zeche Zollverein in Essen gegründet, für die das Land einen jährlichen Beitrag von eine Million Euro geleistet.

Darüber hinaus wurden folgende Bauprojekte finanziell unterstützt:

Rekonstruktion Skulpturenpark Kunsthalle Bielefeld
Skulpturenpark Tony Cragg in Wuppertal
Glockenturm am Glockenmuseum in Gescher
städtische Galerie in Gladbeck

An Projekten, bei denen das private Engagement besonders hervorzuheben ist, sind zu nennen: Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle in Duisburg (Architekten Herzog und de Meuron, Basel) – Finanzierung durch das Sammlerehepaar Ströher. Neubau des Museum Folkwang in Essen (Architekt Chipperfield, London) – Finanzierung durch die Krupp-Stiftung/Prof. Berthold Beitz.

Mit Blick auf das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ sagte Grosse-Brockhoff: „Im kommenden Schuljahr 2010/11 werden erstmals 60.000 Kinder im Ruhrgebiet die Chance haben, ein Instrument zu erlernen. Jedem Kind ein Instrument ist das größte Programm kultureller Bildung, das in Deutschland jemals gestartet wurde. Es ist in dieser Form einzigartig in Europa und hat sich nicht nur im Ruhrgebiet bewährt.“

„Jedem Kind ein Instrument“ habe eine große Ausstrahlung und Signalwirkung - bundesweit und sogar international, so Grosse-Brockhoff weiter. In den Bundesländern Hamburg, Hessen, Thüringen und Sachsen seien durch das nordrhein-westfälische Beispiel inspirierte Initiativen entstanden oder in Vorbereitung. Die Umsetzung des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ kostete vom Schuljahr 2007/2008 bis zum Ende des Schuljahres 2010/2011 rund 47,23 Millionen Euro.

Nach fünf Jahren steht auch das Landesprogramm „Kultur und Schule“ als Kernprojekt der Landeskulturpolitik erfolgreich da: Rund 13 Millionen Euro wurden hier eingesetzt. Künstlerinnen und Künstler boten Kindern und Jugendlichen in insgesamt 4.700 Projekten aller künstlerischen Sparten die Chance, eigene kreative Erfahrungen mit Theater, Film, Musik oder Tanz zu machen. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff betonte, mit den Projekten seien etwa 100.000 Schülerinnen und Schüler erreicht worden. Evaluationen hätten ergeben, dass Kinder und Eltern mit dem Programm sehr zufrieden seien. Besonders der Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern wurde hoch geschätzt.

Vollständiger Bericht Kultur und Schule
Vollständiger Bericht Kulturbauprojekte

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Geschäftsbereichs Kultur in der Staatskanzlei, Telefon 0211 837-1136.

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