Krisenhilfe für knapp 11.000 Mittelständler

30. November 2009

Krisenhilfe für knapp 11.000 Mittelständler / NRW.Bank Spitzenreiter bei Förder- und Kreditprodukten

Knapp 11.000 kleine und mittlere Unternehmen haben seit Anfang des Jahres die Kredit-, Bürgschafts- und Beratungsprogramme des Landes und des Bundes zur Bewältigung der weltwirtschaftlichen Einflüsse auf Nordrhein-Westfalen in Anspruch genommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminis­teriums.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Knapp 11.000 kleine und mittlere Unternehmen haben seit Anfang des Jahres die Kredit-, Bürgschafts- und Beratungsprogramme des Landes und des Bundes zur Bewältigung der weltwirtschaftlichen Einflüsse auf Nordrhein-Westfalen in Anspruch genommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminis­teriums. „Die Daten dokumentieren überzeugend, dass unsere Maß­nahmen präzise auf die Bedürfnisse der rund 700.000 kleinen und mittleren Unternehmen im Lande zugeschnitten sind“, erklärte Wirt­schaftsministerin Christa Thoben heute (30.November 2009) in Düsseldorf.

Die Ergebnisse der Untersuchung im Einzelnen:

Angebote der NRW.Bank: Allein die NRW.Bank hat im Zeitraum Januar bis Ende Oktober 2009 insgesamt 9.726 Unternehmen mit Förder- und Kreditprodukten in Höhe von insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro versorgt. Die durchschnittliche Kredit/Fördersumme pro Betrieb lag damit bei knapp 190.000 Euro. Allein der NRW.Bank-Mittelstandskredit ist von 3.067 Unternehmen nachgefragt worden, das Kreditvolumen beträgt rund 700 Millionen Euro, damit liegt die durchschnittliche Kredit­summe pro Unternehmen bei fast 230.000 Euro. Die verschiedenen Förderprodukte der NRW.Bank (einschließlich Mittelstandskredit) haben 4.430 Betriebe erreicht, das Volumen beträgt hier derzeit rund 1,2 Milliarden Euro, damit hat jedes Unternehmen durchschnittlich 270.000 Euro bekommen. „Die Durchschnittswerte machen deutlich, dass wir mit unseren Angeboten die richtige Zielgruppe erreicht haben, den Mittelstand und Gründer“, so noch einmal die Wirtschaftsministerin.

Hilfen des Bundes: Vom Sonderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren kleine und mittlere Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ebenfalls überdurchschnittlich gegenüber Groß­unternehmen. Bei den zugesagten Sonderkrediten belegt Nordrhein-Westfalen einen Spitzenplatz. Dies gilt sowohl für die Fallzahlen, 558 von 2.091 bundes-weit vergebenen Krediten, wie auch für das Kredit­volumen mit rund 950 Millionen Euro für nordrhein-westfälische Unter­nehmen von insgesamt rund 4,4 Milliarden Euro bundesweit. Die durch­schnittliche Kredithöhe pro Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ist mit rund 1,7 Millionen Euro ebenfalls klar mittelstandsorientiert. Allein 895 Anträge von 3.491 bundesweit haben Kreditbewerber aus Nord­rhein-Westfalen gestellt. Insgesamt wurden in Deutschland 15,2 Milliar­den Euro beantragt, auf Nordrhein-Westfalen entfallen davon 2,3 Mil­liarden Euro.

Landesbürgschaften: Bei den Bürgschaftsvergaben des Landes standen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 kleine und mittlere Unternehmen im Vordergrund, insgesamt wurden 74 Landes­bürgschaften mit einem Volumen von fast 601 Millionen Euro vergeben. Durch die Landesbürgschaften konnten insgesamt mehr als 18.300 Ar­beitsplätze gesichert und 120 neu geschaffen werden.

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen: Deutliche Zuwächse beim Volumen von über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat die Bürgschaftsbank des Landes verzeichnet. Für 461 Betriebe wurde bisher ein Bürgschaftsvolumen von 92 Millionen Euro bewilligt. Daraus ergibt sich ein Durchschnitt von 200.000 Euro. Die Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen darf nur Bürgschaften bis zur Höhe von 1,25 Millionen Euro zusagen und ist damit schon aufgrund ihres Auftrags mittelstandsorientiert. Im bundesweiten Vergleich steht die Bürgschaftsbank des Landes hinsichtlich der Fallzahlen auf Rang vier und beim Volumen auf Platz zwei.

Weitere Informationen über Hilfen des Landes und des Bundes für Unternehmen zur Bewältigung der Krise unter www.wirtschaft.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837-2417.

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