Stark: Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

18. November 2010

Kreativwirtschaft gehört zu den stärksten Branchen in Nordrhein-Westfalen – Minister Voigtsberger: Beispiel für gelungenen Strukturwandel

Mit über 36 Milliarden Euro Umsatz gehört die Kreativwirtschaft zu den stärksten Branchen in NRW und rangiert noch vor der Automobil­industrie. Wirtschaftsminister Voigtsberger und das Cluster CREATIVE.NRW schärften auf einer Journalistenreise zu einigen Standorten der Kreativwirtschaft das Bewusstsein für die wirtschaftliche Kraft der Kreativwirtschaft.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilt mit:

Mit über 36 Milliarden Euro Umsatz gehört die Kreativwirtschaft zu den stärksten Branchen in NRW und rangiert noch vor der Automobil­industrie. „Nordrhein-Westfalen ist heute nicht mehr allein geprägt von der Schwerindustrie, sondern lebt auch von vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei hat die Kultur- und Kreativwirtschaft eine heraus­ragende Position“, bekräftigte Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger anläßlich einer Fahrt mit Journalisten zu einigen Standorten der Kreativwirtschaft. „Mode, Kunst und Musik, Design, Werbung, Architek­tur und Verlagswirtschaft sind ein Beispiel für gelungenen Struktur­wandel und stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in unserem Land dar.“

Ziel der Journalistenreise von Wirtschaftsministerium und dem Cluster CREATIVE.NRW war es, das Bewusstsein für die wirtschaftliche Kraft der Kreativwirtschaft zu schärfen und eine Vorstellung davon zu ver­mitteln, wie diese überhaupt funktioniert. So erwirtschafteten die knapp 9.700 Betriebe und Selbstständigen der Designwirtschaft (Produkt- und Kommunikationsdesign) des Landes im Jahr 2007 einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro. Knapp 800 Unternehmen arbeiten im Industriedesign, rund 3.000 im Schmuck-, Textil - und Möbeldesign und etwa 5.800 im Kommunikationsdesign. Nordrhein-Westfalen ist zudem der ökonomisch bedeutendste Design-Standort in Deutschland: Etwa jedes vierte Unternehmen der Branche hat hier seinen Sitz (24 Prozent) und erwirtschaftet fast ein Drittel aller Umsätze Deutschlands im Design.

Mit rund 2.500 Betrieben und Selbstständigen und etwa 461 Millionen Euro Umsatz (2007) gehört der Kunstmarkt zu den kleineren Märkten der Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes. Hierzu zählen insbeson­dere die rund 1.800 selbstständigen Künstler sowie der Kunsthandel mit circa 480 Betrieben in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der selbststän­digen Bildenden Künstler dürfte jedoch deutlich höher liegen, da die Wirtschaftsstatistik nur umsatzsteuerpflichtige selbstständige Künstler ausweist. Darüber hinaus weisen eng verwandte Branchen wie Kunst­handwerk und Antiquitätenhandel mit 1.700 Betrieben und Selbststän­digen einen Umsatz von rund 950 Millionen Euro aus.

Die besonderen Stärken des Kunstmarktes in Nordrhein-Westfalen liegen zum einen in der großen Anzahl von Künstlern unterschied­lichster Sparten, zum anderen in der Distribution. Das Zentrum des Kunstmarktes liegt traditionell am Rhein, aber auch andere „kreative Quartiere“ werden immer attraktiver. Fast 22 Prozent aller Unternehmen und Selbstständigen des Kunstmarktes in Deutschland haben 2007 ihren Standort in Nordrhein-Westfalen und generieren etwa ein Viertel aller Umsätze Deutschlands in diesem Markt. Voigtsberger: „Nordrhein-Westfalen ist somit trotz zunehmender Konkurrenz einer der öko­nomisch wichtigsten Kunstmarktstandorte Deutschlands.“

Dank der Politik der letzten Jahrzehnte habe sich das Land nicht zuletzt wegen seiner unzähligen Museen, Galerien und Hochschulen zu einem Mekka für Kulturinteressierte und -schaffende entwickelt. „Der Struktur­wandel zeigt, dass sich hier Stahlkocher, Landwirte, Modeschöpfer und Künstler gleichermaßen wohl fühlen und auch Geld verdienen können“, erklärte Minister Voigtsberger. Es seien gerade die sogenannten „weichen“ Standortfaktoren wie ein breites Kulturangebot und ein offenes Klima der Internationalität, die im Wettbewerb um Investoren entscheidend seien.

“Kreative sind nicht länger die schmückende Blume am Knopfloch des Stadtmarketings – dekorativ, aber letztlich verzichtbar“, betonte Christian Boros, Clustermanager von CREATIVE.NRW. „Vielmehr gehören sie zu den entscheidenden Antriebskräften der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist selbst zum Wirtschaftsfaktor geworden.“ Ihre Akteure bereicherten das Leben in ihren Regionen – und machten diese insgesamt attraktiver für Menschen und Unternehmen. „In Nordrhein-Westfalen findet die Kultur- und Kreativwirtschaft einen besonders nährreichen Boden, denn hier haben Kultur und Wirtschaft Tradition – und Zukunft”, so Boros.

Pressekontakt CREATIVE.NRW:
Carolin Paulus
E-Mail: paulus@creative.nrw.de
Telefon 0202.2484320

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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