Konzeptförderung Soziokultureller Zentren in NRW

20. Januar 2010

Konzeptförderung Soziokultureller Zentren in NRW

Förderprogramm Konzeptförderung Soziokultur 2012-2014

Förderziel und Gegenstand der Förderung
Das Ziel der Konzeptförderung ist die Weiterentwicklung der künstlerischen Schwerpunkte soziokultureller Zentren in Nordrhein-Westfalen.
Die soziokulturellen Zentren leisten einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel auf Stadtteilebene und auf der regionalen Ebene. Hierbei spielen die Künste eine zunehmend wichtige Rolle. Durch diese Förderung werden die Zentren bei der Entwicklung künstlerischer Konzepte unterstützt.
Das Land fördert diese Konzeptentwicklung im Zuge einer Projektförderung nunmehr in dem Förderzeitraum 2012-2014.

Die Fördersumme für die Konzepte der Zentren beträgt insgesamt jährlich 320.000 €. Es werden - vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel nach Verabschiedung des Landeshaushaltes - acht soziokulturelle Zentren mit jährlich bis zu 40.000 € gefördert. Zusätzlich 10.000 € stehen für Kosten der Jury und der Evaluation der Konzepte zur Verfügung.

Förder-Voraussetzungen
Zuwendungsempfänger sind soziokulturelle Zentren in Nordrhein-Westfalen. Die Zentren sollten in der Regel eine mehrjährige Erfahrung mit professionellen künstlerischen Projekten aufweisen, die in ein Gesamtkonzept eingebunden sind. Zentren, die bei der Konzeptförderung Berücksichtigung finden, können für die Kofinanzierung keine Mittel aus der allgemeinen Projektförderung der LAG Soziokultureller Zentren in Münster einsetzen.

Förderantrag
Bestandteil des Förderantrags ist ein auf drei Jahre angelegtes künstlerisches Konzept, das die folgenden Fragen beantwortet:

  • Welches bestehende künstlerische Profil des jeweiligen Zentrums soll in welchen Schritten weiterentwickelt werden?
  • Welches eventuell neue künstlerische Profil des jeweiligen Zentrums wird in welchen Schritten angestrebt?
  • Welche Sparten bzw. welche interdisziplinären oder performativen Ansätze sollen im Vordergrund stehen?
  • Welche Künstlerinnen und Künstler (mit Biographie) sollen beteiligt werden?
  • Wer übernimmt die künstlerische Betreuung des Konzeptes?
  • Welche Publikumsschichten und Zielgruppen sollen erreicht werden?
  • Welche Wirkungen auf den Stadtteil/die Stadt/die Region werden erwartet?    

Bildung inhaltlicher Schwerpunkte im Förderzeitraum 2012-2014
Bei ihrer Bewertung werden die Jury und die Kulturabteilung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Landes Nordrhein-Westfalen ein künstlerisches Engagement vorrangig auf folgenden Gebieten berücksichtigen

  • Interkultureller Dialog, Integration, Heimat und Migration
  • Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche
  • Kunst und Kultur für Senioren und generationsübergreifende Projekte, demographischer Wandel
  • gesellschaftlicher Wandel am Arbeitsplatz, unbezahlte Tätigkeit und ehrenamtliches Engagement
  • Verantwortung übernehmen im Kontext urbaner Entwicklungsprozesse

Die Berücksichtung eines der oben genannten Themenfelder ist nicht Voraussetzung dieser Konzeptförderung. Angestrebt wird jedoch in jedem Fall ein modellhafter Projektcharakter, dessen Erfahrungen auch auf andere soziokulturelle Zentren übertragen werden können.

Jury
Die Förderentscheidung des Landes NRW erfolgt auf der Grundlage der Empfehlung einer Fachjury, die vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Landes Nordrhein-Westfalen berufen wird.

Beendigung der Förderung
Die Förderung läuft im Regelfall über maximal drei Jahre bis Ende 2014. Die Zuwendungszusage für das zweite und dritte Jahr kann widerrufen werden, wenn das Ministerium auf der Grundlage einer Evaluation zu dem Ergebnis kommt, dass der Zuwendungsempfänger sein Konzept vernachlässigt.

Fristen
Antragsfrist: 15.02.2012 (Eingang bei der Bezirksregierung).

Eine Kopie der Antragsunterlagen ist beim

Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a
53113 Bonn
E-Mail: soziokultur@kupoge.de

mit dem Stichwort "Konzeptförderung Soziokultur" einzureichen.

Beginn der Förderung: voraussichtlich Mitte April 2012 (dies steht unter Vorbehalt der Verabschiedung des Landeshaushalts; in Abhängigkeit vom genauen Zeitpunkt der Verabschiedung des Haushalts kann sich der Beginn ggf. verzögern)

Antragsverfahren
Die Antragsunterlagen können bei den Dezernaten 48 der jeweiligen Bezirksregierung angefordert werden. Sie stehen auch auf den Websites der Bezirksregierungen zur Verfügung. Der dreijährigen Konzeptförderung muss ein nach Jahren unterteilter Finanzierungsplan beigefügt werden, der alle mit dem Konzept zusammenhängenden Einnahmen und Ausgaben enthält.

Bewilligungsverfahren
Bewilligungsbehörde ist die jeweilige Bezirksregierung, die ihren Bewilligungsbescheid auf der Grundlage der Förderentscheidung des Ministeriums ausspricht. Dieser Förderentscheidung liegt die Empfehlung der vom Land einberufenen Jury zugrunde.

Die Zuwendungen für die Entwicklung von künstlerischen Konzepten Soziokultureller Zentren werden nach Maßgabe dieser Fördergrundsätze und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 Landeshaushaltsordnung NRW gewährt. Die Förderung kann unter Umständen als Festbetrag gewährt werden, sofern die Voraussetzungen der Landeshaushaltsordnung hierfür vorliegen. Letzteres prüft und entscheidet die jeweilige Bezirksregierung. Es sollen möglichst auch Dritte (Kommunen, Sponsoren, Stiftungen) an der Förderung beteiligt werden. Der von den Antragstellern aufzubringende Eigenanteil soll mindestens 10% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen. Auf den Eigenanteil kann bürgerschaftliches Engagement angerechnet werden.

Evaluation
Die Zentren sind zu einer Selbstevaluation in Form eines Jahresberichtes verpflichtet. Das Ministerium beauftragt zusätzlich eine geeignete Agentur, eine Evaluation der Konzeptförderungen durchzuführen.

Weitere Informationen
Ansprechpartner sind die Dezernate 48 der jeweiligen Bezirksregierungen.

Weiterführende Links:
Landesarbeitsgemeinschaft Soziokulturelle Zentren NRW e.V.     
Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

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bettina.milz@mfkjks.nrw.de

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astrid.kafka@mfkjks.nrw.de

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