Kongress Traffic Talks diskutiert Grenzen der Mobilität

14. September 2011

Kongress Traffic Talks diskutiert Grenzen der Mobilität/ Neue Prioritäten bei der Infrastrukturfinanzierung gefordert

Der neue internationale Mobilitätskongress Traffic Talks 2011 in Bonn ist eröffnet. Die Resonanz auf das neue Kongressformat ist groß: Mehr als 1.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutieren über die Herausforderungen einer nachhaltigen Mobilitätssicherung und die zentralen Aufgaben der Bahn- und Verkehrswirtschaft.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilt mit:

Der neue internationale Mobilitätskongress Traffic Talks 2011 in Bonn ist eröffnet. Die Resonanz auf das neue Kongressformat ist groß: Mehr als 1.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutieren heute und morgen (13. und 14. September 2011) über die Herausforderungen einer nachhaltigen Mobilitätssicherung und die zentralen Aufgaben der Bahn- und Verkehrswirtschaft.

„Nutzen wir Traffic Talks, um einmal Tacheles zu reden“, formulierte DB-Chef Dr. Rüdiger Grube die Erwartungen der Branche im Eröffnungsforum “Grenzen der Mobilität”. Im Fokus der Diskussion standen die Zielkonflikte zwischen Wirtschafts- und Verkehrswachstum, Umweltauswirkungen und Finanzierungsfragen, die der Philosoph und Kulturwissenschaftler Professor Peter Sloterdijk mit seiner markanten Keynote zu den Paradoxien der modernen Mobilität initiiert hatte. „Wir müssen die Kosten der Mobilität ernster verhandeln“, lautete eine seiner Thesen.

„Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der steigenden CO2-Emissionen ist es dringend notwendig, sämtliche gesamtwirtschaftliche Kosten des Transports einzupreisen“, konstatierte CER-Exekutivdirektor Dr. Johannes Ludewig und betonte: „Die Finanzierung der Mobilität und der dafür notwendigen Infrastruktur ist in Europa das zentrale Zukunftsthema.“ Vor diesem Hintergrund forderte Ludewig, dass die europaweit formulierten Prioritäten für den Schienenverkehr von der Politik auch umgesetzt werden müssten. So sollten Güterverkehre über 400 Kilometer Distanz konsequent auf die Schiene verlagert werden. Dafür müsste der notwendige Ausbau der europäischen Schienenkorridore und auch der Hinterlandverkehre finanziell gesichert sein. „Wir brauchen bei der Finanzierung von Mobilität ein konsequentes ökonomisches Denken und Kostentransparenz“, so Ludewig weiter.

NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger zeigte die engen politischen Handlungsspielräume auf. „Gerade die Bundesregierung setzt der Mobilität in NRW Grenzen, in dem sie die notwendigen Mittel für den Infrastrukturausbau nicht bereit stellt“, sagte Voigtsberger. NRW-Verkehrsstaatssekretär Horst Becker formulierte die Konsequenz: „Entweder gibt es mehr Geld oder die Prioritäten werden neu gesetzt.“

Nach dem Eröffnungsforum stehen am Dienstag vier fachspezifische Foren auf dem Kongressprogramm. Themen sind unter anderem Wettbewerbs- und Finanzierungsfragen sowie die Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten wie Stuttgart 21.

Am Mittwoch setzt Traffic Talks die Diskussion mit dem zweiten Hauptforum unter dem Titel „Mobilität ohne Grenzen?“ fort. Die Keynote wird der Hamburger Trendforscher Dirk Bathen halten. Die Foren am Nachmittag behandeln vornehmlich brancheninterne Themen der Unternehmensführung, der Lobbyarbeit und des Mobilitätsmanagements. Referenten sind hier unter anderem der Managementtrainer Dr. Reinhard K. Sprenger oder der in Amerika lebende Online-Visionär Dr. Andreas S. Weigend. Für spannende Diskussionen wird abschließend das Forum 8 „In NRW auf die Schiene gesetzt“ sorgen. Der Verkehrswissenschaftler Professor Dr. Karl-Hans Hartwig aus Münster wird hier erstmals die Ergebnisse seines Gutachtens „Fahrplan 2025 für das Schienennetz in NRW – Korridororientierung und Engpassbeseitigung“ vorstellen.
Weitere Informationen unter www.traffictalks.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums  für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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