NRW bildet künftige Führungskräfte für Syrien aus

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
24. November 2015

Konferenz mit Hochschulstipendiaten: NRW bildet künftige Führungskräfte für Syrien aus

Steinmeier und Schulze treffen syrische Studierende in Berlin

21 syrische Stipendiatinnen und Stipendiaten haben mit Unterstützung des NRW-Wissenschaftsministeriums in diesem Jahr ihr Studium in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Sie nehmen am Sonderprogramm "Führungskräfte für Syrien" teil, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes aufgelegt hat.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

21 syrische Stipendiatinnen und Stipendiaten haben mit Unterstützung des NRW-Wissenschaftsministeriums in diesem Jahr ihr Studium in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Sie nehmen am Sonderprogramm "Führungskräfte für Syrien" teil, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes aufgelegt hat. Das NRW-Wissenschaftsministerium unterstützt das Programm mit 1,5 Millionen Euro. Zusammen mit dem Auswärtigen Amt werden insgesamt 221 Studierende gefördert.
 
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat die Studierenden gemeinsam mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin begrüßt und mit ihnen über ihre Erwartungen an ein Studium in Deutschland und ihre Zukunftsperspektiven in Syrien gesprochen.
 
NRW ist das einzige Bundesland, das sich in vollem Umfang an dem DAAD-Programm beteiligt. Für die Stipendien gingen insgesamt über 5.000 Bewerbungen ein: Nach Vorstellungsgesprächen in Beirut, Istanbul, Amman, Kairo und Erbil wurden die Stipendiaten ausgewählt.
 
„Durch den schrecklichen Bürgerkrieg ist eine geregelte Schul- und Hochschulausbildung in vielen Teilen Syriens nicht mehr möglich. Daher wollen wir jungen Menschen aus Syrien die Chance geben, ihren Bildungsweg in Deutschland fortzusetzen", sagte Ministerin Schulze. "Nach erfolgreichem Abschluss ihrer wissenschaftlichen Ausbildung und ihrer Rückkehr in ein befriedetes Syrien werden sie mit ihren hier erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen beim Wiederaufbau des Landes gebraucht. Für die Analyse der Konfliktursachen oder die Wiederherstellung zivilgesellschaftlicher Strukturen sind Bildung, Wissenschaft und Forschung unverzichtbar."
 
Die syrischen Studierenden haben im Juni 2015 mit Sprachkursen in Deutschland begonnen und zum Wintersemester ihr Studium aufgenommen. Neben ihrem Fachstudium absolvieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Begleitprogramm, in dem sie sich mit Inhalten wie guter Regierungsführung, Zivilgesellschaft und nachhaltigem Projektmanagement auseinandersetzen.
 
Bei der Veranstaltung im Auswärtigen Amt kamen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Hochschulvertreter und Politiker zusammen, um sich auszutauschen. Nach einer Begrüßungsrede von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier diskutierten die Studierenden unter anderem mit Ministerin Schulze und DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel zum Thema „Keine 'Lost Generation' in Syrien – Integration, Perspektiven, Stunde Null".
 
Dabei ging es um die Rahmenbedingungen für eine gelungene Integration in Deutschland, weitere Angebote zur Unterstützung und Möglichkeiten für eine Einbindung der Stipendiatinnen und Stipendiaten beim Neu-Aufbau des syrischen Wissenschaftsapparates. „Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Brückenbauer zwischen Deutschland und Syrien. Der wissenschaftliche, gesellschaftliche und zwischenmenschliche Austausch, der hier entsteht, ist ein großer Gewinn - sowohl für die syrischen Studierenden als auch für unsere Hochschulen", so Ministerin Schulze. 

Hintergrund:

Mit dem Memorandum „Bildung und Forschung kennen keine Grenzen" und einem gemeinsamen Appell gegen Fremdenhass und Gewalt haben Wissenschaftsministerium und NRW-Hochschulen das Leitbild der weltoffenen Hochschule betont.
 
Zusammen wurde ein Informationsangebot für studieninteressierte Flüchtlinge aufgebaut. Die Homepage ist auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch abrufbar: www.refugee-students-service.nrw.de
 
Eine Online-Datenbank stellt Flüchtlingsinitiativen an NRW-Hochschulen vor. Sie spricht sowohl Flüchtlinge als auch freiwillige Helferinnen und Helfer an und enthält inzwischen rund 50 Angebote.
 
Im vergangenen Wintersemester waren 82.138 ausländische Studierende an den Hochschulen in NRW eingeschrieben: 54.129 Bildungsausländer (Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben), 28.009 Bildungsinländer (Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben). Mittlerweile hat etwa jeder neunte Studierende in NRW einen ausländischen Pass.

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