Kita-Personal: Spitzentreffen vereinbart Arbeitsprogramm zur Personalgewinnung
20. Dezember 2019

Kita-Personal: Spitzentreffen vereinbart Arbeitsprogramm zur Personalgewinnung

Die erfreuliche Entwicklung, dass in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Kinder geboren werden, bedeutet gleichzeitig eine Herausforderung für die frühkindliche Bildung.

 
Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration teilt mit:

Die erfreuliche Entwicklung, dass in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Kinder geboren werden, bedeutet gleichzeitig eine Herausforderung für die frühkindliche Bildung. Denn mit steigenden Betreuungsbedarfen werden mehr Plätze in den Kindertageseinrichtungen benötigt, und Nordrhein-Westfalen braucht zusätzliches qualifiziertes Personal. Gemeinsam wollen Landesregierung und alle Beteiligten diese Herausforderung meistern. Auf einem ersten gemeinsamen Spitzentreffen wurde dazu ein vorläufiges Arbeitsprogramm verabredet, das in den kommenden Monaten und Jahren von der Landesregierung und den freien und öffentlichen Trägern, den Kirchen, Gewerkschaften, Landschaftsverbänden, Hochschulen, der Bundesagentur für Arbeit/Regionaldirektion NRW sowie den Ministerien für Schule und Bildung, für Kultur und Wissenschaft und für Arbeit, Gesundheit und Soziales systematisch bearbeitet werden soll.
 
Dem steigenden Personalbedarf kann nur wirksam begegnet werden, wenn alle Aspekte und Möglichkeiten zur dauerhaften Qualitätssicherung und -steigerung und zur Begegnung des Personalmangels in der Kindertagesbetreuung in den Blick genommen werden. Es soll gemeinsam geprüft werden, wie das Berufsfeld noch attraktiver gestaltet werden kann und wie eine wirksame Entlastung des pädagogischen Personals gelingen kann. In den Blick genommen wird zudem, wie kurzfristig die Ausbildungskapazitäten noch besser ausgelastet werden können und wie die Möglichkeiten der Arbeitsagenturen noch besser auszuschöpfen sind. Es soll auch geprüft werden, wie Quereinsteigern der Weg in Kindertageseinrichtungen eröffnet werden könnte.
 
Familienminister Joachim Stamp: „Beim Personalbedarf in der Kindertagesbetreuung stehen wir vor einer zentralen Herausforderung, die wir gemeinsam angehen wollen. Dazu nehmen wir alle Aspekte und Möglichkeiten zur dauerhaften Qualitätssicherung und -steigerung und Personalgewinnung in den Blick. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“
 
Minister Stamp betonte, dass schon in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen umgesetzt wurden, um dem steigenden Personalbedarf zu begegnen: „Wir haben gemeinsam schon vielfältige Schritte eingeleitet. Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes schafft die Landesregierung Rahmenbedingungen, die den Trägern mehr Spielräume beim Personaleinsatz ermöglichen. Wir unterstützen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln die Ausbildung künftiger Fachkräfte und verbessern die Qualität.“ Mit der Überarbeitung der Personalvereinbarung im Dezember vergangenen Jahres sind darüber hinaus die Zugänge für Fachpersonal aus EU-Mitgliedstaaten erleichtert worden. Die Landesregierung hat zudem gemeinsam mit den Hochschulen in einem ersten Schritt die Verdreifachung der Ausbildungskapazitäten des Lehrpersonals für die Erzieherausbildung vereinbart. Minister Stamp: „Das ist ein zentraler Baustein für die dauerhafte Sicherung des Fachkräftebedarfs.“
 
Einig waren sich die Teilnehmenden über die Bedeutung von Qualität für die dauerhafte Sicherung des Personalbedarfes: „Die Fachkräfte und die Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger leisten täglich hervorragende Arbeit in unseren Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Wir möchten ein positiveres Bild von ihrer Arbeit in der Kindertagesbetreuung erreichen, das der Bedeutung der frühkindlichen Bildung angemessen Rechnung trägt. Die Beschäftigten haben in unserer Gesellschaft größere Anerkennung und Wertschätzung verdient“, sagte Minister Stamp.
 
Beim Spitzengespräch wurde zudem vereinbart, dass der Arbeitsprozess durch ein Gremium begleitet wird. Daneben wird im Familienministerium eine Projektgruppe zur Koordinierung der weiteren Schritte eingerichtet. Der Arbeitsprozess wird unmittelbar im Januar 2020 starten.
 
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