Kampagne: Biker sensibilisieren

17. April 2010

Kinospot zur Anti-Raser-Kampagne: Motorradfahrer sollen gut ankommen / Minister Dr. Ingo Wolf: Wir wollen Biker sensibilisieren

Mit einem Kinospot wendet sich die nordrhein-westfälische Polizei an Motorradfahrer. Er läuft in den nächsten Wochen in den Paderborner Kinos und später in den anderen Regionen des Landes.

Das Innenministerium teilt mit:

Mit einem Kinospot wendet sich die nordrhein-westfälische Polizei an Motorradfahrer. „Sorgen von Angehörigen und Freunden sind stille Bei¬fahrer. Sie können dem Motorradfahrer nicht auf die Schulter tippen, wenn er zu schnell unterwegs ist“, sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (17. April 2010) in Paderborn beim Start der landesweiten Anti-Raser-Kampagne für Motorradfahrer „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“. „Rasende Biker gefährden sich und andere. Wir wollen sie für die berechtigten Sorgen der Angehörigen sensibilisieren und so dazu bringen, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren“, erläuterte Innenminister Wolf anlässlich der Präsentation des Kinospots zur Kampagne. Die Kampagne soll dazu beitragen, die Zahl der Unfälle mit Motorrädern weiter zu senken. Der neue Kinospot läuft in den nächsten Wochen in den Paderborner Kinos und später in den anderen Regionen des Landes. Außerdem werden alle Polizeibehörden den Kurzfilm nutzen.

Im ersten Quartal 2010 hat die nordrhein-westfälische Polizei 292 Verkehrsunfälle mit Motorrädern registriert. Das gute Aprilwetter hat wieder viele Motorradfahrer auf die Straßen gelockt. Alleine in der zweiten Woche der Osterferien verunglückten fünf Motorradfahrer tödlich, insgesamt waren es in diesem Jahr schon acht.
Im vergangenen Jahr starben 90 Motorradfahrer auf nordrhein-westfälischen Straßen. „Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr.1 für tödliche Unfälle“, erläuterte der Minister. Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen sei Opfer zu hoher Geschwindigkeit.

„Auch in allen Fällen, in denen die Motorradfahrer die Unfälle verursacht hatten, war zu hohe Geschwindigkeit die Unfallursache. In mehr als der Hälfte der Unfälle, bei denen Fahrer von Autos oder zum Beispiel Traktoren die Ursache für den Unfall gesetzt hatten, spielte zu hohe Geschwindigkeit der Motorradfahrer zumindest bei den schweren Folgen eine Rolle“, so Wolf. Insbesondere zu Beginn der Motorradsaison müssen sich die übrigen Verkehrsteilnehmer erst wieder an die schmale Sil¬houette der Biker gewöhnen. Oft werden Motorradfahrer von Autofahrern nicht oder zu spät wahrgenommen. Wolf: „Zweiradfahrer haben keine Knautschzone. Bedenkt man, dass sich bei doppelter Geschwindigkeit der Bremsweg vervierfacht, müssen sich Motorradfahrer noch mehr als Autofahrer auf Fahrfehler der anderen einstellen.“

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Dennoch bleibe es wichtig, dass die Polizei die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle durch Aufklärung und Verfolgung gezielt ins Visier nehme, betonte der Minister. Jeder Unfalltote bedeute Leid für viele Menschen. Wolf: „Familienangehörige, Freunde aber auch Kollegen, trauern um die Unfallopfer. Gerade die nächsten Angehörigen müssen nicht nur den Verlust des Ehemannes und Vaters verarbeiten.“ In vielen Fällen stünden die Familien nach einem Unfall vor großen wirtschaftlichen Problemen, so der Minister. Oft brauchen auch Unfallbeteiligte, Unfallzeugen und Helfer psychologische Hilfe, weil ihnen die grausamen Unfallbilder zu schaffen machen.

Der Kinospot kann ab dem 19. April unter www.polizei.nrw.de heruntergeladen werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Innenministeriums, Telefon 0211 871 2300 oder -2301.

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