Vorbeugung: Besuch in der Modellkommune Kreis Warendorf

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5. Februar 2015

Kein Kind zurücklassen: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht den Kreis Warendorf

Ministerpräsidentin Kraft hat sich bei einem Besuch im Kreis Warendorf über die Entwicklung des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen!“ im ländlichen Raum informiert.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat sich bei einem Besuch im Kreis Warendorf über die Entwicklung des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ im ländlichen Raum informiert.

Auf dem Programm stand ein Besuch der Kita „Zwergenland“ im Warendorfer Ortsteil Einen. Das „Zwergenland“ gehört zum Bildungs- und Erziehungsnetzwerk BEN - einem Kooperationsverbund von drei Kitas und einer Grundschule in den ländlichen Warendorfer Ortsteilen Milte, Einen und Müssingen. BEN ist 2012 entstanden vor dem Hintergrund einer drohenden Schließung von Kitas und Grundschulen aufgrund sinkender Kinderzahlen. Durch das Netzwerk konnte dies verhindert werden.

„Vorbeugende Politik im ländlichen Raum ist vor allem angesichts der demographischen Entwicklung mit besonderen Herausforderungen verbunden und verlangt kreative Lösungen. Das Bildungs- und Erziehungsnetzwerk BEN in den Warendorfer Ortsteilen Milte, Einen und Müssingen ist daher ein optimaler Ansatz“, sagte die Ministerpräsidentin nach einem Rundgang durchs „Zwergenland“. Hier sei es gelungen, kurze Wege für kurze Beine zu erhalten und allen Kindern ein wohnortnahes Betreuungsangebot bieten zu können. Dank der besseren Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschule in verschiedenen Orts-teilen sei außerdem das präventive Angebot für die Kinder und Familien insgesamt ausgebaut worden. „Das zeigt, wie gut Vorbeugung im ländlichen Raum funktionieren kann“, fügte die Ministerpräsidentin hinzu.

Auch Landrat Dr. Olaf Gericke betonte die Bedeutung des Projektes: „Ich freue mich sehr, dass unsere vorbeugenden Angebote, mit denen wir alle Altersgruppen erreichen wollen, ein landesweites Vorbild sind. BEN ist dabei ein wichtiges Projekt. Es sorgt nicht nur für eine bessere Unterstützung von Kindern und Familien. Die Zusammenarbeit stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl in Milte, Einen und Müssingen.“

Neben dem Erhalt der verschiedenen Standorte bietet BEN vor allem eine bessere Unterstützung beim Übergang von der Kita zur Grundschule für Kinder und Familien. Ein Beispiel ist das Lesepicknick, bei dem Grundschüler Kita-Kindern vorlesen. Darüber hinaus hat BEN zu Strukturverbesserungen geführt, z.B. durch die Einrichtung des Offenen Ganztags an den zwei Standorten der Grundschule und die Etablierung eines Familienzentrums als Verbundlösung für alle drei Kitas. BEN wurde 2014 mit dem Jugendpreis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet.

Zuvor hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das Café Kinderwagen in Warendorf besucht. Café Kinderwagen ist ein Angebot für Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr an mittlerweile 15 Standorten im Kreis Warendorf. Woche für Woche nutzen rund 550 Eltern und Kinder die Einrichtung. Das Café dient nicht nur als Treffpunkt für junge Familien, um über ihre Probleme und Erfahrungen zu sprechen, sondern bietet auch praktische Unterstützung und Hilfe durch Hebammen. Immer mehr Kommunen in Nordrhein-Westfalen richten Elterncafés wie das Café Kinderwagen ein.

„Elterncafés wie das im Kreis Warendorf entwickelte Café Kinderwagen sind ein entscheidender Baustein der kommunalen Präventionskette. Denn solche Angebote schaffen wichtige Brücken des Vertrauens zu jungen Familien, lange bevor die Kinder in die Kita kommen“, sagte Ministerpräsidentin Kraft bei dem Besuch und hob hervor, dass das Café zu einem Markenzeichen für das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen!“ geworden sei. „Besonders erfreulich ist, dass das Café Kinderwagen gerade auch von Eltern angenommen wird, die teilweise noch unsicher sind im Alltag mit ihren kleinen Kindern. Café Kinderwagen ist ein gutes Vorbild für ganz NRW“, betonte die Ministerpräsidentin.

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