Kabinett verabschiedet Programm „Lebendige Gewässer“

6. Oktober 2009

Kabinett verabschiedet Programm „Lebendige Gewässer“

Die Landesregierung hat heute ein langfristiges und ambitioniertes Programm für die ökologische Entwicklung der Gewässer in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Mit dem Programm „Lebendige Gewässer“ wird die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Landesregierung hat heute ein langfristiges und ambitioniertes Programm für die ökologische Entwicklung der Gewässer in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Mit dem Programm „Lebendige Gewässer“ wird die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Eine Bestandsaufnahme hatte ergeben, dass in Nordrhein-Westfalen die europäischen Anforderungen an die Abwasserreinigung bereits erfüllt sind. Verbesserungsbedarf besteht bei den Nährstoffausträgen aus der Landwirtschaft. Dazu hat Umweltminister Eckhard Uhlenberg die Landwirtschaftskammer beauftragt, die Gewässerschutzberatung zu intensivieren. Dafür stellt das Land jährlich drei Millionen Euro zur Ver­fügung.

Im Mittelpunkt des Programms stehen allerdings die Bäche und Flüsse in Nordrhein-Westfalen, die wieder lebendiger gestaltet werden sollen. „Vielfältige Strukturen stabilisieren die ökologischen Funktionen der Gewässer, sie tragen zur Artenvielfalt und zum Hochwasserrückhalt bei. Außerdem gestalten und verbinden lebendige Bäche und Flüsse die Städte und Gemeinden in den Regionen“, erklärte Uhlenberg.

Zu dem vor einem Jahr veröffentlichten Wasser-Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für die Jahre 2010 bis 2015 hatten Mehr als 1200 Institutionen und Bürger Stellungnahmen abgegeben. Die Men­schen in Nordrhein-Westfalen wollen eine gute Wasserqualität und ökologisch entwickelte Gewässer.
Für die ökologischen Funktionen der Gewässer sollen mehr als 2.200 Kilometer der nordrhein-westfälischen Gewässer in drei Bewirtschaf­tungsperioden (2010 bis 2015; 2016 bis 2021; 2021 bis 2027) renaturiert werden. Außerdem soll die Durchgängigkeit der Gewässer für die Fische verbessert werden. Die Maßnahmen werden die Gewässer sichtbar verändern. Gute Beispiele gibt es schon überall im Land, zum Beispiel an der Lippeaue, aber auch an vielen kleineren Gewässern in den Regionen. Die Kommunen und Wasserverbände sind nun aufgefor­dert, bis 2012 Fahrpläne für die ökologische Gestaltung ihrer Gewässer aufzustellen. Insgesamt sind dazu bis zum Jahr 2027 voraussichtlich 2,1 Milliarden Euro zu investieren. Das Land wird sich an den Maßnahmen der Kommunen und Wasserverbände mit bis zu 80 Prozent Förder­mitteln beteiligen.Uhlenberg: „Mit dem Programm, Lebendige Gewässer’ werden wir unser Land attraktiver gestalten und unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht werden.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Tel.: 0211/4566 294 (Markus Fliege).

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